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Formel 1-Wettrüsten

Ferrari und BMW mit halbneuen Autos

BMW-Sauber F1.09 Foto: Daniel Reinhard 19 Bilder

Bis auf Red Bull haben alle Teams Neuheiten im Gepäck für den GP Barcelona. Ferrari und BMW präsentieren das größte Paket an Neuentwicklungen. Man kann dabei fast von einem halbneuen Auto sprechen.

08.05.2009 Michael Schmidt

Keiner will Prognosen abgeben. "Ich weiß, dass wir schneller sein werden, aber ich weiß nicht um wie viel", bedauerte Ferrari-Star Felipe Massa. Der Vize-Weltmeister fügt hinzu: "Ich hoffe, dass es zum Gewinnen reicht." Das wäre ein Quantensprung. Bislang dümpelte Ferrari im Mittelfeld herum.
 
Ferrari modifizierte die Flügel vorne und hinten, die komplette Verkleidung, die Leitbleche, den Diffusor. Die Ingenieure sprechen vom größten Schritt seit Jahren. "Hoffentlich reproduzieren sich die Daten auch auf der Strecke." Das Konstruktionsbüro arbeitet seit drei Monaten an diesem Paket.

BMW-Sauber zeigt sich hochnäsig

Auch BMW steht mit dem Rücken zur Wand. Als der runderneuerte F1.09 in die Boxengasse gerollt wurde, glaubte man ein anderes Auto zu sehen. Die Nase ist immer noch breit, dafür etwas spitzer und eine Handbreit höher. Der immer noch sehr eckige Frontflügel wurde adaptiert. Hinter der Vorderachse geht es mit den Änderungen weiter. Die Seitenkästen sind stärker tailliert, weil im Inneren alles umgebaut wurde.
 
Der Heckflügel hat wie beim Red Bull längere Endplatten, und auch der Diffusor wurde erneuert. Es ist noch nicht der Doppeldecker wie bei Brawn GP, Toyota und Williams, aber trotzdem ein ordentlicher Schritt nach vorne. Wie weit, bleibt bis zum Samstag geheim. "Erst dann wissen wir, ob die Zahlen stimmen", sagt Technikkoordinator Willy Rampf. Der Schritt muss sich lohnen. Die BMW-Truppe arbeitet in mehreren Projektgruppen seit Ende Januar daran.

Neuer Diffusor fürs Alonso-Heimspiel

Renault bringt eine zweite Version seines doppelstöckigen Diffusors - wieder als Einzelstück für Alonso. Dazu kommen ein neuer Heckflügel und Radabdeckungen, die allein zwei Zehntel bringen sollen. "Wenn die anderen auch schneller werden, wird sich an der Reihenfolge nicht viel ändern", fürchtet Fernando Alonso.

Nico Rosberg erwartet von BMW und Ferrari den größten Sprung. Williams hat die zweite Stufe des Evo-Pakets mit im Gepäck. Die erste brachte in Bahrain nicht den erwarteten Fortschritt. Auf den modifizierten Diffusor folgt in Barcelona eine neue Nase. Williams musste damit noch einmal durch die Crashtest-Prozedur.

Toyota mit Blick auf die Konkurrenz

Toyota hat an den Flügeln gearbeitet. Der vordere ist eine Kopie vom Brawn GP, der hintere eine vom Red Bull. Die beiden besten Teams der ersten vier Rennen gingen getrennte Wege. Red Bull tritt beim fünften Saisonrennen praktisch unverändert an. Mark Webber hat das leichtere Getriebegehäuse aus Karbon, das ihm ein paar Kilogramm Ballast zum Ausbalancieren des Autos schenkt.

Sebastian Vettel muss damit bis zum GP Monaco warten, weil er wegen seines Unfalls in Melbourne in einem anderen Getriebe-Rhythmus ist als sein australischer Kollege. Sein Getriebe absolviert in Barcelona das vierte Rennen. Würde Vettel schon in Spanien auf das Karbonteil wechseln, müsste er fünf Startplätze zurück.

Spitzenreiter Brawn GP legt nach

WM-Spitzenreiter Brawn GP hat die Hände nicht in den Schoß gelegt. Das Auto wurde abgespeckt, einige Komponenten wie ein Ölkühler wurden auf den Fahrzeugboden verlegt, und auch aerodynamisch erscheint der Brawn GP in neuem Kleid. Die Motorabdeckung und der Unterboden sind neu. Je nach Darstellungsweise soll das neue Paket zwischen drei und sechs Zehntel bringen.

Auch bei Force India lassen sich Veränderungen erkennen. Nachdem der neue Doppeldiffusor in Bahrain sein erfolgreiches Debüt gab, wird in Barcelona schon eine Weiterentwicklung des Unterbodens präsentiert. Auch vorne gibt es Neues: Am Frontflügel lassen sich nun die Flaps manuell aus dem Cockpit verstellen. Bisher hatte Force India auf diese seit dieser Saison erlaubte Technik verzichtet.

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