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Gerhard Berger

"Reifen sind nur eine Ausrede"

Gerhard Berger GP Monaco 2012 Foto: xpb 29 Bilder

Gerhard Berger findet die aktuelle Formel 1 klasse. Der Ex-Rennfahrer hält das Gerede um die Reifen für übertrieben. Seiner Meinung nach suchen die Top-Teams nur Ausreden dafür, dass sie nicht mehr automatisch gewinnen.

24.05.2012 Michael Schmidt

Gerhard Berger ist heute Formel 1-Zuschauer. Für ihn wurde die Formel 1 in diesem Jahr deutlich aufgewertet. Pirelli hat seiner Meinung nach damit nur am Rande zu tun. "Es ist ein Blödsinn, dass die Reifen alles entscheiden. Da suchen einige wie Michael Schumacher oder Red Bull eine einfache Entschuldigung für ihre Probleme."

Berger hat seine Erklärung dafür, dass im Augenblick sieben Autos einen Grand Prix gewinnen können. "Für mich ist es eine Kombination aus Auto und Reifen. Drei Dinge sind für die Ausgeglichenheit im Feld verantwortlich. Die Auspuffgase sind für die Aerodynamik nicht mehr so wichtig wie im letzten Jahr. Vom angeblasenen Diffusor haben hauptsächlich die Teams mit viel Geld und großen Ressourcen profitiert. Sie haben gegenüber den kleineren Teams allein über den Auspuff eineinhalb Sekunden geholt. Der Vorteil fällt jetzt weg."

Reifenverständnis wird belohnt

Auch der zweite Gleichmacher hat mit der Aerodynamik zu tun. Seit die FIA die Frontflügel strenger kontrolliert, sind biegsame Flügel kein Thema mehr. Berger: "Auch hier haben nur ganz wenige Teams den Trick rausgehabt, wie man den Flügel kontrolliert verbiegt. Da war unheimlich viel Test- und Entwicklungsarbeit involviert. Die Mittelfeldteams konnten sich das nicht leisten. Das ist jetzt auch vorbei. Zusammen mit dem Auspuff sind den Top-Teams also schon mal zwei Sekunden verloren gegangen. Es ist doch ganz logisch, dass die Autos näher zusammenrücken."

Wenn nur noch ein paar Zehntel zwischen Platz eins und 15 liegen, kommt der Reifen ins Spiel. "Dann gewinnt derjenige, der aus dem Reifen über das Setup des Autos, die Vorbereitung des Reifens und die Fahrweise am meisten herausholt. Und da sind eben Überraschungen möglich. Das tut der Formel 1 nur gut."

Da stört es Gerhard Berger auch nicht, wenn der Sieger Pastor Maldonado heißt. "Der Maldonado ist in Barcelona ein Bombenrennen vom Start bis ins Ziel gefahren. Man muss erst einmal ein ganzes Rennen lang dem Druck eines Alonso ohne Fehler standhalten. Ich finde es richtig, dass ein Außenseiter für einen guten Job belohnt wurde."

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