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Formel 1 Tests 2010

Gerechte Teilung bei Mercedes und McLaren

Gary Paffett Foto: XPB 9 Bilder

Bei McLaren und Mercedes GP stehen die Teamchefs vor einer schwierigen Aufgabe. Die 15 Testtage bis Saisonbeginn müssen möglichst gerecht auf zwei Nummer-eins-Piloten verteilt werden. Mercedes GP und McLaren gehen dabei unterschiedliche Wege.

25.01.2010 Michael Schmidt

Vom 1. bis zum 28. Februar gibt es pro Team 15 Testtage. Vorbei die Zeiten, in denen unbeschränkt Kilometer gefressen wurden. Bei der beschränkten Anzahl an Tagen haben die großen Teams ein Problem. Mit zwei Top-Fahrern im Stall ist Gleichbehandlung oberstes Gebot. Da stellen sich zwei Fragen: "Wer darf als erster ins Auto? Und wie stelle ich sicher, dass am Ende beide Piloten gleich viele Tage bekommen."

Rosberg und Schumacher mit Halbtagsjob

Mercedes GP beginnt am 1. Februar in Valencia mit Nico Rosberg im Cockpit. In der Mittagspause wird der Fahrer getauscht. dann nimmt Michael Schumacher Platz. Am zweiten Tag ist Nico Rosberg dran, am dritten Schumacher. Bei den folgenden Viertagestests in Jerez und Barcelona ist es einfacher, die Testtage gerecht zu verteilen. Nick Heidfeld, der Reservefahrer in spe, wird nicht zum Einsatz kommen, es sei denn, einer der Mercedes GP-Stammpiloten verletzt sich.

Paffett mit erster Fahrt im McLaren

McLaren-Mercedes geht einen anderen Weg. Die Frage ob Lewis Hamilton oder Jenson Button löst Martin Whitmarsh ganz elegant: Weder der eine, noch der andere. "Am nächsten Montag sitzt Gary Paffett in unserem Auto, und dann für je einen Tag Lewis Hamilton und Jenson Button." Eigentlich war Pedro de la Rosa schon für die McLaren-Premiere gebucht, doch der Spanier unterschrieb kurzfristig bei Sauber. "Ich konnte Pedro diese Chance nicht verbauen", erklärt Whitmarsh. "Er ist genauso heiß wie Schumacher darauf, dass er wieder Rennen fahren kann. Als Testfahrer kommst du heute kaum noch zum Einsatz."

Drei Engländer gegen drei Deutsche

So rückt DTM-Vizemeister Paffett zur Nummer eins der McLaren-Reservepiloten auf. Schon wieder eine Parallele zu Mercedes GP. Während das neue Mercedes-Werksteam mit Michael Schumacher, Nico Rosberg und möglicherweise Nick Heidfeld drei deutsche Fahrer beschäftigt, hat McLaren inklusive Paffett jetzt drei Engländer an Bord. Whitmarsh fühlt sich fast ein bisschen unwohl dabei. "Das war so nicht geplant. Wir wollten kein englisches Nationalteam. Das ist uns so zugeflogen."

Button schnappt Heidfelds Platz

Mit Button hat bei McLaren zunächst keiner gerechnet. Der Weltmeister wurde erst zum Thema, als er sich mit Ross Brawn nicht über das Gehalt einigen konnte. Whitmarsh bestätigt, dass ohne den Zufall Button Nick Heidfeld eine gute Chance auf den zweiten McLaren-Sitz gehabt hätte. "Wir halten sehr viel von Nick und wundern uns, dass er in Deutschland bei den Medien nicht so hoch im Kurs zu stehen scheint." Offenbar ist McLaren immer noch eine Option für Heidfeld, sollte er sich nicht mit Mercedes auf den Job eines Reservefahrers einigen können. McLaren hat traditionell immer zwei Ersatzpiloten beschäftigt.

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