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Timo Glock gibt nicht auf

"Virgin-Wechsel war keine Fehlentscheidung"

Timo Glock Foto: Virgin Racing 62 Bilder

Trotz zahlreicher Probleme blickt Timo Glock lieber auf die positiven Erkenntnisse seines ersten Virgin-Auftritts. Im Qualifying war er der schnellste Neuling und der Abstand zum Mittelfeld fiel geringer als erwartet aus. Großer Knackpunkt ist aber immer noch die Technik, wie er auto-motor-und-sport.de verriet.

17.03.2010 Tobias Grüner

Schon vor dem Rennen gab es Befürchtungen nicht anzukommen. Das ist am Ende auch eingetreten. Wie lautet das Fazit nach Bahrain?
Glock: Am Anfang des Rennens war das ganz okay. Wir haben ein paar Probleme am Start gehabt. Nach dem guten Probestart in die Warmup-Runde hat die Kupplung plötzlich nicht mehr so gut gegriffen. Da haben wir ziemlich verloren. Durch das Chaos in der ersten Ecke, habe ich aber wieder aufholen können.

Wie war der Kampf mit Heikki Kovalainen?
Glock: Wir haben in der ersten Runde hart gefightet. Dann wurde es mir ein bisschen zu heiß und ich habe zurückgesteckt. Ich musste am Anfang auch noch eine andere Motoreneinstellung fahren. Irgendwann hat mir mein Ingenieur grünes Licht gegeben, dass ich das Mapping ändern kann. Dann war es deutlich besser. Ich habe Heikki attackieren können und bin dann auch vorbeigekommen. Als ich vor ihm war, habe ich gemerkt, dass ich deutlich schneller fahren konnte, ungefähr eine knappe Sekunde. Das hat aber leider nur eine Runde gehalten.

Was ist dann passiert?
Glock: Beim Runterschalten war auf einmal der dritte Gang weg. Ich musste immer über den dritten Gang hinweg in den Zweiten schalten. Irgendwann ist der Dritte dann auch beim Hochschalten gebrochen. Dann bin ich nur im Vierten durch die Gegend gerollt. Dann ist der Fünfte gebrochen und dann war Ende.

Ist das Problem vorher schon einmal aufgetreten?
Glock: Nein, das hatten wir bei den ganzen Wintertests noch nie. Das ist ein bisschen schade.

Was gab es sonst für Probleme am Wochenende?
Glock: Am Freitag bin ich wenig gefahren, weil die Teile spät angekommen sind. Das Auto war nicht rechtzeitig fertig. Sonst ging das Auto eigentlich relativ gut, für den Stand auf dem wir momentan sind. Mehr Runden und Kilometer würden uns einfach helfen. Wir müssen das Auto jetzt einfach so hinbekommen, dass es ohne technische Probleme funktioniert.

Wie macht man das ohne Testfahrten?
Glock: Das ist schwierig. Aber die Hoffnung geben wir nie auf. Wir müssen jetzt einfach analysieren und das in den Griff bekommen.

Der Wechsel zu Virgin war also kein Fehler?
Glock: Nein. Für mich gibt es da auch keinen Grund noch einmal drüber nachzudenken. Erstens ist es keine Fehlentscheidung für mich und zweitens wäre es jetzt auch zu spät darüber nachzudenken.

War der Abstand zu den Top-Teams überraschend oder war das so in etwa kalkuliert worden?
Glock: Für die 6,6 Kilometer war das mit fünf Sekunden noch ganz okay, glaube ich. Was mich sehr überrascht hat, war der Abstand zu Toro Rosso und Sauber. Dass der in Anführungszeichen so gering war. Wenn man die Wintertests sieht, waren die viel weiter vorne. Aber die haben hier wohl auch ihre Probleme gehabt. Beide Sauber sind auch nicht angekommen. Daran sieht man, dass es nicht so einfach ist. Und für ein neues Team umso mehr.

Was sind die Erkenntnisse aus Bahrain? Was habt ihr trotz der Probleme gelernt?
Glock: Wir haben Unmengen gelernt. Man bekommt ja trotzdem seine Eindrücke. Auch von den paar ersten Runden vom Rennen. Zum Beispiel, was das Auto macht, wo es seine Problemchen hat und wo man noch was verbessern muss.

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