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FOTA-Wunsch

Mehr Tests ohne Zusatzkosten?

Fahrerlager Nürburgring Foto: dpa 57 Bilder

In Suzuka sprachen sich einige Teamchefs erneut für eine Lockerung des Testverbots aus. Allerdings dürfen die zusätzlichen Tests nichts kosten. Auch bei Reifenlieferant Bridgestone gibt es Vorbehalte wegen des zusätzlichen Aufwands.

03.10.2009 Tobias Grüner

Die Formel 1-Piloten hatten diese Saison einen ruhigen Job. Ohne Tests gab es neben den 17 Rennen viel Freizeit für das fahrende Personal. Das wird sich in der Winterpause nicht ändern. "Wir haben diesen Test für Nachwuchsfahrer am Jahresende. Aber wenn die Einsatzpiloten in Abu Dhabi aus ihrem Auto aussteigen, werden sie erst Anfang Februar ins Cockpit zurückkehren", erklärte Red Bull-Teamchef Christian Horner.

Testfahrten vs. Kostenreduktion

Vor dem ersten Rennen stehen jedem Fahrer somit rund sieben Testtage zur Verfügung. "Und damit hat es sich dann für das ganze Jahr." Über die Wiedereinführung von Testfahrten wird bereits innerhalb der Teamvereinigung diskutiert. Allerdings sparen sich die Teams ohne Testfahrten viel Geld. Mehr Testfahrten würden die Sparbemühungen konterkarieren. "Wir müssen darauf achten, dass Teams bei einer Wiedereinführung von Testfahrten nicht gezwungen werden, wieder neue Leute einzustellen, um ein eigenes Test-Team aufzubauen", warnte Horner.
 
Momentan reiche die Mannschaft aus, die für die Vorbereitung und Wartung der Autos bei den Rennen dabei ist. Auch Horners Kollege von Toyota, John Howett, würde liebend gerne wieder mehr testen. "Wir würden gerne, aber es gibt noch einige Hürden. Das muss genau ausgearbeitet werden. Das Problem, wie man junge Fahrer an die Forme 1 heranführt in Kombination mit den Testeinschränkungen, da muss man eine Lösung finden.

Keine zusätzlichen Ressourcen

Renault Teamchef Bob Bell würde zusätzlichen Tests für junge Piloten auch zustimmen. Allerdings darf es nicht zu teuer werden: "Wenn wir einen Weg zum Testen finden, der unsere Kosten nicht deutlich steigen lässt und der mit den vorhandenen Ressourcen durchgeführt werden kann, dann sollten wir das in Betracht ziehen. Aber es müssen diese Voraussetzungen herrschen."
 
Bei den Testfahrten haben aber nicht nur die Teams ein Mitspracherecht. Auch Bridgestone müsste bei einer Erweiterung mitspielen. Mehr Tests bedeuten auch für den japanischen Reifenlieferanten mehr Kosten. "Wir müssen uns auch an unser Budget halten", erklärte Bridgestone Motorsportdirektor Hiroshi Yasukawa. "Wir müssten extra Reifen vorbereiten, zusätzliches Personal bereitstellen und die Logistik abwickeln. Diese Dinge müssen wir bedenken."

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