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Glock

Toyota fehlt Zeit

Foto: Wolfgang Wilhelm 11 Bilder

Trotz der riesigen Vorfreude auf das erste Formel-1-Rennen nach fast vier Jahren hätte sich Toyota-Pilot Timo Glock ein paar Tage mehr zur Vorbereitung gewünscht.

06.03.2008

"Wir haben von vornherein gewusst, dass wir noch ein bisschen brauchen, bis wir das Auto in der Richtung haben, wo wir es haben wollen. Da kann man schon sagen, dass die Zeit zu kurz ist", sagte Glock kurz vor dem Saisonauftakt am 16. März in Melbourne.

Probleme bei Long-Runs

"Wir haben einfach noch ein Problem über die Distanz. Da haben wir das Auto noch nicht da, wo wir es haben wollen", sagte der 25-Jährige aus Wersau im Odenwald. Über eine Runde sei der Toyota TF108 gar nicht so schlecht, meinte Glock. Auszahlen könnte sich dies bei der Qualifikation zum ersten von insgesamt 18 WM-Läufen. Auch die Zuverlässigkeit des Autos stimme, betonte Glock, der sich beim Großen Preis von Australien auch ein verfrühtes Geburtstagsgeschenk machen könnte.

"Schön wäre es, wenn wir in die Punkte fahren könnten, was aber sehr schwierig wird", sagte Glock, der zwei Tage nach der Hatz im Albert Park von Melbourne seinen 26. Geburtstag feiert. Allerdings weiß Glock, dass ihm die Konkurrenz vor allem von BMW-Sauber, Red Bull und Renault sowie möglicherweise auch Toro Rosso die Punkte nicht auf dem Silbertablett servieren wird. "Es wird ziemlich heftig, was das Thema Punkte angeht. Da gibt es einen harten Kampf zwischen allen Teams", prophezeite Glock.

Rückkehr in die Königsklasse

Als gutes Omen könnte Glocks Debüt gedeutet werden, als er am 13. Juni 2004 für Jordan als Siebter sensationell in die Punkteränge gefahren war. Insgesamt absolvierte er im selben Jahr vier Grand Prix. Danach musste er den Umweg über die amerikanische ChampCar-Serie und die GP2, die er 2007 als Nachfolger von Lewis Hamilton gewann, in die Formel 1 nehmen.

"Es gibt viele Fahrer, die viele verschiedene Talente haben. Aber das Entscheidende ist für mich Timos Speed", sagte Toyota-Team-Manager Richard Cregan dem "Darmstädter Echo". Als Nachfolger von Ralf Schumacher, der in der kommenden Saison für Mercedes-Benz beim Deutschen Tourenwagen-Masters (DTM) an den Start gehen wird, brauche sich Glock auch nicht zu verstecken. "Timo tritt natürlich in große Fußstapfen. Aber er hat auch schon bewiesen, was er kann. Die GP2-Serie zu gewinnen ist kein Kinderspiel", sagte Cregan.

Glock selbst, der sich von den stressigen Testfahrt-Tagen im heimischen Odenwald auch schon mal mit Radtouren im Kreis der Familie erholte, sieht bereits mit dem neuen Wagen ein größeres Potenzial, ihn weiterzuentwickeln als mit dem alten. "Du kannst nicht nur einen Schritt machen und dich dann wieder ausruhen. Du musst ständig versuchen, das Auto weiterzuentwickeln. Wir haben jetzt so viele Daten gesammelt über die Tests, dass die Leute in Köln wissen, in welche Richtung sie gehen müssen", sagte Glock.

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