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Formel 1 vor Verkauf?

Foto: dpa

Bernie Ecclestone hat seinen Vorschlag eines neuen Concorde Agreements an die Teams verteilt. Darin enthalten sind allerdings zwei Klauseln, die für Zündstoff sorgen.

30.07.2008 Michael Schmidt

Demnach soll ab 2010 die Kontrolle über die Formel 1 von der FIA an die Nachfolgeorganisation der FOM (Formula One Management) namens FOAM übergehen. Das allerdings will die FIA so nicht akzeptieren. Das Abkommen lässt auch offen, wer ab 2010 der Vertragspartner der Teams in kommerziellen Fragen sein wird. Die Teams, die sich am Dienstag (29.7.) im italienischen Maranello auf eine gemeinsame Strategie verständigt haben, verlangen Klarheit.

Hinweis auf Verkaufsabsichten

Schon vorher hatte Rechteinhaber CVC versucht, das Vetorecht der FIA bei einem Besitzerwechsel aufzuweichen. Damit deutet alles darauf hin, dass CVC verkaufen will. Ecclestone dementiert: "In naher Zukunft ist kein Verkauf geplant." Selbst FIA-Präsident Mosley hält einen Verkauf für unwahrscheinlich. "Die Weltwirtschaft ist angespannt, es ist schwer, von Banken Kredit zu bekommen. In einem Jahr kann das aber vermutlich schon wieder anders aussehen."

Vor einer Veräußerung der Rechte müsste allerdings erst einmal ein neues Concorde Abkommen her. Erst mit dem Stabilitätspakt zwischen FIA, den Rechteinhabern und den Teams bekommt die Aktie Formel 1 einen Wert. Deshalb drängt F1-Boss Ecclestone die Teams zur Unterschrift.

Forderungen warten

Warum aber die Eile? CVC hat den Preis für die Rechte über 1,2 Milliarden Dollar bei der Royal Bank of Scotland finanzieren lassen. Die Tilgung ist abgeschlossen, aber nun müssen laut Vertrag die Zinsen bedient werden. CVC drückt auch noch ein weiterer Kredit. Auch die 313 Millionen Dollar, die 2001 für den Erwerb der TV-Rechte über 100 Jahre an die FIA gingen, sind fremdfinanziert.

Der Vertrag wird 2010 wirksam. Die Schweizer Firma Kamos hat die Schuld gekauft und verlangt nun Rückzahlung samt Zinsen und Bußgeld. Für Herbst soll eine Klage anberaumt sein.

Wer steckt hinter Kamos und CVC?

Viele glauben, Ecclestone selbst. Wenn CVC schnell verkauft, würden auch die Verbindlichkeiten weitergereicht. Ein möglicher Interessent sind die Teams. Sie bekämen ohne Probleme Kredit bei den Banken. Die Formel 1 nimmt mehr als eine Milliarde Dollar pro Jahr ein.

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