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Formel 1-Test in Jerez

Hülkenberg fiebert Testdebüt entgegen

Nico Hülkenberg Force India 2012 Test Foto: Force India 34 Bilder

Nico Hülkenberg steigt am Donnerstag (9.2.) in das Testprogramm ein. Die Zeit des Wartens ist endlich vorbei. Der Nachfolger von Adrian Sutil bei Force India lässt noch einmal das letzte Jahr Revue passieren und blickt auf eine Saison der Bewährung.

09.02.2012 Michael Schmidt

Nico Hülkenberg konnte seinen ersten Einsatz als Force India-Stammfahrer kaum erwarten. "Jetzt muss ich noch einen halben Tag warten", meinte der 24-jährige Deutsche am Morgen des dritten Testtages von Jerez. Der Vormittag war noch für Ersatzfahrer Jules Bianchi gebucht. Eine Stunde nach Testbeginn dann die schlechte Nachricht. Bianchi crashte in der Sito Pons-Kurve. Das verzögert das Testprogramm.

In der Formel 1 gibt es keine Garantien

Was Bianchi noch vor sich hat, hat Hülkenberg bereits hinter sich. Ein Jahr auf der Ersatzbank. Das kann grausam sein. "Ein Jahr lang warten und nur 14 Mal am Freitagvormittag fahren ist mental anstrengend", gibt der Blondschopf zu. Da ist es auch kein Ruhekissen, wenn man weiß, dass man für das Folgejahr einen Vertrag als Stammfahrer in der Tasche hat. Weil in der Formel 1 immer etwas passieren kann und es keine Garantien gibt. Der ehemalige Williams-Pilot ist ein gebranntes Kind. Trotz guter Leistungen zog Williams in letzter Minute Pastor Maldonado vor. Weil der die dickere Brieftasche hatte.

Hülkenberg wollte deshalb nie zu sicher sein, dass es mit dem Aufstieg zum Stammpiloten klappt. "So richtig geglaubt habe ich es erst Mitte Dezember, als Adrian Sutil auf der Weihnachtsfeier gesagt hat: Im nächsten Jahr bin ich nicht mehr dabei." Jetzt beginnt für Hülkenberg zum zweiten Mal der Ernst des Lebens. Seine erste Formel 1-Karriere schloss er mit einer Pole Position ab. Und dem Lob von Teamkollege Rubens Barrichello, dass da ein neuer Siegfahrer heranwächst.

Hülkenbergs Gegner heißt nun Paul di Resta

Jetzt heißt sein Gegner Paul di Resta. "Seine Meistertitel in der Formel 3 und der DTM zeigen, dass er ein ernsthafter Gegner ist. Er ist mental sehr stark, behält immer die Ruhe", warnt Hülkenberg. "Er hatte eine gute erste Saison und die zweite wird normalerweise besser. Weil du schon alles kennst." Di Restas erstes Jahr in der Formel 1 ist mit dem von Hülkenberg vergleichbar. Auch er musste gegen einen erfahrenen Teamkollegen bestehen. Einen, der das fünfte Jahr in diesem Team fuhr. "Da tust du dich als Neuling immer schwer."

Hülkenberg muss aber auch ein Auge auf Jules Bianchi werfen. Es hat Methode bei Force India, dass der Ersatzfahrer aufrückt, wenn er im Freitagstraining den Beweis antritt, dass er schneller sein könnte als das Stammpersonal. So hat Paul di Resta 2011 Vitantonio Liuzzi verdrängt, so trat Nico Hülkenberg an die Stelle von Adrian Sutil. "In der Formel 1 musst du immer aufpassen", weiß Hülkenberg aus eigener Erfahrung. "Ich selbst habe erlebt, wie schnell man bei einem Team rausfliegen kann."

Mit Force India scheint der GP2-Meister von 2009 auf das richtige Pferd gesetzt zu haben. Paul di Resta kam mit positiven Eindrücken von den ersten eineinhalb Testtagen zurück. Die Rundenzeiten stimmen, die Konstanz auch. Der Force India VJM05 tut, was sich die Ingenieure von ihm erwarten. Hülkenberg hoffnungsfroh: "Ich glaube, die Jungs haben ein gutes Auto gebaut."

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