Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Formel 1 WM 2010

Auch Williams hat sich eingeschrieben

GP Monaco 2009 Foto: dpa 64 Bilder

Williams hat sich als erstes der aktuellen Teams für die Formel 1-WM 2010 eingeschrieben. Der englische Rennstall schert damit aus der von der Teamvereinigung FOTA angestrengten Verweigerung aus.

25.05.2009 Michael Schmidt

Das Ringen um ein tragfähiges Modell für die Zukunft der Formel 1 ist in eine neue Phase getreten. Am Sonntagmorgen (24.5.) hatten sich die zehn in der FOTA organisierten Teams auf drei Punkte geeinigt: Man will sich weiter Gedanken über die Kostenreduzierung machen, ohne das Unwort Budgetdeckel zu benutzen. Man will auf der Basis des 2009er Reglements weiterdiskutieren. Und man will das Concorde Abkommen mit einer Startgarantie bis 2012 unterzeichnen.

Williams als Streikbrecher

Der Haken dabei: Diese Garantie wurde bislang nur von den Sportchefs abgesprochen. Bis jetzt hat weder bei BMW, Mercedes, Renault noch bei Toyota die Vorstandsetage schriftlich die Teilnahme bis 2012 bestätigt. Die treibenden Kräfte in der FOTA, Ferrari, Renault und Toyota, versuchten den Teams das Versprechen abzuringen, sich so lange nicht für die Formel 1-WM 2010 einzuschreiben, bis nicht eine Lösung in dem Streit mit der FIA gefunden wurde. Streikbrechern wurde damit gedroht, dass es andernfalls keine Motoren von den in der FOTA organisierten Herstellern gebe.

Trotzdem hat sich Williams als erstes FOTA-Team für die nächstjährige Formel 1-Weltmeisterschaft eingeschrieben. Geschäftsführer Adam Parr begründete den Schritt damit, dass Williams sowohl mit der FIA als auch den kommerziellen Rechteinhabern bindende Verträge bis 2012 habe. Gleiches trifft übrigens für Ferrari zu. Parr sieht die Aktion nicht als Anschlag auf die FOTA: "Wir unterstützen weiter die Linie der FOTA und werden mitarbeiten, einen gemeinsamen Weg zur Kostenreduzierung zu finden, so dass einerseits die großen Teams damit zufrieden sind, andererseits kleine Teams teilnehmen können."

Motorenpartnerschaft mit Toyota beendet?

Da Williams sich nicht an dem Motoren-Embargo stört, ist davon auszugehen, dass die Ehe mit Toyota beendet ist. Ein weiteres Indiz für die immer lauter werdenden Rückzugsgerüchte um Toyota. Williams könnte seine Kontakte zu Cosworth auffrischen, aber auch bei Mercedes anklopfen.
 
Mercedes nimmt in dem Konflikt zwischen Teams und FIA eine gemäßigte Rolle ein. Zu dem Zeitpunkt, als die FOTA-Teams in Monte Carlo im Renault-Motorhome tagten, trafen sich Max Mosley und Bernie Ecclestone mit Mercedes-Finanzchef Bodo Uebber und Rennleiter Norbert Haug. Der Vorschlag, ein Budgetlimit stufenweise von 100 auf 40 Millionen Pfund einzuführen, stammt von Mercedes. Die FIA macht dem schwäbischen Autokonzern die Formel 1 mit dem Vorschlag schmackhaft, Großlieferant für Motoren und KERS zu werden.

Umfrage
Kann die Formel 1 ohne Ferrari leben?
Ergebnis anzeigen
Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden