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Getriebe-Strafe in Suzuka

Hülkenbergs Leidensgeschichte

Nico Hülkenberg - Force India - Formel 1 - GP Japan - Suzuka - 5. Oktober 2012 Foto: xpb 75 Bilder

Nico Hülkenberg ist groß in Form. Der Deutsche schaffte es in die Top Ten der Startaufstellung, obwohl Suzuka nicht die ideale Strecke für den Force India ist. Trotzdem muss Hülkenberg fünf Plätze weiter hinten starten. Bei einem Unfall im dritten Training wurde das Differential beschädigt. Das erfordert einen außerplanmäßigen Getriebewechsel.

06.10.2012 Michael Schmidt

Nico Hülkenberg könnte sich die Haare raufen. Wieder läuft es gut, und wieder kommt ein Unglück dazwischen. Das dritte Training war gerade 37 Minuten alt, als Hülkenberg in der zweiten Degner-Kurve in die Reifenstapel rutschte. "Ich weiß echt nicht, was da passiert ist. Die Linie hat perfekt gestimmt, ich war so schnell wie vorher auch und habe gebremst, wo ich immer bremse. Plötzlich blockieren die Hinterräder, und ich bin geradeaus in die Reifenstapel gerutscht. Da gibt es ja kaum Auslauf." Der Preis, den der Blondschopf für den Ausrutscher zahlen musste, war hoch. Beim Aufprall beschädigt die Antriebswelle das Differential.

Force India trotz Unfall gut in Form

Den Force India-Mechanikern blieb nicht viel Zeit, die abgeknickte Radaufhängung und die Beschädigungen an der Verkleidung zu reparieren und das Getriebe zu tauschen. "Weil auf der Zielgeraden noch Startübungen gemacht wurden, kam das Auto erst eine halbe Stunde nach dem Training zurück. Bis zur Qualifikation blieben nur noch eineinhalb Stunden. Da muss ich mich bei meinen Mechanikern echt bedanken. Das Auto fühlte sich nach dem Unfall so an wie vorher. Sogar die Lenkung stand gerade."

Der Unfall war ärgerlich, weil der Force India wider Erwarten gute Form zeigte. "Schnelle Kurven sind ja eigentlich nicht unsere Stärke", bestätigt Hülkenberg. Doch dann die Überraschung: "Ich habe mich auf Anhieb im Auto wohl gefühlt. Deshalb hat es mich auch nicht gestört, dass ich durch den Unfall Trainingszeit verloren habe. Ich wusste, dass ich damit einen guten Job machen kann."

Hülkenberg setzt im Rennen auf Strategie

Da schon vor der Qualifikation fest stand, dass Hülkenberg wegen des Getriebetauschs fünf Startplätze verlieren würde, verzichtete der Deutsche auf eine fliegende Runde im Q3. "Ich bin raus und gleich wieder rein. Dadurch haben wir einen Satz Reifen gespart und können am Sonntag wählen, mit welchem Reifentyp wir losfahren. Da ich mit meiner Zeit im Q2 geradeso ins Q3 gerutscht bin und ich fünf Startplätze zurückmuss, hat es wenig Sinn gemacht, noch einmal einen Satz Reifen zu verheizen. Wir hätten uns in der Reihenfolge nicht verbessert."

Es wird ein langes hartes Rennen aus dem Mittelfeld. Wenn Hülkenberg alternativ mit den harten Reifen startet, sind trotzdem noch WM-Punkte möglich. "Dass so etwas funktionieren kann, hat Perez in Monza gezeigt. Du musst aber auch den Speed dazu haben. Und es darf kein Safety-Car geben. Es wird auf jeden Fall nicht einfach, weil alle schnellen Autos vorne stehen." Ziemlich viele Wünsche auf einmal.

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