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GP Bahrain 2014 (Ergebnis Rennen)

Hamilton gewinnt Silber-Krimi

Start - GP Bahrain 2014 Foto: xpb 76 Bilder

Lewis Hamilton hat den Grand Prix von Bahrain gewonnen. In einem spektakulären Rennen mit zahlreichen Höhepunkten setzte sich der Mercedes-Pilot knapp vor Teamkollege Nico Rosberg durch. Auf Rang 3 jubelte Force India-Pilot Sergio Perez.

06.04.2014 Tobias Grüner

Die Kritiker der Formel 1 dürften nach dem Grand Prix von Bahrain verstummt sein. Die Königsklasse hat beim Nachtrennen in der Wüste Abendunterhaltung der besten Sorte geboten. Ein Zweikampf folgte auf den anderen. Die Fans konnten Überholmannöver am laufenden Band beobachten. Besonders das Teamduell bei Mercedes um den Sieg elektrisierte die Zuschauer. Am Ende setzte sich Lewis Hamilton mit 1,085 Sekunden Vorsprung gegen Nico Rosberg durch.

Rosberg kämpft hart aber erfolglos gegen Hamilton

Allerdings sah es 10 Runden vor dem Ende noch danach aus, als könne Rosberg das silberne Duell für sich entscheiden. Ein Crash zwischen Esteban Gutierrez und Pastor Maldonado hatte eine Safety-Car-Phase zur Folge. Da beide Mercedes auf unterschiedlichen Reifenstrategien unterwegs waren, hatte Rosberg mit den weichen Gummis den Vorteil. Doch Hamilton, der schon am Start die Spitze übernommen hatte, konnte in den Schlussrunden alle Attacken abwehren.
 
"Das war ganz schön aufregend. Ich war die ganze Zeit am Verteidigen. Das war so schwer. Ich war echt erleichtert, als ich über die Ziellinie gefahren bin. Ein Lob an Nico, er hat hart aber fair gekämpft", strahlte Hamilton nach seinem zweiten Sieg in 7 Tagen.
 
Rosberg grinste dagegen etwas gequält: "Es gefällt mir natürlich gar nicht hinter Lewis zu landen. Aber das war auf jeden Fall das aufregendste Rennen, das ich je gefahren bin. Ich denke wir haben den Fans eine gute Show geboten. Lewis hat einen guten Job gemacht und sich gut verteidigt. Das war ein Mega-Fight."

Perez sorgt für Force India-Podium

Hinter den unangreifbaren Werks-Mercedes fuhr Sergio Perez auf Rang 3 über die Ziellinie. Auch im Force India-Teamduell ging es hart zur Sache. In Runde 26 konnte Perez an Nico Hülkenberg vorbeigehen, als der Deutsche nach einem Zweikampf mit Felipe Massa etwas an Schwung verloren hatte. "Es ist schon eine Zeit her, dass ich das letzte Mal auf dem Podium stand. Am Ende war es ganz schön eng", schnaufte Perez am Ende durch.

Hülkenberg im zweiten Force India versuchte immer wieder zu kontern, kam aber nicht mehr vorbei am Teamkollegen. In den Schlussrunden verlor Hülk den vierten Platz auf Medium-Reifen sogar noch an Daniel Ricciardo, der auf den schnelleren Soft-Gummis unterwegs war.

"Wenn der Teamkollege aufs Podium fährt, ist man natürlich nicht glücklich - vor allem wenn ich eine Zeit lang vor ihm lag. Massa hat hart verteidigt und mir nicht genug Platz gelassen. Dadurch habe ich den Platz an Sergio verloren. Das Hinterherfahren geht auf die Reifen. Das hat man dann gemerkt, als auch noch die Red Bull von hinten gekommen sind", ärgerte sich der Rheinländer.

