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Erste F1-Fotos aus Aserbaidschan

Formel 1-Umzug mit 400 Tonnen

Aufbau - Formel 1 - GP Aserbaidschan - Baku - 14. Juni 2016 Foto: sutton-images.com 90 Bilder

Um Mitternacht waren in Montreal nach dem Rennen die Formel 1-Zelte abgebaut. Zwei Tage später waren sie 8.956 Kilometer entfernt in Baku wieder aufgestellt. Vier Fracht-Jumbos und drei Boeing 777 haben Mensch und Material über acht Zeitzonen nach Aserbaidschan gebracht. Wir haben die Bilder vom Aufbau.

15.06.2016 Michael Schmidt

Es ist eine logistische Meisterleistung und ein Wahnsinn zugleich. Die Formel 1 zieht um. Mit 400 Tonnen Material und rund 800 Menschen. Von Montreal nach Baku. Dazwischen liegen 8.956 Flugkilometer, acht Zeitzonen und 13 Stunden Flugzeit. Wenn es einen Direktflug gäbe.

Der steht normalerweise nicht auf den Flugplan. Die Formel 1 hat deshalb 3 Boeing 777 von Korean Air gechartert, um einen Großteil der Teams vom St-Lorenzstrom ans Kaspische Meer zu bringen. Der Shuttle hob am Montagmorgen in Kanada ab und traf in der Nacht zum Dienstag in Aserbaidschan ein.

Wer keinen Platz auf den Direktmaschinen bekam und nicht den Luxus eines Privatjets in Anspruch nehmen kann, reiste über die Drehkreuze Frankfurt und Istanbul an die neueste Formel 1-Destination.

So auch Sauber. Teammanager Beat Zehnder macht deutlich, dass Formel 1-Globetrotter viel Ausdauer mitbringen müssen. „Der Großteil der Mannschaft flog am Montagabend von Montreal nach Zürich. Ankunft um 6 Uhr, dann 4 Stunden Aufenthalt und dann gleich weiter über Istanbul nach Baku. Um 21 Uhr sind wir gelandet. Die Ingenieure sind einen Tag länger im Büro geblieben. Sie kommen mit dem gleichen Flug am Mittwochabend in Baku an.“

Boxen-Einrichtung wichtiger als Autos

Es gibt aber auch noch eine Vorhut. Vier Sauber-Mitarbeiter haben Montreal schon am Samstagabend verlassen. Sie sind seit Montag in Baku und kümmerten sich am Dienstagmorgen um die Seefracht-Container. Die Seefracht wird in der Regel 45 Tage vor den Rennen von den Teams auf die Reise geschickt. Egal, an welches Ziel. In diesem Fall kam sie direkt aus Sochi.

In Montreal hatte es der Formel 1-Zirkus am Sonntagabend mindestens so eilig wie die 22 Fahrer beim Grand Prix. Um Mitternacht musste das komplette Material, von den Autos bis zur Boxeneinrichtung, in Container gepackt sein.

Jedes Team gab den Formel 1-Logistikern eine Prioritätenliste, welche der Q7-Container in Baku zuerst durch den Zoll müssen. Es sind nicht etwa die Frachtkisten mit den Autos, wie Zehnder erklärt: „Viel dringender ist die Boxeneinrichtung. Sie muss Dienstagmittag im Fahrerlager in Baku angeliefert werden, damit wir am Mittwoch mit dem Aufbau fertig sind.“

Erste Fotos vom Aufbau in Baku

Die Autos und ihre Ersatzteile trafen erst am Mittwochmorgen an der Rennstrecke ein. Zeit genug, sie bis zur technischen Inspektion am Donnerstagabend zusammenzubauen. Der Trip geht den Menschen an die Substanz. Zehnder resümiert: „Es ist hart, aber machbar. Die Teams haben sich auf diese Rennen innerhalb einer Woche eingespielt. Auch über Kontinente hinweg. 2010 haben wir Sao Paulo und Abu Dhabi in einer Woche geschafft.“

Das war aber nicht die härteste Prüfung. Die stand den Formel 1-Teams 2014 bevor, als der Tross innerhalb von 7 Tagen von Suzuka nach Sochi umgezogen ist. „Da hat uns der Taifun in Japan einen Strich durch die Rechnung gemacht, weil viele Flüge abgesagt wurden. Ich musste unsere Mannschaft komplett umbuchen und auf 4 Flugzeuge verteilen. Da waren alle erst am Mittwochmorgen in Sochi“, erinnert sich Zehnder.

In unserer Galerie haben wir die ersten Bilder vom Aufbau an der neuen Strecke in Aserbaidschan.

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