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Absichtliche Getriebe-Strafe

Ferrari opfert Massa für Alonso

Alonso & Massa GP USA 2012 Foto: Ferrari 76 Bilder

Ferrari hat Felipe Massa durch einen illegalen Getriebewechsel in der Startaufstellung fünf Plätze nach hinten manövriert. Dadurch rutscht Fernando Alonso einen Platz nach vorne auf Position sieben und startet damit auf der sauberen Seite.

18.11.2012 Tobias Grüner

Ferrari tut alles, um die Titelchancen von Fernando Alonso aufrechtzuhalten. Nach dem verkorksten Qualifying hat die Scuderia den zweifachen Weltmeister durch einen Trick einen Platz nach vorne gebracht. Bei Teamkollege Felipe Massa hat man absichtlich das FIA-Siegel am Getriebe gebrochen, was automatisch eine Rückversetzung von fünf Startplätzen zur Folge hat.

"Es ist eine Entscheidung, um die Startposition von Fernando Alonso zu maximieren", erklärte Ferrari-Sprecher Luca Colajanni. "Einfach dazusitzen und nichts zu tun, wäre auch der falsche Weg. Wir machen es offen und für jeden sichtbar." Das Getriebe selbst wurde übrigens nicht gewechselt. Ein Tausch würde anderthalb Stunden dauern und wäre kurz vor dem Rennen zu riskant.

Massa verliert fünf Plätze

Die Teamleitung opfert somit die Erfolgschancen von Massa, um die Nummer eins im Team weiter nach vorne zu bringen. Alonso gewinnt dadurch nicht nur einen Platz. Durch das Aufrücken von acht auf sieben wechselt der Spanier auch von der dreckigen Seite der Startaufstellung auf die saubere. Nach McLaren-Messungen ist der Grip auf der rechten Seite 20 Prozent besser.
 
Massa kommt ebenfalls auf die saubere Seite, er rutscht allerdings von Platz sechs bis auf die elf zurück. Neben Alonso lässt Ferrari auch Nico Hülkenberg, Romain Grosjean, Pastor Maldonado und Bruno Senna freiwillig aufrücken. Als es am Vortag um eine mögliche Strafe für Mark Webber ging, der das Wiegen nach dem Qualifying vergessen hatte, erklärte Hülkenberg schon, dass er lieber darauf verzichten würde, einen Platz weiter vorne zu starten.

Ferrari setzt Teamwertung aufs Spiel

Mit dem Start von Massa außerhalb der Punkteplätze riskiert Ferrari auch den zweiten Platz in der Teamwertung. McLaren liegt nur 22 Zähler hinter der Scuderia auf Rang drei. Und Lewis Hamilton kann von Platz zwei aus viele Punkte einfahren, wenn alles normal läuft. Man setzt somit alles auf die Karte Alonso.

Wenn der Spanier verhindern will, dass Vettel vorzeitig Weltmeister wird, muss er bei einem Sieg seines Konkurrenten mindestens auf Rang vier ins Ziel kommen. Wenn Vettel nur 15 Punkte mehr holt als Alonso, dann geht es im letzten Saisonlauf in Sao Paulo kommende Woche nur noch um die goldene Ananas.
 
Das Manöver wird bei den Fans sicher zu einigen Diskussionen führen. Ist es faires Teamspiel, Massa für Alonso zu opfern? Oder ein billiger Trick? Was meinen Sie? Schreiben Sie uns ihre Kommentare!

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