Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Funk-Restriktionen für Singapur

Das sagen die Fahrer zur neuen Funkstille

Kimi Räikkönen - Ferrari - Formel 1 - GP Singapur - 18. September 2014 Foto: xpb 126 Bilder

Während die Ingenieure vor größeren Problemen warnen, sehen die meisten Piloten die neuen Funk-Restriktionen gelassen. Einzig die kurzfristige Änderung mitten in der Saison zum GP Singapur sorgte für Verwunderung. Wir haben die Stimmen der Fahrer.

18.09.2014 Tobias Grüner

Fernando Alonso:

Ich sehe da keine großen Probleme. Wir haben über Funk sowieso nie darüber gesprochen, wie wir auf der Strecke schneller werden können, sondern nur über Zuverlässigkeitsthemen wie zum Beispiel Temperaturen. Das ganze Thema erinnert mich von der Medienaufmerksamkeit an das FRIC-Verbot. Da wurde vorher auch viel diskutiert. Am Ende hatte es aber kaum Auswirkungen.

Nico Hülkenberg:

So schlimm wird es wohl nicht werden. Es könnte höchstens in schwierigen Situationen einen Unterschied machen. Da kommt es dann darauf an, welcher Fahrer noch die meisten Kapazitäten hat. Man muss künftig nicht nur am Limit fahren sondern auch noch das Display checken, nachdenken und wenn nötig nachjustieren. Hier in Singapur ist das zusammen mit Monaco die schwierigste Strecke. Es gibt höchstens 2-3 Stellen, an denen man das checken kann.

Sebastian Vettel:

Wir bringen die Ingenieure ja nicht zu den Strecken, damit sie hier Urlaub machen können. Es gibt bestimmte Informationen, die wir als Fahrer gar nicht einsehen können, zum Beispiel beim Hybrid-Energiemanagement auf einer Runde. Auch für die Sicherheit wäre es besser, wenn wir beide Hände am Lenkrad haben und nicht an den Knöpfen spielen - vor allem hier in Singapur. Ich hoffe vor allem, dass wir aus Sicherheitsgründen nicht die Leistung runterdrehen müssen. Das wäre das Schlimmste.

Daniel Ricciardo:

Ich finde es nicht so schlimm. Ich sehe kein großes Problem darin, wenn wir etwas mehr machen müssen. Wir werden uns daran anpassen, wie immer, wenn es etwas Neues gibt. Ich bin sowieso kein großer Redner am Funk. Ich war ein Tag im Simulator. Am Freitag haben wir noch eine Stunde Briefing zu dem Thema. Ich hoffe, das reicht.

Jenson Button:

Wenn es größere technische Probleme gibt, darf man ja immer noch über Funk gewarnt werden. Wir müssen uns als Fahrer etwas anpassen und unsere Hausaufgaben machen, aber das ist Teil unseres Jobs. Generell finde ich die Idee gut. Ich hoffe, dass ich mit meiner Erfahrung davon profitiere. Singapur wird sicher ein aufregendes Rennen. Ich hoffe, dass die FIA auch verschlüsselte Nachrichten erkennt und sofort Strafen ausspricht.

Kimi Räikkönen:

Wir reden bei Ferrari sowieso nicht viel am Funk - nur wenn es irgendwelche technischen Probleme gibt. Es verkompliziert die Sache natürlich, wenn es Probleme am Auto gibt und man einzelne Dinge verstellen muss, um das Rennen zu beenden. Da weiß ich nicht, was die neuen Regeln erlauben. Aber das ist Teil des Spiels und das ist auch okay so.

Jean-Eric Vergne:

Mir macht die Neuerung nichts aus. Es wird sich meiner Meinung nach sowieso nicht viel ändern. Ich mag es, die Dinge selbst zu entscheiden. Dieses Jahr ist es schon oft vorgekommen, dass ich die Einstellungen selbst geändert habe, bevor es mir von den Ingenieuren befohlen wurde. Es wird vielleicht etwas einsamer am Funk, aber das passt schon.

Sergio Perez:

Es ist sicher nicht ideal, das sie es plötzlich von einem zum nächsten Rennen geändert haben. Ich sehe es aber als kein großes Problem. Wir müssen uns als Fahrer einfach dran gewöhnen. Wir müssen selbst versuchen, alles unter Kontrolle zu behalten - Spritmengen, Motoreinstellungen und alle diese Dinge.

Adrian Sutil:

Das ist nicht wirklich ein großes Problem. Ich denke, dass ist machbar. Es bedeutet natürlich etwas mehr Arbeit, aber wir werden das schon hinbekommen.

Felipe Massa:

Wenn Sie einen Funkverkehr wie in den 80ern Jahren wollen, dann sollen Sie uns auch Autos geben, die so einfach sind wie in den 80er Jahren. Ohne Anweisungen werden wir die Autos kaum 2 Runden weit bringen. Wenn Bernie Ecclestone sagt, dass die Fahrer diesen Wechsel wollten, dann hat er nicht mit den Formel 1-Fahrern gesprochen.

Nico Rosberg:

Wenn die Fans das wollen, ist es gut. Ich habe mich immer schon für die Technik interessiert und hoffe, dass es deshalb ein Vorteil für mich ist. Vielleicht hilft es mir im Zweikampf mit Lewis. Bisher hat mir mein Ingenieur immer gesagt, wie ich die Hybrid-Leistung einsetzen muss. Der Ingenieur von Lewis hat ihm dann auch gesagt, wie ich meine Hybrid-Leistung einsetze. Das fällt künftig weg.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden