Nächstes Rennen: 26. Mai 2013
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Gerüchte über Porsche: Kommt Porsche in die Formel 1?

Porsche macht wieder großen Motorsport. 2014 tritt der schwäbischen Sportwagenhersteller in der Langestreckenweltmeisterschaft mit seinem Highlight Le Mans an. Doch die Gerüchte reißen nicht ab, dass es sich dabei nur um ein Warm-up für die Formel 1 handelt.

Der letzte Gesamtsieg eines Porsche bei den 24 Stunden von Le Mans datiert aus dem Jahr 1998. Damals gewannen Stéphane Ortelli, Yannick Dalmas und Allan McNish in einem Porsche 911 GT1. 2014 will die Marke, die 16 Mal in Le Mans erfolgreich war, mit einem LMP1-Auto an die Sarthe zurückkehren.

Dafür entsteht in Weissach ein neues Kompetenzzentrum. Mitte nächsten Jahres sind die ersten Testfahrten mit dem Renner geplant, der Audi und Toyota unter Druck setzen soll. Das ist der bekannte Teil der Geschichte.

Porsche schart F1-Profis um sich

Die Szene weiß mehr. Zum Beispiel, dass Porsche für sein Le Mans-Projekt ungewöhnlich viele Fachkräfte mit Formel 1-Background anheuert. Der frühere BMW-Logistikchef Fritz Enzinger soll die Einsätze leiten. Auch Motorenenexperte Alex Hitzinger, Chefingenieur Mike Krack und Chefmechaniker Urs Kuratle folgen dem Ruf nach Weissach.

Nicht nur bei Sauber werden Formel 1-Leute abgeworben. Auch andere Teams verzeichnen Abgänge Richtung Deutschland. Und selbst die Konzerntochter Audi. Alle werden offenbar mit dem Köder abgelockt, dass man mittelfristig im ganz großen Motorsport mitspielen wolle.

Porsche richtet Rennzentrale ein

Das neue Kompetenzzentrum in Weissach soll eine Rennfabrik vom Feinsten werden. Die Genehmigungsverfahren für einen State-of-the-Art Windkanal laufen. Für die künftigen Porsche-Fahrer sind im McLaren-Simulator bereits Stunden gebucht worden. Im Formel 1-Fahrerlager fragt man sich, ob der Aufwand wirklich nur für das Le Mans-Projekt gedacht ist.

Bislang scheiterten sämtliche Formel 1-Pläne im VW-Konzern am Veto von Übervater Ferdinand Piech. Doch da soll jetzt ein Umdenken stattgefunden haben. Das neue Motorenreglement mit 1,6 Liter-V6-Turbomotoren mit Direkteinspritzung und Hybridtechnologie ist für Porsche interessant. Sollte eine Budgetdeckelung kommen, wäre ein Formel 1-Engagement zu vernünftigen Preisen machbar.

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Michael Schmidt

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