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Funkverkehr-Regeln

Liste noch einmal verschärft

Nico Rosberg - Mercedes - Formel 1-Test - Barcelona - 4. März 2016 Foto: sutton-images.com

Am 8. März bekamen die Teams Post von Charlie Whiting. Inhalt: Die letzte und aktuelle Liste der erlaubten Funksprüche. Die Verbote wurden noch einmal verschärft und die Erlaubt-Liste von 31 auf 24 reduziert. auto motor und sport liegt das Schreiben vor.

17.03.2016 Michael Schmidt

Im Streit um die Funkverkehr-Regeln schlagen die Wellen hoch. Je näher der Saisonstart rückt, umso mehr wurde FIA-Rennleiter Charlie Whiting mit Anträgen bombardiert. Immer wieder ging es um die Frage: Was ist erlaubt, was nicht.

Am 8. März schrieb Whiting in der technische Direktive TD/007-16 an die Teams zurück. Die ursprüngliche Erlaubt-Liste wurde noch einmal um 7 Punkte gekürzt. auto motor und sport liegt das Rundschreiben mit der verbindlichen Liste der erlaubten Funksprüche vom Team zum Fahrer in Kopie vor.

Folgende 24 Funksprüche sind noch gestattet:

1. Bestätigung an den Fahrer, dass seine Nachricht empfangen wurde.

2. Information über ein kritisches Problem mit dem Fahrzeug. Sie darf nur dann an den Fahrer weitergeleitet werden, wenn der Schaden kurz bevorsteht und einen Ausfall zur Folge haben wird.

3. Information über Beschädigungen am Auto

4. Anweisung auf ein Notprogramm umzuschalten, sollte ein Fehler mit einem Sensor, Geber oder elektronischen Regler vorliegen. Das Umschalten auf das Notprogramm darf das Auto nicht im positiven Sinne verbessern.

5. Anweisung an die Box zu kommen, um das Auto zu reparieren oder abzustellen.

6. Information über ein technisches Problem am Auto eines Gegners.

7. Information über blaue, gelbe, rote Flaggen oder den Einsatz des Safety-Cars.

8. Weiterleiten von Informationen von der Rennleitung. Zum Beispiel das Herunterzählen der Zeit vor dem Start in die Formationsrunde oder die Anweisung, dass sich der Fahrer am Ende des Feldes einreihen soll.

9. Information über feuchte Stellen oder Trümmerteile auf der Strecke.

10. Wetterinformationen.

11. Information über die Runden- und Sektorzeiten des Fahrers.

12. Information über die Rundenzeit des Gegners.

13. Warnungen vor Verkehr und Informationen über Abstände zu anderen Fahrern, sowohl im Training, als auch im Rennen.

14. Anweisung mit anderen Fahrern Positionen zu tauschen.

15. Anweisung über verbleibende Runden oder Zeit bis zum Ende des Trainings oder des Rennens.

16. Information über die Position im Training und im Rennen.

17. Kommandos wie "PUSH HARD" oder "PUSH NOW" oder "TAKE IT EASY". Whiting warnt die Teams gleichzeitig, dass jedes dieser Kommandos auf den Verdacht hin untersucht wird, eine codierte Nachricht für einen anderen Zweck zu sein.

18. Anweisung, dass der Fahrer zum Boxenstopp kommen soll. Dieses Kommando darf nur in der Runde des Boxenstopps gegeben werden, nicht vorher.

19. Anweisung den Boxen-Speedlimiter einzuschalten oder die Reifen-Einstellungen am Lenkrad zu ändern, für den Fall, dass von Slicks auf Regenreifen oder umgekehrt gewechselt wird.

20. Information über anstehende Strafen für Verlassen der Strecke oder Abkürzen von Schikanen.

21. Information darüber, ob DRS aktiviert oder deaktiviert ist.

22. Instruktionen für den Fall, dass DRS ausfällt.

23. Erinnerung, einen zusätzlichen Öltank zuzuschalten.

24. Test-Informationen im Training um bestimmte Aero-Mappings abzurufen

Keine Infos auf Boxentafeln

Die verbotenen Funk-Informationen dürfen übrigens nicht auf anderem Wege ins Cockpit signalisiert werden. Die Rennleitung wird also auch ein Blick auf die Boxentafeln werfen, ob sich dort verbotene Anweisungen oder codierte Signale befinden.

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