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Gerhard Berger zum Schumacher-Comeback

"Rosberg muss auf Schumacher aufpassen"

Gerhard Berger Foto: Daniel Reinhard 45 Bilder

Das Comeback von Michael Schumacher beschäftigt auch seine ehemaligen Weggefährten. In unserer fünfteiligen Serie fragen wir Experten nach ihren Erwartungen zum Comeback. Den Anfang macht Gerhard Berger. Seiner Meinung nach muss Nico Rosberg aufpassen.

22.01.2010 Michael Schmidt

Für Gerhard Berger ist Michael Schumacher nie richtig weg gewesen: "Er blieb immer am Ball, hat Fitness gemacht, als wäre er noch aktiv, und jetzt sind auch mental die Batterien wieder aufgeladen. Er ist ein Racer, und er lebt den Rennsport zu 100 Prozent. Warum sollte er schlechter sein als zuvor?"

Berger trat Ende 1997 im Alter von 38 Jahren zurück. Er fand sich mit seinem neuen Leben ab. Auch deshalb, weil der Horizont des Österreichers über den Job hinter dem Lenkrad hinausging. Berger startete als BMW-Rennleiter eine zweite Karriere hinter der Boxenmauer. Und kann trotzdem verstehen, warum es Schumacher wieder zurück ins Cockpit drängt.

Schumacher hat seinen Körper gepflegt

"Ich hätte es auch getan, wenn ich die Möglichkeiten gehabt hätte. Es gibt nichts Schöneres, als ein Formel 1-Auto am Limit zu bewegen. Bei mir kam ein Comeback nicht mehr in Frage, weil ich körperlich ausgebrannt war. Ich war in den letzten Jahren meiner Karriere oft krank, konnte deshalb nicht voll trainieren, und meine Nerven waren nicht mehr so strapazierfähig. Schumacher dagegen hat seinen Körper immer mit Hingabe gepflegt."

Im Alter, räumt Berger ein, wird man anfälliger für Wehwehchen aller Art, die Augen und die Reaktionsfähigkeit lassen möglicherweise nach. "Aber selbst wenn es bei Michael so sein sollte, er wird es mit seiner Erfahrung wieder wettmachen." Berger ist überzeugt, dass der Rekordsieger um den Titel mitfahren wird, wenn das Material stimmt. "Vielleicht macht er am Anfang ein paar Fehler, aber das wird sich einspielen."

Kein Risiko für Schumacher

Seine neuen Gegner, die zwischen 13 und 18 Jahren jünger sind, spielen nach Bergers Einschätzung in Schumachers Überlegungen nur eine untergeordnete Rolle. "Michael denkt nicht daran, wer ihm gefährlich werden könnte. Er will es für sich selbst wieder möglichst perfekt machen." Das Risiko, sich zu blamieren, ist nicht existent: "Michael ist siebenfacher Weltmeister. Das kann man ihm nicht streitig machen. Selbst wenn er verliert, wird man ihm das nachsehen. Ich glaube nicht, dass ihm irgendjemand um die Ohren fährt. Ich glaube viel eher, dass die anderen aufpassen müssen."

Vor allem Teamkollege Nico Rosberg. "Wenn sich Nico in seinem Windschatten halten kann, hat er schon viel erreicht. Bei gleichem Speed wird ihn Michael mit seiner Erfahrung und seinem politischen Geschick schlagen. Michael weiß, wie man ein Team auf sich ausrichtet. Und er wird mit seinem alten Partner Ross Brawn wieder eine Allianz bilden."

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