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Formel 1-Transfer-Karussell

Acht freie Plätze, zehn Fahrer ohne Job

Esteban Guttierez & Sergio Perez - Formel 1 - GP USA - 14. November 2013 Foto: xpb 38 Bilder

Für 2014 sind noch acht Cockpits frei. Dafür bewerben sich insgesamt zehn Fahrer. Zwei müssen also auf der Strecke bleiben. Doch wen erwischt es? Am meisten sind Paul di Resta und Esteban Gutierrez gefährdet.

22.11.2013 Michael Schmidt

Das Formel 1-Feld für 2014 ist noch lange nicht komplett. Von den 22 Cockpits sind acht noch nicht bestätigt. Sauber, Force India und Caterham haben noch je zwei Arbeitsplätze zu vergeben. Bei Marussia und Lotus gibt es jeweils einen Sitz. Red Bull (Vettel, Ricciardo), Ferrari (Alonso, Räikkönen), Mercedes (Rosberg, Hamilton), McLaren (Button, Magnussen), Williams (Massa, Bottas) und ToroRosso (Vergne, Kvyat) sind dicht.
 
Auf der anderen Seite stehen zehn Piloten, die in diesem Jahr aktiv waren und offiziell noch keinen Job für die kommende Saison haben. Ihre Namen: Nico Hülkenberg, Sergio Perez, Esteban Gutierrez, Adrian Sutil, Paul di Resta, Pastor Maldonado, Heikki Kovalainen, Charles Pic, Giedo van der Garde und Max Chilton.

GP2-Piloten und Ersatzpiloten wie Sebastien Buemi, Fabio Leimer, Sam Bird, Davide Valsecchi, James Calado oder Felipe Nasr brauchen sich erst gar keine Hoffnung zu machen. Sie sollten lieber nach Alternativen wie Indy-Car oder DTM suchen, wenn sie eine neue Herausforderung anstreben.

Hülkenberg, Sutil und Maldonado mit besten Chancen auf Cockpits

Unter den zehn Kandidaten gibt es sichere Tipps und Wackelkandidaten. Nico Hülkenberg wird ein Cockpit bekommen. Entweder bei Force India oder Sauber. Wahrscheinlich aber Force India. Der Vertrag könnte schon nächste Woche unterschrieben werden. Adrian Sutil hat bereits in Austin angedeutet, dass auch er einen Vertrag unterschrieben hat. Bei Force India.

Pastor Maldonado gilt mit seiner 40 Millionen-Mitgift von PDVSA ebenfalls als sichere Bank. Die Branche tippt, dass er bei Lotus landet. Zur Absicherung verhandelt er aber auch mit Sauber und Force India. Maldonado erzählt zwar herum, dass es noch gar nicht sicher sei, ob PDVSA weitermacht, doch das klingt nach einem Ablenkungsmanöver. Das venezolanische Ölkartell will Proteste in der Heimat vermeiden.

Der Großsponsor muss nächstes Jahr nicht nur Maldonados Platz bei Lotus bezahlen, sondern auch noch Williams für die vorzeitige Vertragsauflösung abfinden. Man spricht von 35 Millionen Euro Schmerzensgeld. Maldonado muss eines klar sein, ohne seinen Sponsor im Rücken landet er nirgendwo.

Perez oder Gutierrez: Wer hat den besseren Draht zu Slim?

Das hat auch Sergio Perez kapiert. "Nur bei den vier Top-Teams kommst du noch ohne Kohle unter." Er versucht gerade wieder den alten Kontakt zu Telmex herzustellen, den er letztes Jahr in einem Anflug von Überheblichkeit gekappt hatte. Auch Esteban Gutierrez hängt an der Nabelschnur mexikanischer Sponsoren. Gerüchte, Sauber hätte ihm gekündigt, wurden vom Team nicht bestätigt. Mexiko wird sich im nächsten Jahr höchstens einen Fahrer leisten können. Den Ausschlag könnte geben, wer den besseren Draht zu Strippenzieher Carlos Slim junior hat.
 
Geld hält auch Max Chilton in Geschäft. Der Engländer, der bis jetzt alle 18 Rennen beendet hat, winkt mit einer Mitgift von 12 Millionen Euro. Er würde gerne für Force India fahren, wird aber wahrscheinlich wieder bei Marussia landen. Und baut schon einmal vor. "Das Team kenne ich. Da kann ich nächstes Jahr auf dem aufbauen, was ich in dieser Saison gelernt habe."

Für Paul di Resta wird es eng

Bei Charles Pic und Giedo van der Garde wird es zu einem Wettrennen um die größte Mitgift kommen. Caterham würde gerne wieder Heikki Kovalainen zurückholen. Das Team hat gemerkt, dass man im Kampf um Platz 10 gegen Marussia besser einen erfahrenen und schnellen Fahrer im Auto hat. Jules Bianchis 13. Platz beim GP Malaysia hat das Rennen um den letzten Platz in Bernie Ecclestones Club möglicherweise vorzeitig entschieden.

Wenn Hülkenberg und Sutil bei Force India ein deutsches Doppel bilden, wird es für Paul di Resta eng. Der Schotte läuft seit drei Rennen mit einem langen Gesicht durch das Fahrerlager. Seine Tage sind möglicherweise gezählt. Force India gab Sutil den Vorzug. Grund: Mit betonharten Pirelli-Reifen für 2014 zählt Speed und nicht Reifenschonen. Und nur beim pfleglichen Umgang mit den Reifen konnte di Resta gegen Sutil punkten. Unser Tipp: Von den zehn Kandidaten sind Di Resta und Gutierrez am meisten gefährdet.

Wer hätte Ihrer Meinung nach am ehesten ein Cockpit verdient? Schreiben Sie uns!

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