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Frust in Malaysia

Ein Rennen ohne Sieger

Red Bull - Formel 1 - GP Malaysia 2013 Foto: xpb 66 Bilder

Nach dem Grand Prix von Malaysia sah man überall im Fahrerlager unglückliche Gesichter. Kaum ein Pilot war mit dem Rennen oder dem Ergebnis zufrieden. Vor allem bei den Top-Teams herrscht Krisenstimmung.

25.03.2013 Tobias Grüner

Im zweiten Rennen der Saison gab es keine Sieger. Sebastian Vettel hatte Mark Webber mit einem unfairen Manöver den ersten Platz geklaut und musste sich später kleinlaut beim ganzen Team für die ignorierte Stallregie entschuldigen. Teamchef Christian Horner rügte seinen Champion öffentlich für das "dumme" Verhalten.

Auch bei Mercedes hing der Haussegen schief. Obwohl Lewis Hamilton und Nico Rosberg mit 27 Punkten das beste Teamresultat seit der Rückkehr der Silberpfeile als Werksteam einfuhren, schoben beide Piloten Frust. Hamilton gab zu, dass sein Teamkollege den dritten Platz eigentlich mehr verdient hatte als er. Rosberg zeigte auch nach dem Rennen nur wenig Verständnis für die Entscheidung der Teamleitung, ihn künstlich einzubremsen.

Brundle auch ohne Pokal glücklich

Martin Brundle musste auf dem Podium die ersten Stimmen des frustrierten Sieger-Trios einfangen. "Die Stimmung war ungewöhnlich angespannt", berichtete der ehemalige Formel 1-Pilot anschließend. "Ich glaube, ich war der einzige glückliche Mensch auf dem Podium. Und ich habe noch nicht einmal einen Pokal oder Champagner bekommen."

Auch hinter Red Bull und Mercedes war kaum einer mit dem Rennen in Malaysia zufrieden. Felipe Massa hatte sich von Startplatz zwei gute Chancen auf den Sieg ausgerechnet. Am Ende hatte er gegen die ersten Vier keine Chance. Noch schlechter lief es für Ferrari-Teamkollege Fernando Alonso. Er war schon in der zweiten Runde mit einem beschädigten Frontflügel ins Kies gerutscht.

Lotus ohne Chance auf Podium

Bei Lotus war man ebenfalls nicht besonders glücklich. Nach dem Sieg in Australien hatte man gehofft, im Rennen zumindest noch die Podiumsplätze angreifen zu können. Doch in der verregneten Startphase fielen Romain Grosjean und Kimi Räikkönen zu weit zurück. Beide wurden viel in Zweikämpfen aufgehalten. Mehr als die Plätze fünf und sechs waren nicht drin.

Bei McLaren gab es ein lachendes und ein weinendes Auge. Zufrieden war man mit der Pace, aber nicht mit dem Ergebnis. "Ein kleiner Fehler hat uns Rang fünf gekostet", klagte Teamchef Martin Whitmarsh anschließend. Jenson Button war überraschend schnell unterwegs, doch beim dritten Boxenstopp wurde er losgeschickt, bevor das rechte Vorderrad richtig befestigt war. 85 Sekunden verlor der Brite, der am Ende des Rennens freiwillig aufgeben musste.

Ein ähnliches Boxenstopp-Schicksal erfuhr auch Force India. Hier waren gleich beide Piloten betroffen. Sowohl bei Adrian Sutil als auch bei Paul di Resta gab es Probleme mit den Radmuttern. Beide fielen aussichtslos zurück. Vor dem Rennen hatten sich beide Piloten noch Hoffnungen auf ein Top 5-Ergebnis gemacht. Am Ende sah keines der Autos die Zielflagge.

Sauber-Pace nicht akzeptabel

Auch bei Sauber gab es Frust. Malaysia hat eindeutig gezeigt, dass die Schweizer das Tempo der Konkurrenz nicht mitgehen können. "Wir müssen uns in so vielen Bereichen verbessern", klagte Hülkenberg nach Platz acht. "Das ist nicht akzeptabel." Ohne die Probleme der direkten Gegner hätte es wohl wieder nicht zu Punkten gereicht.

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