Ricciardo mit besserer Pace als Vettel

Ricciardo hätte fast sogar noch Perez unter Druck setzen können. Doch am Ende gingen dem dem Youngster die Runden aus. Zuvor hatte Ricciardo schon Teamkollege Sebastian Vettel im internen Red Bull-Duell niedergerungen. Im Gegensatz zum Australier konnte Vettel den Force India von Hülkenberg am Ende nicht mehr knacken.

Stattdessen musste sich der Weltmeister im Finale gegen die beiden Williams in seinem Nacken verteidigen. "Mehr war heute nicht drin. Am Schluss dachte ich, dass ich mit den weichen Reifen noch weiter nach vorne komme. Aber es hat nicht funktioniert. Ich war auf den Geraden zu langsam - nicht nur gegen die Mercedes-Teams sondern auch gegenüber Daniel."

Dahinter gewann Felipe Massa das spannende Williams-Duell gegen Valtteri Bottas und wurde Siebter. Die letzten beiden Punkteplätze gingen an Ferrari. Hier setzte sich Fernando Alonso im teaminternen Zweikampf durch und sicherte sich Rang 9. Kimi Räikkönen blieb nur ein WM-Punkt für Rang 10. Toro Rosso-Pilot Daniil Kvyat verpasste auf Position 11 erstmals in dieser Saison die Punkte.

Beide Sauber nach Kollisionen raus

Für Adrian Sutil war das Rennen schon nach 12 Runden beendet. Nach einer Kollision mit Jules Bianchi in Kurve 1 musste der Sauber-Pilot mit beschädigtem Auto aufgeben. Auch der Marussia kam nicht unbeschadet aus dem Zweikampf. Bianchi schlitzte sich den Reifen auf. Der zerfetzte Gummi beschädigte auch noch den Unterboden. Dazu gab es für den Unfallverursacher von der Rennleitung noch eine Durchfahrtsstrafe.
 
Das half Sutil natürlich auch nicht weiter: "Bianchi hat seinen Bremspunkt verpasst und ist in der Spitzkehre in mich reingerutscht. Danach war mein Auto kaputt", so die schlichte Unfallanalyse von Sutil. "Da konnte ich nicht viel machen. Er ist schon das ganze Rennen ziemlich aggressiv gefahren. Ich glaube, dem muss man mal ins Gewissen reden."

Auch Teamkollege Esteban Gutierrez kam nicht ungeschoren über die Distanz. Der zweite Sauber wurde 17 Runden vor Schluss von Pastor Maldonado aus dem Rennen gecrasht. Der Lotus-Pilot war gerade aus der Box gekommen, als er den Sauber in der ersten Kurve seitlich torpedierte. Die Räder verhakten sich und Gutierrez überschlug sich spektakulär. Glücklicherweise überstand der Mexikaner die Seitwärtsrolle ohne Verletzungen. Für Maldonado gab es nach dem Rennen noch eine Strafversetzung um 5 Startplätze für China.

Bis die Trümmer des Stunts weggeräumt waren, kam das Safety-Car für 5 Runden auf die Strecke und bremste das Feld wieder zusammen. Das sorgte für das spannende Finale in den letzten 12 Runden mit zahlreichen Duellen und Überholmanövern. Nach der Zieldurchfahrt applaudierten die Fans mit stehenden Ovationen. Passend zum Feuerwerk auf der Strecke wurde auch im Nachthimmel ein spektakuläres Lichterspektakel abgefackelt.

Mercedes führt WM-Wertungen deutlich an

In der WM-Wertung liegt Rosberg trotz der zweiten Niederlage gegen Hamilton immer noch vorne. Der Abstand zwischen den beiden Mercedes-Piloten reduzierte sich allerdings auf 11 Zähler. Nico Hülkenberg übernahm mit 31 Punkten Rückstand Rang 3 – drei Zähler vor Fernando Alonso. In der Teamwertung führt Mercedes mit 111 Punkten weit vor Force India (44) und McLaren (43). Das nächste Rennen findet in 14 Tagen in Shanghai statt.

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