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Formel 1 wird schneller

Verbesserung von 1,6 bis 2,4 Sekunden

Marcus Ericsson - Sauber - Formel 1-Test - Barcelona - 19. Februar 2015 Foto: xpb 25 Bilder

Interne Pirelli-Daten verraten es. Die Formel 1 ist in diesem Jahr deutlich schneller geworden. Je nach Reifenmischung zwischen 1,6 und 2,4 Sekunden. Warum? bessere Reifen, stärkere Motoren, mehr Abtrieb.

07.03.2015 Michael Schmidt

Diese Erkenntnis ist keine Überraschung: Die Formel 1 wird schneller. Das tut sie immer über den Winter. Doch in diesem Jahr wird der Sprung besonders groß sein. Das haben die Testfahrten von Barcelona bereits angedeutet. Pirelli hat die Rundenzeiten mit der Qualifikation zum GP Spanien 2014 und den Testfahrten nach dem Grand Prix miteinander verglichen. Und dabei eine erstaunliche Steigerung von 1,6 bis 2,4 Sekunden pro Runde festgestellt.

Ein bisschen muss man bei den Deltas zwischen 2014 und 2015 noch abziehen. Der Circuit de Barcelona-Catalunya ist in den kühlen Wintertagen immer eine Spur schneller als beim Grand Prix. Trotzdem zeigen die Vergleichswerte einen interessanten Trend. Auch bei den einzelnen Teams. Ferrari, Williams und Sauber haben mehr Rundenzeit gefunden als Klassenprimus Mercedes.

Sauber mit größter Steigerung 2015

Beim GP Spanien 2014 brachte Pirelli die Mischungen "medium" und "hart" mit. Bei den anschließenden Testfahrten gab es auch noch den Reifentyp "soft" zur Auswahl. Im Vergleich der harten Reifen ist Mercedes um 0,669 Sekunden schneller als im Abschlusstraining zum GP Spanien geworden, Red Bull um 0,674 Sekunden, Ferrari um 1,457 Sekunden und Williams um 1,623 Sekunden.

Bei den weicheren Medium-Reifen werden ebenfalls deutliche Steigerungen notiert. Mercedes verbessert sich um 1,051 Sekunden, Ferrari um 1,937 Sekunden und Williams um 1,945 Sekunden. Am besten schneidet Sauber im Vergleich ab. Das Delta beträgt 2,167 Sekunden zugunsten des 2015er Autos. Der Unterschied zu den 2014er Testfahrten fällt ähnlich aus.

Die weiche Mischung gibt nur bei zwei Teams eine Aussage her. Beim Grand Prix kam sie nicht zum Einsatz. Und bei den Testfahrten in der Woche danach haben nur Ferrari und Sauber die Soft-Reifen ausprobiert. In diesem Winter waren die Rundenzeiten damit im Fall Ferrari um 2,497 Sekunden und im Fall Sauber um 2,901 Sekunden schneller.

Neue Motoren mit konstant über 800 PS

Bis der GP-Zirkus am 10. Mai wieder in Barcelona aufschlägt, haben die Ingenieure vermutlich weitere Zehntel weggefeilt. Die schnelleren Rundenzeiten haben drei Gründe. Zum einen mehr Power aus den Antriebseinheiten. Man hört, dass alle Motorhersteller jetzt konstant über 800 PS liegen. Zum zweiten die Aerodynamik. Über den Winter finden die Design-Teams in der Regel zwischen 5 und 10 Prozent mehr Abtrieb.

Auch die Reifen sind ein Faktor. Pirelli hat mit der neuen Konstruktion der Hinterreifen die Auflagefläche erhöht. Damit verteilt sich die Hitze besser über die Lauffläche. Die Sohlen überhitzen in den schnellen Kurven nicht mehr so schnell und haben damit in den langsameren Ecken mehr Grip.

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