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GP Abu Dhabi 2012 (Qualifikation)

Lewis Hamilton auf Pole, Sebastian Vettel Letzter

Lewis Hamilton GP Abu Dhabi 2012 Foto: xpb.cc 55 Bilder

Lewis Hamilton startet von Pole-Position in den GP Abu Dhabi vor Mark Webber. Sebastian Vettel wird nachträglich von Platz zwei auf Rang 24 zurückversetzt, weil sein Red Bull es nicht mehr aus eigener Kraft an die Box schaffte und nicht mehr genug Sprit an Bord war.

03.11.2012 Bianca Leppert

Zum ersten Mal seit drei Rennen wird kein Red Bull von der ersten Position ins Rennen gehen. Lewis Hamilton zeigte am Samstag (3.11.) einmal mehr seine Fahrkünste auf dem Yas Marina Circuit und trumpfte in allen drei Qualifikations-Abschnitten mit der Bestzeit auf. Am Ende drehte er im entscheidenden Q3 die schnellste Runde mit 1:40,630 Minuten. Hamilton stand bisher bei jedem Grand Prix in Abu Dhabi in der ersten Reihe. Es ist die 25. Pole-Position seiner Karriere.

"Das Team hat das ganze Wochenende einen fantastischen Job gemacht, ich weiß aber nicht warum das Auto hier so gut ist. Die Strecke liegt uns vielleicht einfach", freute sich der Engländer.

Red Bull kam nicht gegen die Überlegenheit von Hamilton an und musste sich mit Platz zwei begnügen. Mark Webber rettete die Bullen-Ehre mit einer Zeit von 1:40,978 Minuten. Ihm fehlten damit rund drei Zehntelsekunden auf die Bestzeit des McLaren-Piloten.

Vettel wird bestraft

Sebastian Vettel wäre eigentlich hinter seinem Teamkollegen von Rang drei in den Grand Prix von Abu Dhabi gestartet. Er verpasste die Zeit von Webber um nur 59 Tausendstelsekunden. Aber die Sitzung lief nicht ganz nach Plan für den Weltmeister. Vettel erlebte schon in Q1 ein Aha-Moment, als er in Kurve 19 die Mauer mit dem rechten Hinterrad streifte. Nach Q3 musste er schließlich seine Abbey auf der Strecke abstellen und per Anhalter zurück ins Fahrerlager trampen. Angeblich bekam er die Anweisung von Renault das Auto sicherheitshalber zu stoppen. Tatsächlich kamen die FIA-Kommissare zum Schluss, dass es höhere Gewalt war. Dennoch war nicht die vorgeschriebene Restspritmenge an Bord, weshalb Vettel nun auf Platz 24 zurückversetzt wurde.

"Einer der besten Skispringer hat mal gesagt: Jede Chance ist eine Gelegenheit, und was uns angeht, haben wir morgen noch einige Chancen", sagte Vettel. "Wir werden alles versuchen. Keiner hat bisher einen Punkt gemacht. Ich lege mich jetzt ins Bett, schlafe und freue mich auf morgen. Es war sicher ein Schlag für uns, aber es lässt sich nicht ändern." Teamchef Christian Horner bestätigte, dass Vettel aus der Boxengasse ins Rennen starten wird. So darf er noch Änderungen am Setup vornehmen.

Dritter ist nach der Strafe für Vettel Pastor Maldonado im Williams vor Kimi Räikkönen im Lotus. Jenson Button blieb im Vergleich zu Teamkollege Hamilton etwas im Schatten und startet nun von Rang fünf. Noch dramatischer lief es aber für Ferrari. Fernando Alonso war mit Position sieben nicht zufrieden, rückt nun aber auf sechs auf und hat Vettel weit hinter sich.

"Leider waren wir nicht schnell genug", meinte Alonso. "Aber mehr ging einfach nicht. Im Rennen waren wir bisher immer besser. Von Platz sieben haben wir noch Raum uns zu verbessern. Ich muss am Sonntag eine Quali-Runde nach der anderen drehen."

Nico Rosberg probierte im letzten Quali-Abschnitt nur einen Versuch und erzielte damit die achtschnellste Zeit. Der Mercedes-Pilot profitiert ebenfalls von Vettels Strafe und ist damit Siebter. Felipe Massa und Romain Grosjean nehmen die Positionen acht und neun ein.

Schumacher nur auf Rang 14

Nico Hülkenberg konnte seine gute Leistung aus dem dritten Training in der Qualifikation nicht wiederholen und wurde Elfter, startet aber von Platz zehn. Damit hat er sich immerhin einen wichtigen Vorteil im Kampf gegen Sauber in der Konstrukteurs-WM gesichert. "Das Auto hat sich nicht mehr so gut angefühlt wie im Training", meinte Hülkenberg. "Es ist einfach mehr rumgerutscht. Ich hoffe trotzdem, dass wir für das Rennen gut aufgestellt sind. Auf Platz 11 dürfen wir immerhin die Reifen für den Start frei auswählen."

Sergio Perez geht von Rang elf ins Rennen - er bekam nur eine Verwarnung wegen einem Vorfall mit Bruno Senna, der von Platz 14 startet. Paul di Resta nimmt den Grand Prix von Abu Dhabi auf dem zwölften Platz vor Michael Schumacherauf, für den es wieder einmal enttäuschend lief. Auf Rosberg fehlten ihm sechs Zehntelsekunden. Kamui Kobayashi gab mit Rang 16 und Startplatz 15 nicht gerade die beste Weiterempfehlung für ein weiteres Jahr bei Sauber ab. Hinter ihm reihte sich Daniel Ricciardo auf dem 17. Platz ein, der nun von 16 ins Rennen geht.

Glock mit Problemen

Im ersten Qualifikations-Abschnitt fielen die üblichen Verdächtigen durchs Raster. Jean-Eric Vergne schaffte den Sprung in Q2 nicht und geht von Platz 17 ins Rennen. Heikki Kovalainen stellte den Caterham auf die 18. Position vor Charles Pic im Marussia. Timo Glock musste sich nicht nur hinter Pic anstellen, sondern hat auch noch Vitaly Petrov am Start vor sich. Hinter ihm gehen die beiden HRT  und Vettel ins Rennen.

"Keine Ahnung, warum wir so langsam waren", meinte Glock. "Im dritten Training lief es eigentlich noch ganz gut. Im Quali hatte ich dann keinen Grip mehr. Ich habe die Reifen einfach nicht zum Arbeiten gebracht. Ich war überall zu langsam."

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