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Generalprobe für neue Safety-Car Technik

Foto: dpa

Update ++ Am Ende des zweiten Freitags-Training (20.6.) zum GP Frankreich wurde ein neues Safety-Car-System getestet. Nach dem Probelauf will die FIA entscheiden, wann die umstrittenen Safety-Car-Regeln geändert werden.

20.06.2008 Michael Schmidt

In der letzten Auslaufrunde nach Trainingsschluss hat die FIA einen Testlauf ihres neuen Sicherheitssystems durchgeführt, das in die Software der Einheitselektronik programmiert wurde. Nach der positiven Generalprobe war eine Abstimmung der Teammanager über eine Rückkehr zur alten Regel geplant. In einem Meeting sollte noch am Freitagabend entschieden werden, ob das Safety-Car Procedere vielleicht schon für dieses Rennen geändert werden kann.

Allerdings ist es unwahrscheinlich, dass sich die Teams so schnell auf die neue Linie einigen können. Mit der neuen Regel dürften die Piloten während einer Safety-Car-Phase wieder zu jeder Zeit nachtanken. Kleinere Teams wie Force India profitieren allerdings von der aktuellen Regelung und würden einer Änderung wohl kaum zustimmen. "Es kann deshalb sein, dass wir bis Saisonende noch keine neue Regelung haben", befürchtet Renault Teammanager Steve Nielsen.

Piloten müssen auf die Zeit achten

Und so soll die neue alte Regel funktionieren. In dem Augenblick, in dem sich das SafetyCar in Bewegung setzt, erhält jeder Fahrer auf dem Display im Cockpit eine Nachricht. Das Team ist ebenfalls verpflichtet, seine Fahrer zu instruieren. Ab diesem Moment hat der Pilot fünf Sekunden Zeit zur Bestätigung. Dazu muss er einen Knopf am Lenkrad drücken. So kann hinterher niemand sagen, er hätte nichts gewusst. Vom Moment der Bestätigung an gilt für den Fahrer für den Rest der Runde bis zur zweiten Safety-Car-Linie an der Boxeneinfahrt eine Mindestzeit.

Sie beträgt mindestens 120 Prozent einer im Renntempo gefahrenen "Restrunde". Das System ist intelligent genug zu erkennen, wo sich der Fahrer zum Zeitpunkt der Bestätigung gerade befindet und wieviel Restzeit ihm verbleibt bis zur Safety-Car-Linie. Sie wird für jeden Fahrer individuell berechnet. Der Fahrer sieht die Restzeit auf seinem Armaturenbrett. Er weiß damit, ob er sein gemäßigtes Tempo beibehalten kann oder ob er weiter Fahrt rausnehmen muss.

Raum für Verbesserung

Wie BMW mitteilte verlief der Test in Magny Cours ohne Probleme. Die Systeme hätten alle wie geplant funktioniert. Williams-Pilot Rosberg sah allerdings noch Verbesserungspotenzial: "Man muss ständig auf das Lenkrad schauen, um die Zeit zu kontrollieren. Es könnte passieren, dass man durch die Ablenkung sogar die Unfallstelle verpasst." Wie das dann aussehen könnte weiß man spätestens nach seinem Crash an der Boxenausfahrt in Montreal.

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