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Funk-Stunk bei HaasF1

Grosjean mault über US-Renner

Romain Grosjean - HaasF1 - GP Spanien 2016 - Barcelona - Freitag - 13.5.2016 Foto: xpb 111 Bilder

Romain Grosjean beklagte sich am Freitag gleich zweimal lautstark am Funk über seinen Rennwagen. Das Auto sei unfahrbar, schimpfte der Haas-Pilot. Teamchef Guenther Steiner relativierte die Aussagen seines Piloten nach den Trainingssitzungen.

13.05.2016 Andreas Haupt

HaasF1 brachte in beiden Trainingssitzungen in Barcelona keinen der beiden Piloten unter die besten zehn. Esteban Gutierrez landete auf den Rängen 17 und 21. Teamkollege Romain Grosjean erreichte zu Beginn den 16. Platz, am Nachmittag kletterte er um drei Positionen nach oben.

Haas-Renner mit Traktionsproblemen

Grosjean war alles andere als zufrieden. Der ehemalige Lotus-Fahrer ließ seinen Frust gleich zweimal über Funk raus. "Das Auto ist in langsamen Kurven ein Desaster", fluchte der 30-jährige Franzose in der ersten Übungseinheit. Ein paar Stunden später bekräftigte er: "Das Auto ist sehr, sehr, sehr schwer zu fahren."

Teamchef Guenther Steiner brachten die Funk-Sprüche seines Piloten nicht auf die Palme. Der Italiener sah sie eher als Ansporn. "Romain will, dass wir Fortschritte machen. Wenn er uns sagen würde, was wir hören wollen, bleiben wir dort, wo wir sind und kommen nicht voran. Wir kennen ihn ja und können seine Aussagen intern einstufen", erklärt der Südtiroler. Eine kleine Spitze gibt es dennoch. "Das Auto war glaube ich nicht so schlecht. Immerhin waren wir 13."

Haas kennt seine Problemzonen auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya. Der letzte Streckenabschnitt bereitet dem Formel 1-Neuling Schwierigkeiten. Vor allem die langsamen Ecken. "Im ersten und zweiten Sektor sind wir bei der Musik. Im letzten verlieren wir Zeit im Vergleich zu unserer unmittelbaren Konkurrenz. Wir haben zu wenig Traktion und massives Übersteuern", berichtet Steiner. Ein aerodynamisches Problem? Der Teamchef winkt ab. "Unser Auto war heute mittelmäßig. Mit der Aerodynamik ist alles in Ordnung. Unser neuer Heckflügel arbeitet prima. Es hängt an den Aufhängungen. Wir glauben zu wissen, was wir für morgen ändern müssen."

Neuer Ferrari-Motor ein Fortschritt

Manche im Fahrerlager glauben, dass HaasF1 mehr als die Gegner unter den hohen Startdrücken leidet. Pirelli schrieb am Freitag 21,5 PSI vorn und 19,5 PSI an der Hinterachse vor. Es gibt Teams, die mit legalen Tricks verhindern, dass die Drücke während der Fahrt nicht ansteigen, indem sie die Bremsabwärme geschickt über die Felgen ableiten. Toro Rosso und Force India gehören beispielweise dazu. HaasF1 hat in diesem Bereich als Newcomer einen Erfahrungsnachteil. "Wir machen Fortschritte beim Reifenmanagement", sagt Steiner.

Das Ziel für das restliche Wochenende ist gesteckt. Das Punktekonto von bislang 22 Zählern soll weiter aufgestockt werden "Das muss unser Anspruch sein. Wir sind ein Team, das an der Kante zu den Punkten ist", meint Steiner. Helfen könnte der neue Ferrari-Motor, den beide Haas-Renner im Heck verbaut haben. "Die Fahrer sind sehr zufrieden damit. Leistung, Fahrbarkeit und Energiemanagement sind besser. Das entwickelt sich alles im Gleichschritt. Die Schritte sind aber kleiner Natur."

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