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Formel 1-Umweltprogramm

FOTA verpasst sich grünen Anstrich

Vitaly Petrov Foto: xpb 27 Bilder

Motorsport und Umweltschutz stehen sich normalerweise nicht besonders nahe. Doch die Formel 1 will sich in Zukunft ein grüneres Image geben. Die Teams und der Weltverband arbeiten fieberhaft daran, die Treibhausgase in der gesamten Versorgungskette zu verringern.

30.06.2010 Tobias Grüner

Die Formel 1 ist schnell, die Formel 1 ist gefährlich, die Formel 1 ist aufregend - aber ist die Formel 1 auch umweltfreundlich? Dieser Frage ist das britische Unternehmen "Trucost" nachgegangen, das im Auftrag der Formel 1-Teamvereinigung (FOTA) die Kohlenstoffdioxid-Emissionen gemessen hat. In der externen Studie wurde nicht nur der Ausstoß der Formel 1-Boliden selbst, sondern die gesamte Bandbreite der Aktivitäten von F1-Teams und ihren Zulieferern erforscht und analysiert.

Dabei ist wenig überraschend herausgekommen, dass die Emissionen, die bei Rennen und Testfahrten entstehen, nur einen kleinen Teil des gesamten CO2-Austoßes ausmachen. Laut McLaren-Chef Martin Whitmarsh sei man aber bereits auf einem guten Weg, umweltfreundlicher zu werden. "Die gute Nachricht ist, dass die gemeinsamen Anstrengungen von FIA und FOTA in den Bereichen Effizienzsteigerung und Ressourcen-Limitierung in der Formel 1 bereits ermöglicht haben, die CO2-Emissionen der Formel 1 insgesamt zu reduzieren."

12,4 Prozent weniger CO2 bis 2012

Das sei aber noch nicht genug. In den nächsten Jahren verfolgen die Teams ehrgeizige Ziele: "Auf dem Erreichten aufbauend und einkalkulierend, was wir jetzt planen, gehen wir davon aus, die gesamten CO2-Emissionen der Formel 1 im Jahr 2012 um 12,4 Prozent gegenüber 2009 reduziert zu haben", so Whitmarsh. Der FOTA-Chef setzt sich dafür ein, dass die Einhaltung der Ziele des Umweltprogramms durch Analysen überprüft und die Emissionen wenn möglich noch weiter reduziert werden. "Wir wollen erkennen und umsetzen", so Whitmarsh.

Ein wichtiger Punkt, wie die Formel 1 einen Beitrag zum Umweltschutz leisten kann, ist die Entwicklung effizienter Motoren. Die Erkenntnisse aus der Königsklasse sollten sich idealerweise auch in vereinfachter Form irgendwann im Serienbau wiederfinden. Die Teamvereinigung verweist dabei auf die Erfolge der Vergangenheit: Turbo-Aufladung, Kraftstoffeinspritzung, variable Ventilsteuerungszeiten oder Bremsenergie-Rückgewinnungssysteme (KERS) - diese Errungenschaften wurden allesamt in der Formel 1 entwickelt, heißt es in dem am Mittwoch (30.6.) veröffentlichten Statement.

Neuer Antrieb soll effizienter werden

Die Pionierrolle der Formel 1 soll auch in Zukunft erhalten werden, "damit weiterhin Technologien hervorgebracht werden, die den heutigen und zukünftigen Herausforderungen unserer Gesellschaft gerecht werden und anwendbar sind für Produkte, die der Menschheit langfristig zu Gute kommen."

So soll der grüne Gedanke bei der Planung der neuen Motorformel für das Jahr 2013 nicht zu kurz kommen. Die Formel 1 wolle beim neuen Antrieb Technologien einbeziehen, welche dafür ausgelegt sind, die Effizienz beim Kraftstoffverbrauch zu erhöhen, heißt es. Es ist sehr wahrscheinlich, dass der neue F1-Motor nur noch über 1,6 Liter Hubraum verfügt und von einem Turbo unterstützt wird.

Wettbewerbesvorteil durch geringeren Verbrauch

"Gleichzeitig werden Änderungen im sportlichen Reglement dafür sorgen, dass der Wettbewerbsvorteil durch geringeren Benzinverbrauch erhöht wird", versprechen die Team. FOTA-Whitmarsh fügt abschließend hinzu: "Für die Formel 1 ist diese Zeit sehr spannend, und ich bin froh, dass es unser Sport geschafft hat, mit diesem Umweltprogramm eine globale Führungsrolle einzunehmen."

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