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Gespräche mit McLaren

Button hält sich nicht an Rücktrittsprognose

Jenson Button - McLaren - Formel 1 - GP Singapur - 17. September 2015 Foto: xpb 68 Bilder

In den britischen Zeitungen wusste man es mal wieder besser. Jenson Button werde am Ende des Jahres zurücktreten. Verkündet werden sollte es in Japan. Doch der Pilot selbst wusste nichts davon.

24.09.2015 Tobias Grüner

Man kann den britischen Journalisten nicht vorwerfen, dass sie nicht hartnäckig genug seien. Gleich 7 Mal wurde der McLaren-Pilot bei den offiziellen Pressekonferenz nach seinen Plänen für die Zukunft geplant. Doch die erhoffte Antwort bekamen sie nicht. Button wollte partout nicht seinen Rücktritt erklären.

Stattdessen entgegnete der 35-Jährige den erstaunten Medienvertretern: "Seit dem letzten Rennen kann ich leider keine neue Informationen geben. Ihr müsst wohl noch ein wenig warten. Es tut mir leid es zu sagen, aber ich führe gute Gespräche mit dem Team. Das war es auch schon." Von McLaren war in letzter Zeit häufig zu hören, dass man gerne mit dem Routinier weiterarbeiten will.

Button sieht noch Chancen auf Spaß in der Formel 1

Doch die Rücktrittsgerüchte halten sich hartnäckig: "Es gibt so viele verschiedene Möglichkeiten, was ich nächstes Jahr machen könnte." Button widersprach auch der falschen Auslegung eines Zitats nach dem GP Singapur, wonach er keinen Spaß mehr habe. "Ich mag es nicht, wenn ich auf Platz 14 oder Platz 10 ins Ziel komme. Aber es gibt noch so viele andere Dinge. Wenn man eine Chance auf die Zukunft sieht, gibt es die Möglichkeit, dass die Freude zurückkehrt. Und das ist eine spannende Herausforderung."

Obwohl Button das Wort "Rücktritt" nicht in den Mund nahm, wurden einige seiner Fahrerkollegen gefragt, was der Formel 1 verlorengehen würde. Sebastian Vettel fand nur lobende Worte: "Er ist ein guter Typ. Wir wissen, dass er schnell ist. Er ist ein würdiger Weltmeister. Und wenn er häufiger ein gutes Auto gehabt hätte, dann wäre er wohl noch öfter um den Titel gefahren. Seine Qualität steht außer Frage. Dazu kommt, dass er sich auf der Strecke sehr fair verhält. Außerhalb gibt es viele Gründe ihn zu mögen. Es wäre ein großer Verlust."

Hamilton bezeichnet Button-Karriere als "Hardcore"

Auch Lewis Hamilton sang ein Loblied auf seinen ehemaligen McLaren-Teamkollegen. "Ich bin generell der Meinung, dass der Platz, den man hinterlässt, immer von jemand anderem eingenommen wird. Aber Jenson war ein guter Botschafter für den Sport und für uns Briten. Er ist ein echter Gentleman-Champion. Es wäre traurig, wenn so ein Fahrer, der immer noch in seinem Element ist, der fit ist, der gut Form ist, gehen würde."

Hamilton könnte einen Rücktritt aber nachvollziehen. "Er war jetzt schon so lange dabei. Ich kann das verstehen, wenn man 16 Jahre lang alle 2 Wochen die gleichen Dinge macht. Das ist ziemlich Hardcore. Es gibt immer Pros und Contras. Selbst wenn er sich für eine Pause entscheidet, würde er den Rennsport wohl nicht ganz sein lassen."

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