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FOTA-Meeting in Abu Dhabi: Diskussion über Sparplan verschoben

In Abu Dhabi wollten die Formel 1-Teams Klarheit über den Kostenreduzierungsplan. Das entscheidende Treffen wurde in letzter Minute abgesagt und auf Brasilien verschoben. Grund: Red Bull hatte einen eigenen Vorschlag eingebracht.

Dieses Treffen könnte das Schicksal der Teamvereinigung FOTA bestimmen. Wenn die zwölf Rennställe den Ende 2009 ins Leben gerufenen Kostenreduzierungsplan nicht absegnen, dann könnte es zum großen Familienkrach kommen. Die FOTA ist zum ersten Mal richtig gefordert. Bis jetzt war es einfach, Einigkeit zu zeigen. Doch die Kostenbremse ist ein Thema, bei der es mindestens zwei Meinungen im Feld gibt.

Die entscheidende Sitzung war für Abu Dhabi geplant. Sie war vorher schon ein paar Mal ohne Ergebnis vertagt worden. Quertreiber ist Red Bull. Die anderen verdächtigen das Weltmeisterteam, sich nicht an die Regeln gehalten zu haben.

Es gibt keine Beweise, aber Indizien. Der Aufwand, den Red Bull bei der Entwicklung betreibt, sei mit der vorgegebenen Grenze von 315 Mitarbeitern und 30 Millionen Euro für Fremdleistungen nicht zu schaffen. Beim Thema Windkanal und Computerkapazität habe der derzeitige Klassenprimus die Grenzwerte mit fadenscheinigen Begründungen sehr freizügig ausgelegt. Bei einer Kontrolle des holländischen Wirtschaftsprüfungsunternehmen CapGemini habe es mehr Fragen als Antworten gegeben. Zahlen wolle Red Bull überhaupt nicht offenlegen.

Marko wehrt sich gegen Vorwürfe

Red Bull-Berater Helmut Marko wehrt sich gegen die Vorwürfe: "Wir haben das geleistet, wozu uns das Abkommen verpflichtet. Zu mehr sind wir nicht bereit. Die Gegner sind doch nur neidisch darauf, dass wir effizienter arbeiten als sie selbst. Jetzt schießen sie aus allen Richtungen auf uns, in der Hoffnung etwas zu treffen."

Marko hält das bestehende Abkommen, das Ende 2012 ausläuft, für ungerecht: "Wenn Mercedes 450 Leute in seiner Motorenabteilung beschäftigen darf, lassen wir uns nicht die Zahl der Mitarbeiter in unserem Aerodynamikbüro vorschreiben."

Red Bull bringt Treffen zum Scheitern

Tatsächlich war es wieder Red Bull, die das für Abu Dhabi angesetzte Treffen zum Scheitern gebracht haben. Zwei Tage vor der Sitzung reichte Red Bull einen eigenen Vorschlag ein, wie in Zukunft der Kostenreduzierungsplan auszusehen habe. Daraufhin sagte FOTA-Chef Martin Whitmarsh das Treffen ab. Den anderen Teams fehlte schlicht die Zeit, sich auf den Red Bull-Vorstoß vorzubereiten. Das lag auf der Hand.

Da muss man sich fragen, ob Red Bull sein Konzept nicht absichtlich so spät eingereicht hat, um einen Aufschub zu erwirken. Die anderen Teams sind sauer auf die Verzögerungspolitik und die Alleingänge von Red Bull. Sie werfen der Weltmeistertruppe eine unerträgliche Arroganz vor. "Denen ist der Erfolg zu Kopf gestiegen. Jetzt glauben sie offenbar, ihnen gehört die Formel 1."

Michael Schmidt

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xpb

Datum

10. November 2011
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