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Freiwilliger Start aus der Box in Austin

Alonso könnte, Vettel will

Ferrari - Formel 1 - GP Japan - Suzuka - 1. Oktober 2014 Foto: ams 18 Bilder

Daniil Kvyat, Jean-Eric Vergne und Pastor Maldonado waren die ersten Motorensünder, die über das erlaubte Kontinent hinausgingen. Sebastian Vettel erfüllt nun die Voraussetzungen, dass er in Austin das komplette Antriebspaket wechselt und aus der Boxengasse starten kann. Ferrari überlegt mit Fernando Alonso noch, ob es nötig ist.

16.10.2014 Michael Schmidt

Das Motorenreglement ist kompliziert. Eine Antriebseinheit besteht aus Motor, Turbolader, MGU-K, MGU-H, Batterie und Steuereinheiten. Ferrari und Renault haben von sieben auf vier Elektronikboxen abgespeckt, Mercedes hat noch fünf. Maximal fünf Einheiten von jeder Komponente sind pro Fahrer erlaubt. Kommt zum ersten Mal ein sechstes Exemplar zum Einsatz, geht es zehn Startplätze zurück. Bei jeder weiteren sechsten Komponente noch einmal fünf.

Wer die ganze Antriebseinheit am Stück austauscht, kann sich durch einen Start aus der Boxengasse freikaufen. Eigentlich die bessere Strafe. Doch man bekommt sie nur unter einer Bedingung. Es müssen vorher von allen Bausteinen jeweils fünf Einheiten verbraucht sein. Auch von den Steuergeräten.

Sebastian Vettel fehlte noch die CE-CUH

Daniil Kvyat, Jean-Eric Vergne und Pastor Maldonado hat es schon erwischt. Alle drei fahren bereits mit ihrem sechsten Motor. Maldonado musste dafür gleich zwei Mal büßen. Der Lotus-Pilot wäre in Suzuka auf Platz 17 gestanden. Plus 10 macht 27. Da es nur 22 Startplätze gibt, wurden die restlichen fünf Strafversetzungen in Sochi aufaddiert. Die drei Motorensünder laufen zudem Gefahr, dass es sie bald wieder erwischt. Und zwar immer dann, wenn sie von den anderen Komponenten ein sechstes Aggregat brauchen.

Genau das wollte Sebastian Vettel vermeiden. Wenn schon Strafe, dann ein Mal und richtig. Eigentlich war der Start aus der Boxengasse schon in Sochi geplant, weil sich Red Bull da die geringsten Chancen im Restprogramm ausrechnete.

Doch Vettel fehlte das Steuergerät CE-CUH für die MGU-H. Das fünfte Kit wurde erst vor der Qualifikation eingebaut. Damit ist alles bereit für den Einsatz einer kompletten sechsten Antriebseinheit in Austin. "Ich werde in der Qualifikation wohl zuschauen", orakelte Vettel.

Fernando Alonso mit allen Motor-Elementen bei Nummer 5

Auch Fernando Alonso könnte den Joker ziehen. Er war bereits vor dem GP Russland mit allen Bausteinen am Limit von 5 Elementen angekommen. Er dürfte also wie Vettel die ganze Einheit wechseln und aus der Boxengasse starten. Ferrari zögert jedoch. Möglicherweise muss auch der Spanier in den sauren Apfel beißen.

"Der Motordefekt in Monza hat uns aus dem Plan gebracht. Ich bin mit allem am Limit. Wir überlegen noch, ob wir ein Mal eine frische Antriebseinheit ausfassen oder uns mit älteren Exemplaren durchkämpfen. Mit denen müssen wir dann einen Leistungsverlust in Kauf nehmen."

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