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Abwarten im FRIC-Streit

Fünf Teams gegen FRIC

Sebastian Vettel - Red Bull - Formel 1 - GP Österreich - Spielberg - 21. Juni 2014 Foto: xpb 22 Bilder

Wer fährt in Hockenheim FRIC, und wer nicht? Offiziell halten sich alle bedeckt. Nach Informationen von auto motor und sport haben fünf Teams der FIA schriftlich mitgeteilt, dass sie das vernetzte Fahrwerk als potenziell illegal einstufen. Die Teams müssen aber nicht erklären, ob sie mit oder ohne fahren. Die FIA reagiert erst, wenn einer Alarm schlägt.

17.07.2014 Michael Schmidt

Im FRIC-Streit herrscht gespannte Ruhe. Keiner will sich aus dem Fenster lehnen und es sich mit der FIA verscherzen. Auch der Weltverband hält sich bedeckt. Er hat noch keine Meinung über die Legalität des vernetzten Fahrwerks abgegeben. Deshalb lautete die meistgestellte Frage im Fahrerlager von Hockenheim: Fährst du mit oder ohne? Es hat auch noch keiner bei den Sportkommissaren eine Klarstellung eingeholt.

Inzwischen ist durchgesickert, dass seit Beginn der Woche fünf Teams ihre Zweifel über FRIC bei der FIA angemeldet haben. Mit anderen Worten: Sie glauben, dass FRIC nach Artikel 3.15 illegal ist. Einige der Teams haben ihre Meinung seit letzter Woche offenbar revidiert. Unseren Informationen zufolge handelt es sich bei den fünf FRIC-Gegnern um Caterham, Marussia, Red Bull, Toro Rosso und McLaren. Die letzten drei sind erst diese Woche dazugekommen.

Mercedes hat das beste FRIC-System

Die FRIC-Entwicklung geht auf das Jahr 2008 zurück. Vorreiter war Lotus. Aber inzwischen ist Mercedes der Marktführer. Es war das einzige System, das einen Niveausgleich von vorne nach hinten, links nach rechts und über Kreuz darstellen konnte. Seit dieser Saison auch zuverlässig. Zuvor hat man zwei Jahre lang Lehrgeld bezahlt.

Red Bull stieß erst Anfang 2013 zu der FRIC-Fraktion. Im Vergleich zu Mercedes ist der Niveauausgleich im RB10 eher simpel. Seit diesem Jahr haben alle Teams die Technologie an Bord. Sogar Caterham und Marussia. Trotzdem haben die beiden kleinen Teams die Kampagne gegen FRIC angeschoben. Aus Kostengründen. Toro Rosso und Force India wollten in Hockenheim mit verbesserten Systemen fahren. Das wird wohl ins Wasser fallen.

Untersuchung erst, wenn Sportkommissare darum bitten

Wenn es am Donnerstag (17.7.2014) keinen offiziellen Protest oder eine Anfrage bei den Sportkommissaren gibt, wird man vorerst nicht erfahren, wer mit und ohne antritt. Mercedes hat offiziell erklärt, dass ihr FRIC ausgebaut bleibt. Man will keinen Staub aufwirbeln und ist der Meinung, dass man auch ohne das System dominiert.

Die Teams müssen sich nicht erklären. Die FIA wird erst eine Untersuchung einleiten, wenn sie von den Sportkommissaren dazu aufgefordert werden. Für Experten ist es mit einem Blick erkennbar, ob FRIC an Bord ist oder nicht. Sie müssen nur die Hydraulikleitungen zur Ausgleichsfeder überprüfen.

FRIC gar nicht illegal?

Sollte ein Team die Sportkommissare um eine Klarstellung bitten und von den Schiedsrichtern grünes Licht bekommen, könnte es bei den Teams hektisch werden, die ihre Systeme schon ausgebaut haben. Dann kann nur noch die FIA gegen das Urteil der Sportkommissare vorgehen. So wie 2006 beim Massedämpfer. Es ist allerdings fraglich, ob sie das tun würde. Der Weltverband hätte das System lieber erst zum Saisonende verbannt. Weil das keinen bitteren Beigeschmack hinterlässt.

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