Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Mercedes Trackday Hockenheim 2016

300 km/h ohne Sicherheitsgurt

Hülkenberg, Wehrlein, Rosberg & Danner - Mercedes Track Day - Hockenheim - 28. Juni 2016 Foto: Wilhelm 33 Bilder

Nico Rosberg, Pascal Wehrlein und Nico Hülkenberg nutzten die Werbeaktion für den Grand Prix von Deutschland für ein paar Showrunden auf dem Hockenheimring. Mercedes stellte die passenden Fahrzeuge. Wir haben die spektakulären Bilder.

29.06.2016 Tobias Grüner 2 Kommentare

Formel 1-Fans beklagen sich gerne mal über den Sound der aktuellen V6-Hybrid-Generation. Und man muss sagen – völlig zurecht! Im direkten Vergleich kann niemand leugnen, dass die modernen Turbo-Geschosse in Sachen Gänsehaut-Feeling nicht ansatzweise mit ihren Vorgängern mithalten können. Eigentlich sollte beim Mercedes Track-Day in Hockenheim Werbung für den GP Deutschland gemacht werden. Doch so spektakulär die Rennaction heute auch sein mag, beim Sound bekommen die Fans sicher weniger geboten als früher.

Häkkinen-Auto als Geburtstagsgeschenk für Rosberg

Mercedes brachte zum direkten Sound-Vergleich mehrere F1-Generationen nach Hockenheim, mit denen Nico Rosberg, Pascal Wehrlein und Nico Hülkenberg einige Showrunden drehen durften. Rosberg wusste bis kurz vor dem Event noch gar nicht, dass er den 1998 McLaren von Mika Häkkinen fahren darf. Erst zu seinem 31. Geburtstag am Tag zuvor überbrachte ihm Mercedes die frohe Botschaft.

Rosberg erzählte anschließend, warum ihn gerade dieses Auto so fasziniert: „Die ersten Rennen, an die ich mich richtig erinnern kann und bei denen ich mit voller Leidenschaft dabei war, das waren die Kämpfe Mika gegen Schumi. Mika war mein Hero damals, als ich noch ein Kind war. Es war gigantisch jetzt das Auto zu fahren.“

Doch leider spielte das Wetter in Hockenheim nicht ganz mit. Der V10-Sound war zwar gut zu hören. Doch die Leistung konnte Rosberg nicht auf die Piste bringen: „Kurz vor der Ausfahrt ging die Welt unter“, schüttelte der Pilot mit dem Kopf. „Ich habe gedacht: Das gibt es doch gar nicht. Ich hatte mich so gefreut und dann ging mit Intermediates in der Flut gar nichts da draußen. Das war etwas schade. Ich habe aber schon Bescheid gesagt, dass es toll wäre, wenn sich die Gelegenheit irgendwann noch einmal ergeben würde. Ich habe immerhin ein bisschen Gefühl für das Auto bekommen. Es war auf jeden Fall cool. Es ist sehr leicht und insgesamt puristischer als heutzutage.“

Nico Hülkenberg fährt Mercedes W25 von 1934

Nico Hülkenberg ließ sich vom Regen nicht die gute Laune vermiesen. Der Force India-Pilot bekam einen 1934er W25 für die Ausfahrt bereitgestellt: „Das war ein geiles Erlebnis. Man sitzt offen draußen. Am Boden gibt es nur eine Blechplatte mit Löchern. Ich schaue direkt auf den Asphalt. Es gibt eine H-Schaltung und Gas und Bremse sind spiegelverkehrt. Die Bremse sitzt ganz rechts und das Gas irgendwo in der Mitte.“

Die ungewöhnliche Anordnung der Pedale sorgte für heikle Momente auf der Piste: „Ich bin einige Male fast in Nico und Pascal reingekracht. Ich wusste zwar, dass ich umdenken muss. Aber als ich aufs Gas wollte – zack – stand ich schon wieder auf der Bremse. Das war spannend und ein cooles Erlebnis. Wenn man bedenkt wie lange 1934 schon her ist und wie weit die Technik zumindest vom Motor damals schon war. Was da für ein Dampf drin steckt. Man kann jetzt besser nachvollziehen, wie die damals Rennen gefahren sind. Respekt!“

Pascal Wehrlein im W196 von 1955

Pascal Wehrlein bekam ebenfalls einen historischen Silberpfeil mit Reihen-Achtzylinder. Der Youngster fuhr den W196 aus der Saison 1955. „Das war unglaublich. Ein wahnsinniges Auto. Mit den Autos von heute gar nicht zu vergleichen. Es ist ein komplett anderes Fahrgefühl. Am meisten fasziniert mich, dass die sich damals ja nicht einmal angeschnallt haben. Mit 300 km/h ohne Sicherheitsgurt herumzufahren ist ein komisches Gefühl. Das Lenkrad ist riesig, der Sound ist extrem laut. Ich musste mir Ohrenstöpsel reinmachen. Mir hat es trotzdem fast die Ohren rausgehauen. Es war auf jeden Fall eine supertolle Erfahrung.“

Während die aktuellen Piloten die alten Autos fahren durften, war Ex-F1-Pilot Christian Danner in einem modernen Hybrid-Renner aus dem Jahr 2014 unterwegs. In unserer Galerie zeigen wir Ihnen die Bilder des Mercedes-Spektakels in Hockenheim.

Neuester Kommentar

Ich verstehe nicht warum die Frontflügel von 2008 verboten wurden und die und die "Y250-Einheitszone" eingeführt wurde, nur damit man jetzt diese Frontflügel aus tausend Einzelteilen hat.
Und der Wagen von 1998 war ja auch schon 1800mm breit und trotzdem wirkten die Proportionen stimmiger als heute, da muss man auch die Autos nicht wieder 2m breit machen...

steeeevo 29. Juni 2016, 12:43 Uhr
Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden