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Giancarlo Fisichella

"Der Ferrari ist ein ganz anderes Auto"

Giancarlo Fisichella Foto: Ferrari 30 Bilder

Giancarlo Fisichella freundet sich mit seinem Ferrari nur langsam an. Der Italiener beendete seine zweite Qualifikation im roten Auto auf Platz 18. Wieder stand ein Fahrer seines früheren Teams Force India vor ihm. Fisichella fühlt sich, als müsste er das Autofahren neu lernen.

27.09.2009

Platz 18 ist für einen Ferrari-Fahrer eine Bankrotterklärung. Dabei hatte sich Giancarlo Fisichella für seinen zweiten Einsatz im Ferrari F60 viel ausgerechnet. Doch der Aushilfspilot für Felipe Massa wurde bitter enttäuscht. "Nach Monza habe ich eine Steigerung erwartet, aber leider ist die nicht gekommen. Die Strecke in Singapur ist unheimlich wellig, die Mauern stehen extrem nah, und mir fehlt das Vertrauen beim Bremsen."

Räikkönen auch nicht viel besser

Der Ferrari F60 mag weder Bodenwellen noch Randsteine. Bei Änderungen der Bodenfreiheit reißt der Abtrieb ab. Ferrari hatte ausgerechnet, dass eine Zeit von 1.48,6 Minuten für das Weiterkommen in die zweite K.O.-Runde reichen müssten. Fisichella fuhr 1.48,3 Minuten und war trotzdem nach 20 Minuten Zuschauer. Ihm fehlten sechs Zehntel zum Einzug in das Q2. Eine kleine Welt. Die Erkenntnis, dass Singapur nicht die perfekte Strecke für Ferrari ist, hilft ihm genauso wenig weiter wie der Umstand, dass Kimi Räikkönen auf Platz 13 nicht viel besser dasteht.
 
Natürlich vergleicht der GP-Veteran seine Runden mit dem Teamkollegen: "Ich verliere auf Kimi beim Bremsen. Teils weil ich meinen Fahrstil dem Auto noch nicht angepasst habe, teils weil ich mit dem Setup noch die beste Lösung suche." Der Force India, den Fisichella bis zum GP Belgien fuhr, liegt auf der Bremse viel ruhiger als der Ferrari. "Immer wenn ich auf eine Kurve zufahre, muss ich mir zurufen: Du sitzt in einem Ferrari und nicht in einem Force India. Du musst anders bremsen, später runterschalten. Deshalb steige ich früher in die Eisen. Das lenkt mich ab, und ich verliere pro Bremspunkt bis zu drei Zehntel auf Kimi."

Fisichella muss noch lernen
 
Der Zweite des GP Belgien kommt zu der Erkenntnis: "Obwohl die Autos so eng zusammenliegen und scheinbar gleich sind, handelt es sich um total verschiedene Autos. Das beste für mich wäre ein voller Testtag. Da würde ich Vertrauen in das Auto finden."
 
Beim Vergleich der Motoren fällt Fisichella in Bezug auf die Leistung kein großer Unterschied zum Mercedes V8 im Force India auf. "Die Power ist ungefähr gleich, dafür ist der Ferrari-Motor besser fahrbar." Und wie erklärt er den besseren Top-Speed der Force India: "Das Auto hat einfach einen günstigeren Luftwiderstand als der Ferrari."

Sutil zeigt Verständnis
 
Adrian Sutil bedauert seinen Teamkollegen. "Giancarlo kommt wohl langsam ins Grübeln", erzählt der Force India-Mann. Dem Ferrari-Ruf konnte Fisico aber einfach nicht widerstehen. "Ich weiß nicht, was ich in dieser Situation gemacht hätte", gesteht Sutil. "Das ist eine schwierige Entscheidung. Ich bin froh, dass ich in Monza im Force India saß und endlich meine Punkte geholt habe."

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