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Geheime Geldverteilung der Formel 1: So viel zahlt Ecclestone an die 11 Teams

Eigentlich sind diese Zahlen aus Bernie Ecclestones Geldverteilungsmaschine streng geheim. Wir sagen Ihnen, wie viel welches Team 2014 bekommt. Ausgehend vom aktuellen WM-Stand. Genereller Trend: Die großen Teams sahnen deutlich mehr ab als die kleinen.

Kimi Räikkönen bekommt kein Gehalt. Nico Hülkenberg muss um ein Cockpit betteln. Das unwürdige Spiel sendet eindeutige Signale aus, dass die Formel 1 hochgradig krank ist. Doch das Grundproblem sind nicht die vielen Paydriver, die bei den Teams anklopfen und auch nicht unseriöse Geschäftsleute, die ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen wollen.

Die Krise in der Formel 1 ist hausgemacht. Ihre Wurzeln liegen im ungehemmten Wettrüsten und in der ungerechten Geldverteilung. Inzwischen sind die Zahlen durchgesickert, die 2014 verteilt werden. auto motor und sport hat sie in seiner jüngsten Ausgabe (ams 24/2013) aufgelistet.

Große Teams werden immer reicher

Rechteinhaber CVC muss nächstes Jahr 68,7 Prozent aller Einnahmen ausschütten. Das sind rund 840 Millionen Dollar. Bislang waren es rund 55 Prozent. Der ausgeweitete Geldsegen kommt aber nur bei den großen Teams an. Die kleinen lässt man am langen Arm verhungern.

Der neue Auszahlungsmodus von Bernie Ecclestone belohnt die Teams, die dem Formel 1-Chef schriftlich eine Garantie bis 2020 gegeben haben. Und die vorzeitig aus der Teamvereinigung FOTA geflüchtet sind. Red Bull und Ferrari scherten damals als erste aus. Und wurden kräftig belohnt. Mercedes hielt lange daran fest. Und wäre fast dafür abgestraft worden. Niki Lauda musste erst wieder die zerrütteten Beziehungen zwischen dem Konzern und dem Formel 1-Management kitten.

Ferrari und Red Bull bei Geldverteilung bevorzugt

Mit Ferrari, Red Bull, Mercedes, McLaren und Williams gibt es fünf privilegierte Teams, die unabhängig vom WM-Rang Sonderzahlungen erhalten. Weltmeister Red Bull geht mit 90 plus einem Dankeschön von 72 Millionen Dollar nach Hause. In Summe: 162 Millionen Dollar. Beim jetzigen WM-Stand bekäme Ferrari 72 Millionen Dollar für Rang drei plus 99 Millionen Bonus. Luca di Montezemolo lässt sich den Mythos Ferrari und 64 Jahre Formel 1-Zugehörigkeit vergolden. Mercedes läge bei 80 Millionen für WM-Platz zwei und 12 Millionen extra.
 
Lotus zählt nicht zu den besser gestellten Teams. Trotz guter Leistungen auf der Rennstrecke. Werden sie Vierter gibt es 65 Millionen und keinen Cent mehr. Im Mittelfeld sind die Abstufungen enger. Force India würde für den derzeit sechsten Platz 59 Millionen Dollar kassieren, Sauber für die siebte Stelle 53 Millionen.

Platz 10 gibt 40 Millionen Dollar. Doch Vorsicht. Für diesen Rang qualifiziert sich nur, wer mindestens zwei Mal in drei Jahren in den Top Ten gelandet ist. Also nur Caterham. Marussia würde also trotz Platz 10 leer ausgehen. Mittlerweile soll sich der russische Rennstall mit Ecclestone geeinigt haben. Man nimmt an, dass es für Marussia eine Sonderzahlung von rund 20 Millionen Dollar gibt.

Red Bull trägt sich selbst

Im Mittelfeld drängt sich angesichts der Finanzkrise und der dramatisch steigenden Kosten die Frage auf, ob diese Verteilung gerecht ist. Würde an alle Teilnehmer zwischen 70 und 90 Millionen ausgeschüttet und gäbe es eine wirkungsvolle Kostenbremse, dann hätte jedes der elf Teams eine Garantie bis 2020 abgeben können. Man kann den kleinen Teams also nicht vorwerfen, dass sie von der Hand in den Mund leben.
 
Red Bull trägt sich mittlerweile selbst. Aus dem Topf von Bernie Ecclestone, Hauptsponsor Infiniti und 23 weiteren Partner fließen 270 Millionen Euro in die Kasse des Teams. Besitzer Dietrich Mateschitz muss seine Haushaltskasse gar nicht mehr anfassen. Mercedes, Ferrari und McLaren sind gezwungen das Spiel mitzuspielen, wenn sie Red Bull einholen wollen. Lotus auch, aber man operiert mit Geld, das man gar nicht hat.
 
Red Bull wird noch mehr Geld ausgeben, um den Vorsprung auf seine Verfolger zu halten. So dreht sich die Kostenspirale immer weiter nach oben. Zum Schaden des Sports. Force India fährt in diesem Jahr mit einem Budget von 104 Millionen Euro auf Platz sechs. Das sind gemessen am Aufwand die wahren Weltmeister.
 
In unserer Bildergalerie haben wir für Sie die Ausschüttungen Ecclestones an alle 11 Teams.

Michael Schmidt

Autor

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Wolfgang Wilhelm

Datum

15. November 2013
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