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Ferrari im WM-Finale

Ferrari hat keinen Motorenjoker mehr

Ferrari F1 Motor 2009 Foto: xpb 37 Bilder

Ferrari hat das zuverlässigste Auto im Feld. Alonso und Massa haben 99,4 Prozent aller möglichen Rennrunden abgespult. Trotzdem müssen die Roten im WM-Finale zittern. Nach der Motorseuche bei den ersten vier Rennen liegt man zwar im Plan, hat aber keine Reserve mehr.

17.09.2010 Michael Schmidt

In Monza kamen fast ausschließlich neue Motoren zum Einsatz. Keiner wollte seinen Triebwerken die Doppelbelastung Spa-Monza zumuten. Außer denen, die wie Rubens Barrichello in Belgien nicht mal eine Runde weit kamen.

Motorenkontigent an Fahrzeug gebunden

Das Einsatzprotokoll der FIA zeigt, dass Pedro de la Rosa als einziger im Feld sein Kontingent von acht Motoren überzogen hat, wofür er in Spa mit dem letzten Startplatz büßen musste. Dem Spanier kann es egal sein. Das Problem hat jetzt Nick Heidfeld, denn das Motorenkontingent ist an das Fahrzeug und nicht den Fahrer gebunden. Bei einem weiteren Motortausch muss Heidfeld zehn Startplätze zurück.

Die Ferrari-Piloten weihten in Monza ihren jeweils achten Motor ein. Alle anderen im Feld haben noch ein frisches Aggregat für die restlichen fünf Rennen in Reserve. Auch Mark Webber, der in Malaysia eines seiner acht Triebwerke im Training verlor. Renault hat am meisten Luft. Robert Kubica und Vitaly Petrov können noch auf zwei neue Motoren zurückgreifen. Sie haben in Monza erst Nummer sechs ihres Kontingents eingeweiht.

Probleme bei Ferrari zu Saisonbeginn

Ferrari geriet ins Hintertreffen, weil es bei den ersten vier Rennen zu Problemen mit den Dichtungen im pneumatischen Ventiltrieb kam. Man erzählt sich, dass eine aggressive Schmierstoffentwicklung zur Verringerung der inneren Reibung den Dichtungen zu sehr zugesetzt hatte. Darüber hinaus liefen die Ferrari-Achtzylinder bei kritischen Wetterbedingungen zu heiß. Und es ist wegen der kurzen Boxenstopps nicht mehr möglich, den pneumatischen Ventiltrieb mit Luft zu füttern. Die FIA erlaubte Ferrari auf das Problem zu reagieren. Seit dem GP Spanien hat man keinerlei Klagen mehr gehört.

Werden Ferraris Motorschäden zu Saisonbeginn jetzt zum Boomerang? Nur wenn noch ein Motor platzt. Dann hat man im Gegensatz zu den Rivalen keinen Joker mehr in der Hinterhand. Verläuft alles nach Plan, muss sich Fernando Alonso keine Sorgen machen. Die für die restlichen fünf Grand Prix vorgesehenen Triebwerke haben exakt den Kilometerstand, der vor der Saison kalkuliert worden war, um mit acht Aggregaten über die Runden zu kommen. Das erklärt sich damit, dass die Motoren, die für das Rennen nicht mehr in Frage kommen, am Freitag länger gefahren werden als ursprünglich geplant. Fernando Alonsos Freitagsmotor in Monza hatte schon 2.400 Kilometer auf der Uhr. Normalerweise erfolgt ein Tausch spätestens nach 2.200 Kilometern.

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