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Formel 1 Test Jerez - Tag 4

Alonso mit Showzeit zum Abschluss?

Formel 1-Test, Jerez, 10.2.2012, Fernando Alonso, Ferrari Foto: xpb 63 Bilder

Fernando Alonso hat am vierten Tag der Jerez-Tests überraschend die schnellste Runde gedreht. Der Ferrari verwies den Rest des Feldes auf die Plätze. Sebastian Vettel wurde wieder einmal von der Technik im Stich gelassen. Der Weltmeister fuhr nur 50 Runden und landete am Ende auf Rang drei im Zeitenklassement.

10.02.2012 Tobias Grüner

Einige spitze Zungen im Fahrerlager hatten die Ferrari-Bestzeit schon vor dem letzten Tag der Testfahrten von Jerez kommen sehen. Nach schwankenden Leistungen und langsamen Runden war es bereits unruhig um den Rennstall aus Maranello geworden. Das neue Auto wurde bereits als nicht konkurrenzfähig verspottet. Und nach dem enttäuschenden letzten Jahr kann Ferrari weitere Kritik jetzt nicht gebrauchen.

Und so zogen einige Experten die Augenbrauen ganz weit nach oben, als Fernando Alonso auf einem kurzen Run am Morgen mit weichen Reifen plötzlich eine 1:18.877 Min. auf den noch kalten Asphalt zauberte. Seine Erklärung für die Zeitenverbesserung von mehr als anderthalb Sekunden: "Wir sind das erste Mal mit den weichen Reifen gefahren. Außerdem verstehen wir das Auto besser. Es reagiert jetzt so wie wir es erwarten."

Ob Showzeit oder nicht - den spanischen Fans war es egal. Auf den Tribünen feierte man den Nationalhelden. Lange hielt die Freude aber nicht an. Gegen Mittag traten plötzlich technische Probleme auf. Lange wurde das Auto repariert. Außerdem montierten die Mechaniker neue Teile, die eilig aus Maranello eingeflogen wurden. Mehr als 39 Runden kamen bis zum Ende nicht auf die Uhr.

Vettel von der Red Bull-Technik gebremst

Auch bei Sebastian Vettel schlug der Technikteufel zu. Nach zwei kurzen Installationsrunden gingen die Probleme los. Zuerst spielte die Elektrik verrückt. Als der Fehler gefunden war, wollte der Champion wieder raus, kam aber nur wenige Meter weit. Noch in der Boxengasse streikte plötzlich der Motor. Vettel wurde wieder zurückgeschoben. Das V8-Triebwerk wurde vorsichtshalber gewechselt.

Erst um 14.29 Uhr fuhr der Deutsche seine erste gezeitete Runde. Mit stetigen Verbesserungen gegen Ende der Sitzung reichte es immerhin noch zu Rang drei im Klassement. Auf mehr als 50 Runden kam er aber nicht. An der Zuverlässigkeit muss Red Bull noch arbeiten. "Sowas gehört einfach zu einem Test dazu, das ist der Grund warum wir hier sind. Natürlich würden wir gerne mehr fahren, aber das lässt sich jetzt nicht ändern", fügte sich der Heppenheimer in sein Schicksal.

Zwischen Vettel und Alonso schob sich noch Toro Rosso-Rookie Jean-Eric Vergne. Der Franzose blieb dabei aber immerhin noch sieben Zehntel hinter der Zeit des Ferraris. Hinter Vettel landete Lewis Hamilton auf Rang vier. Der McLaren zeigte sich deutlich standfester als die beiden direkten Konkurrenten von Red Bull und Ferrari. Ein Fragezeichen steht aber noch hinter dem Speed des Chrompfeils.

Lotus schnellstes 2012er Auto in Jerez

Bei Lotus gibt es solche Fragezeichen nicht. Zwar reichte es beim Testabschluss nur zu Rang fünf, die Bestzeit von Grosjean am Donnerstag blieb aber die schnellste Runde eines 2012er Autos. Der Franzose war am Vortag noch einmal vier Zehntel schneller unterwegs als Alonso. Die Zeit beeindruckte viele im Fahrerlager - egal mit wie viel Sprit im Tank.

Neben Vettel hatten die deutschen Fans am Freitag mit Nico Hülkenberg auch noch ein zweites Eisen im Feuer. Der Force India-Pilot kam mit einem Tag Verspätung zu seinem Testdebüt, nachdem Ersatzmann Jules Bianchi das Auto am Vortag in die Bande gesetzt hatte und keine Ersatzteile vorhanden waren. Bei seinem ersten Einsatz in diesem Jahr absolvierte Hülk immerhin 90 Runden. Mit 1,1 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit belegte er Rang sieben im Klassement.

Sauber erneut mit Technik-Problemen

Einen Platz besser rangierte Kamui Kobayashi. Allerdings lief es für Sauber wieder nicht optimal. Ein Hydraulik-Leck zwang erst zum Notstopp auf der Strecke, dann zur Reparatur an der Box. Nach den Problemen der Vortage konnte das Programm wieder nicht durchgezogen werden. Am Ende kam der Japaner auf 76 Runden.

Ganz anders lief es bei Williams. Bruno Senna absolvierte über Mittag eine komplette Rennsimulation. Das Auto stoppte erst als kein Sprit mehr im Tank war. Der Stopp mitten auf der Bahn war allerdings geplant. Die Ingenieure wollten das Benzinsystem checken. Am Ende standen 124 Runden auf dem Konto. So viele Kilometer hatte in dieser Woche noch kein Auto an einem Tag zurückgelegt.

Nächster Test: 21. Februar in Barcelona

Mercedes war übrigens am Freitag nicht mehr im Einsatz. Das Team verzichtete auf einen weiteren Test mit dem alten Auto. Der Tag kann mit dem Neuwagen nachgeholt werden. Sein Debüt feiert der W03 beim Test in Barcelona. Am 21. Februar geht es in der katalanischen Metropole in die zweite Runde. Erneut sind vier Tage angesetzt.

FahrerTeamZeit/ RückstandRunden
1. Fernando AlonsoFerrari1:18.877 Min.39
2. Jean-Eric VergneToro Rosso+ 0.720 Sek.80
3. Sebastian VettelRed Bull+ 0.72950
4. Lewis HamiltonMcLaren+ 0.76386
5. Romain GrosjeanLotus+ 0.85295
6. Kamui KobayashiSauber+ 0.95776
7. Nico HülkenbergForce India+ 1.10090
8. Bruno SennaWilliams+ 1.255124
9. Jarno TrulliCaterham+ 3.321117
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