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Formel 1-Test Valencia: Nico Rosbergs erste Eindrücke

"100 Kameras auf Michael und eine auf mir"

Mercedes GP Pr�sentation 2010 Foto: xpb.cc 48 Bilder

Nico Rosberg hat die ersten 39 Runden im neuen MercedesGP W01 abgespult. Der Gesamteindruck ist gut, Vergleiche zur Konkurrenz wegen der potenziell großen Unterschiede in der Spritmenge müßig. Was Rosberg jedoch sofort auffiel: Der Superstar ist Michael Schumacher.

01.02.2010

Nico Rosberg saß im Mercedes-Zelt und erzählte von seinen ersten Fahreindrücken im neuen Silberpfeil. Die Pressekonferenz war gut besucht, doch draußen vor dem Zelt wartete eine noch größere Menge darauf, dass Michael Schumacher den 20 Meter langen Weg von seinem Motorhome in die Mercedes-Box zurücklegt, um zum ersten Mal nach seiner Pause wieder in ein aktuelles Formel 1-Cockpit zu steigen.

Rosberg muss sich an den Rummel um Schumacher gewöhnen

Es ist Rosberg nicht entgangen, dass sich im Moment noch alles um seinen Teamkollegen dreht. "Am Morgen bei der Präsentation des neuen Autos, da waren 100 Kameras auf Michael gerichtet und nur eine auf mich", lächelt der Blondschopf. "Daran muss man sich erst einmal gewöhnen, aber ich habe dafür Verständnis." Auf den Hinweis, dass er das Verhältnis umdrehen könne, wenn er schneller fährt als der Großmeister der Formel 1, antwortete Rosberg unwirsch: "Ich bin Rennfahrer. Wieviele Kameras auf mich gerichtet sind, sollte nicht wichtig sein."
 
Wie geht er nun, der neue MercedesGP W01? Selbst Rosberg war etwas ratlos: "Das erste Gefühl war gut. Ich konnte sofort attackieren. Ein Vergleich ist unmöglich. Es ist jetzt noch weniger klar, wer mit wieviel Benzin unterwegs ist." Deshalb war die Zeit von Felipe Massa, der in der Tabelle zu dem Zeitpunkt um 0,5 Sekunden schneller geführt wurde, kein Grund zur Besorgnis. Mercedes-Sportchef Norbert Haug fügte hinzu: "In der Vergangenheit betrug der Unterschied der Spritlandungen beim Testen zwischen 20 und 60 Kilogramm. Jetzt liegen wir bei fünf bis 160 Kilogramm." Für Rosberg war es nach vier Jahren Williams eine neue Erfahrung. "Ich musste mich an neue Leute, ein neues Auto, einen neuen Motor gewöhnen. Jetzt muss ich sagen: Da ist nicht viel anders als vorher. Ich habe mich sehr schnell eingelebt."

Rosberg hatte in Valencia noch Eingewöhnungsschwierigkeiten
 
Der erste Tag ist immer nur ein Funktionstest. Auch Nico Rosbergs Fahrt verlief nicht ohne Probleme. "Die Sitzposition stimmte nicht. Du kannst das in der Fabrik noch so oft ausprobieren, doch das ist mit Fahren nicht zu vergleichen. Im Stillstand hast du nicht die Referenzpunkte wie auf der Strecke. Ich saß etwas tief im Auto und konnte teilweise nicht erkennen, wo die Strecke hingeht."
 
Rosberg zeigte sich überrascht, dass der längere Radstand und die schmaleren Vorderreifen sich noch nicht so deutlich wie gedacht auf das Fahrverhalten auswirken. "Du spürst vorne ein bisschen weniger Grip, die Bremsleistung ist nicht so gut, aber das Auto ist in den langsamen Kurven nicht spürbar träger als sonst." Dann relativiert er: "Vielleicht ändert sich mein Eindruck beim nächsten Test in Jerez. Ich war schon lange nicht mehr in Valencia. Mir fehlen die Vergleichswerte."
 
Als Michael Schumacher um 15:30 Uhr Ortszeit zum ersten Mal auf die Strecke ging, da schaute Rosberg ganz genau hin. "Für mich ist es großartig, Michael als Teamkollegen zu haben. Von einem wie ihm kann man immer etwas lernen. Und für mich ist das ein extra Touch Motivation."

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