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Glock mit DRS-Ärger

Update lässt Virgin mit Lotus kämpfen

Timo Glock - GP Italien - Monza - 9. September 2011 Foto: xpb 61 Bilder

Timo Glock startet von Platz 21 in den GP Italien. Wäre sein Heckflügel nicht zu lange in DRS-Stellung verharrt, hätte er vielleicht einen der Lotus schlagen können.

10.09.2011 Michael Schmidt

Auf den ersten Blick sieht alles ganz normal aus. Timo Glock rangiert nach dem Abschlusstraining auf Platz 21. Auf Heikki Kovalainens Lotus fehlen ihm aber nur vier Zehntel. Dabei war Glock mit einem massiven Handikap unterwegs.

Heckflügel kostet Glock sieben Zehntel

"Der Flügel blieb am Ende der Geraden zu lange offen in der DRS-Stellung. Manchmal ist er erst zurückgeklappt, als ich beim Runterschalten schon im dritten Gang war. Das Auto war deshalb unheimlich nervös in den Bremszonen. Ich habe den Flügel eine Zeitlang im Spiegel beobachtet und mir dann eine Taktik zurechtgelegt, wie ich um das Problem herumfahre. Ich schätze, dass ich deswegen trotzdem sechs bis sieben Zehntel verloren habe."

Damit hätte Glock zum ersten Mal in diesem Jahr ohne die Hilfe äußerer Umstände einen Lotus geschlagen. Heikki Kovalainen war nur um 0,407 Sekunden schneller als er. Glock schließt daraus, dass die neue Auspuffposition und die schlankere Motorverkleidung einen deutlichen Fortschritt gebracht haben.

Updates sollen in Singapur Wirkung zeigen

"Ich konnte schwer einen Unterschied feststellen, weil ich von Anfang an damit gefahren bin. Dazu war das Auto in der Aerodynamikkonfiguration für minimalen Abtrieb ungewohnt und schwer mit der alten Version vergleichbar für mich. Aber mein Teamkollege hatte den direkten Vergleich. Er ist am Freitag noch das Vorgängermodell gefahren. Und er hat erzählt, dass die neue Version deutlich besser ist."

Virgin rechnet mit drei bis vier Zehntel Zeitgewinn. "In Singapur mit dem Aerodynamikpaket für maximalen Anpressdruck erwarten wir den doppelten Vorteil, weil die Änderungen hauptsächlich für diese Spezifikation entwickelt worden sind." Lotus muss also aufpassen.

Hydraulik schuld an DRS-Defekt?

Virgin muss zunächst aber einmal das Heckflügelproblem lösen. Glock sucht nach einer Erklärung: "Wir haben noch keinen Schimmer, woran es liegt. Bei D‘Ambrosio hat DRS einwandfrei funktioniert. Vielleicht fehlte dem System die Kraft, den Flügel bei Geschwindigkeiten über 300 km/h zurückzuklappen. Dann könnte der Fehler in der Hydraulik begraben sein."

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