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Gerichtsurteil aus Paris

Ferrari-Klage gegen FIA gescheitert

Ferrari Foto: Wolfgang Wilhelm 25 Bilder

Ferrari ist mit seinem Antrag auf eine einstweilige Verfügung gegen das geplante Formel 1-Reglement von 2010 gescheitert. Die zuständige Pariser Justiz wies die Klage des italienischen Rennstalls ab.

20.05.2009 Tobias Grüner

Im Kampf gegen die Budgetgrenze hat Ferrari eine Niederlage hinnehmen müssen. Das Vorhaben, auf juristischem Wege gegen das geplante Reglement von FIA-Präsident Max Mosley vorzugehen, scheiterte am Mittwoch (20.5.). Einen Tag nach der Anhörung gab das zuständige Pariser Gericht bekannt, dass der Antrag auf eine einstweilige Verfügung abgelehnt wurde. FIA-Präsident Mosley nahm das Urteil verständlicherweise mit Wohlwollen auf: "Die FIA, die Teams und unsere kommerziellen Partner werden nun die Arbeit fortsetzen, um das Wohlergehen der Formel 1 im Jahr 2010 und darüber hinaus zu sichern", sagte der Brite.

Ferrari sieht Vetorecht verletzt

Die Scuderia berief sich bei seiner Klage auf ein 2005 ausgehandeltes Sonderrecht, das dem italienischen Rennstall Mitsprache bei der Reglementgestaltung zugestand. Dieses Vetorecht sah Ferrari durch die geplante Einführung des Budgetlimits verletzt. "Kein Teilnehmer sollte seine Interessen über jene des Sports stellen, in dem sie gegeneinander antreten", erklärte Mosley.
Ferrari kritisierrt an dem von der FIA vorgeschlagenen Reglement, dass Teams, die sich an das Ausgabenlimit halten und im Gegenzug erweiterte technische Freiheiten bekommen, bevorteilt werden.

"Es wäre schön wenn es etwas weniger um die Politik und wieder mehr um den Sport gehen würde", kommentierte Ferrari-Pilot Felipe Massa die Entscheidung aus Paris. "Die ganzen Ablenkungen haben uns auf der Strecke nicht geholfen." Er unterstütze sein Team aber auf jeden Fall, machte der Brasilianer noch einmal klar. "Die Formel 1 ohne Ferrari und dafür mit ehemaligen GP2-Teams ist nicht das gleiche." Als Fahrer sei er aber hier um Rennen zu fahren.

Ob Ferrari nun gegen die Entscheidung in Berufung geht, ist noch unklar. Aber auch wenn der Rennstall das Urteil nicht anficht, drohen weitere juristischen Auseinandersetzungen in den nächsten Wochen. Nachdem Ferrari seine Sonderrechte offiziell eingestanden hat, könnte die FIA nun ein Verfahren wegen Wettbewerbsverzerrung erwarten. Im Zuge der Diskussion wurde außerdem bekannt, dass die Italiener auch bei den finanziellen Ausschüttungen Vorteile gegenüber den anderen teilnehmenden Teams hatten.

Teams wollen Alternative präsentieren

Neben Ferrari hatten Renault, Toyota und Dietrich Mateschitz als Besitzer von Red Bull und Toro Rosso sowie auch BMW bereits angekündigt, ihre Autos für das kommende Jahr nicht melden zu wollen, sollte sich an den Regeln und der drohenden Zweiklassen-Gesellschaft nichts mehr ändern. Ein Treffen der Teams mit dem FIA-Präsidenten Max Mosley war am vergangenen Freitag in London ergebnislos geblieben.

Die Teams kündigten immerhin einen Alternativ-Vorschlag an, den sie dem FIA-Präsidenten innerhalb einer Woche präsentieren wollen. Dazu werden sich die Teamchefs parallel zum Grand Prix von Monaco erneut zusammensetzen. Der Druck auf allen Beteiligten, zu einer einvernehmlichen Lösung zu kommen, steigt von Woche zu Woche. Die Einschreibefrist für die kommende Saison endet am 29. Mai, am 12. Juni will die FIA die Teilnehmer für die Formel-1-Saison 2010 bekanntgeben.

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