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Lotus-Besitzer Gerard Lopez exklusiv

"Romain hätte es schaffen können"

Gerard Lopez und Romain Grosjean F1 2012 Foto: Lotus 27 Bilder

Nach dem GP Europa spricht Lotus-Teambesitzer Gerard Lopez mit auto motor und sport über die verpasste Siegchance von Romain Grosjeans, die Enttäuschung nach dem Ausfall und die Zukunftsaussichten bei Lotus.

26.06.2012 Bianca Leppert
Herr Lopez, haben Sie ein lachendes und ein weinendes Auge nach dem Rennen in Valencia?

Lopez: Beides. Kimi ist ein gutes Rennen gefahren. Es hätte für ihn ja nur noch den ersten Platz gegeben. Zum einen sind wir enttäuscht, dass wir nicht gewonnen haben. Romain hätte den Speed gehabt, um es eventuell zu packen. Eventuell - denn man weiß ja nie. Hauptsächlich sind wir aber darüber enttäuscht, nicht beide Autos in den Punkten zu haben. Darauf liegt unser Hauptaugenmerk in dieser Saison. Und wir hatten ja schon ein paar Mal den Fall, dass wir nicht die Punkte geholt haben, die wir vom Speed her hätten holen können.

Bei Romain ist die Lichtmaschine ausgefallen. War das schon mal der Fall?

Lopez: Ich habe es schon von anderen gehört, aber bei uns war es das erste Mal. Es könnte die Hitze sein. Auf der anderen Seite, hatten wir schon Rennen, die genauso warm waren. Das Problem hätte sich dann auch bei Kimi oder Mark Webber äußern müssen. Ich bin sehr enttäuscht. Aber ich freue mich auch sehr für Kimi.

Er schien nicht überglücklich über seinen zweiten Platz zu sein.

Lopez: Das stimmt. Weil er am Anfang Zeit verloren hat, als er hinter Pastor Maldonado fest saß. Die DRS-Zone ist ganz komisch. Sie ist ganz kurz und die Überholmanöver waren alle außen herum. Das zeigt, dass es eigentlich keine DRS-Zone war.

Was passierte am Kommandostand als Sie sahen wie Romain ausrollt?

Lopez: Die Enttäuschung war groß. Der zweite Platz war ja schon fast sicher. Der erste Platz wäre auch drin gewesen. Denn Romain war richtig schnell unterwegs. Die Reifen waren bei ihm in sehr gutem Zustand. Bei den anderen haben sie abgebaut. Aber Romain weiß jetzt, dass er zu den ganz Schnellen gehört. Diese Erfahrung macht ihn stärker. Ich bin überzeugt, dass ich das hier fast so stark macht wie ein Sieg.

Kurz vor der Safety Car-Phase fuhr er plötzlich schneller als Sebastian Vettel. Allerdings nicht mit neuen Reifen, sondern sie hatten schon einige Runden auf dem Buckel. Wie kam es?

Lopez: Wir haben ihm klar gesagt, er soll seine Reifen schonen. Und dann haben wir gesagt, er soll schneller  fahren. Danach ist es auch schneller gegangen. Es war kontrolliert. Deshalb sind wir auch so enttäuscht. Wir wissen ganz genau, dass er in der letzten Phase noch deutlich schneller sein konnte als vorher. Darauf haben wir gewartet.

Hat Sie Sebastian Vettels Dominanz überrascht?

Lopez: Wir dachten Vettel wäre auf einer Dreistopp-Strategie und deshalb so schnell. Wenn er zwei Stopps gefahren wäre, was man ja nun nicht weiß, wäre er unschlagbar gewesen. Aber es macht schon auch einen Unterschied, wenn du vorne fährst.

Wie sieht die Zukunft aus? Gibt es in Silverstone neue Technik-Updates?

Lopez: Wir haben in den letzten Jahren immer so entwickelt wie die vermeintlich großen Teams. Wir haben die gleichen Pakete. In Silverstone gibt es wieder ein Update. Vom Speed her sind wir gut dabei und auch mit den Fahrern sind wir zufrieden. Normalerweise sind wir die Mannschaft, die immer mit beiden Fahrern gut dasteht. Das muss nur alles zusammenpassen. Dann klappt es irgendwann auch mit dem Sieg.

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