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GP Abu Dhabi 2013 (Analyse)

Hatte Kimi einfach keine Lust mehr?

Kimi Räikkönen - Formel 1 - GP Abu Dhabi - 03. November 2013 Foto: xpb 35 Bilder

Was passierte mit Kimi Räikkönen in Kurve 1? Wieso bekam Sebastian Vettel keine Strafe? Hat sich Ferrari verzockt? Wieso stoppte Force India nur einmal? Die Antworten gibt es in der Analyse.

03.11.2013 Bianca Leppert

Wieso bekam Sebastian Vettel für seine Donuts keine Strafe?

In Indien kam Red Bull Sebastian Vettels wilde Show zur Feier seines Titelgewinns teuer zu stehen. Man musste 25.000 Euro Strafe bezahlen. Der Grund waren aber nicht die Kreise, die Vettel zog, sondern, dass er sein Auto nicht im Parc fermé abstellte. Auch in Abu Dhabi unterhielt der Sieger die Fans mit einer kleinen Drift-Show. Am Funk meldete sich daraufhin Teamchef Christian Horner: "Das sind wieder 25.000 Euro - dieses Mal darfst du aber bezahlen."

Da irrte er sich allerdings. Denn der RB9 stand danach wie vorgeschrieben im Parc fermé. Für die Donuts selbst gibt es keine Strafe. Vettel riskierte damit lediglich nur, dass etwas weniger Sprit im Tank ist. Sky-Experte Martin Brundle witzelte während des Rennens: "Vettel kann seine Donuts heute schon während des Rennens machen, so weit liegt er in Führung."

Drohte Mark Webber wieder ein KERS-Defekt?

Es hätte in die Pechsträhne von Mark Webber gepasst. Am Anfang des Rennens kommunizierte er mit dem Kommandostand zum Thema KERS. Nach dem Rennen nahm er den Verschwörungstheoretikern jedoch den Wind aus den Segeln. "Es gab kein Problem mit KERS, es wurde nur ein bisschen warm, und wir wollten dem System eine Erholungsphase gönnen. Wir waren nur eine Runde aus dem Rhythmus."

Was passierte mit Kimi Räikkönen?

So mancher scherzte Kimi Räikkönen sei in Kurve 1 absichtlich in das Auto von Caterham-Pilot Giedo van der Garde reingekracht. Der Finne hatte schließlich einen dicken Hals, weil sein Gehalt nicht bezahlt wurde und weil er wegen eines nicht regelkonformen Unterbodens am Ende des Feldes losfahren musste. Sicherlich aber keine Absicht. Wer von so weit hinten startet, riskiert immer Feindberührungen. "Es war kein heftiger Schlag, der Winkel war das Problem", sagte Räikkönen anschließend. "Es ist nie einfach von so weit hinten zu starten, aber nach der Strafe war es die bessere Wahl, als aus der Boxengasse loszufahren." Laut Lotus-Chefingenieur Alan Permane hätte der Start aus der Boxengasse 20 Sekunden gekostet.

Wieso hat Force India als einziges Team nur einmal gestoppt?

Adrian Sutil und Paul di Resta waren die einzigen Fahrer im Feld, die nur einmal zum Service kamen. Sutil fuhr mit Medium-Reifen los und wechselte auf den weichen Gummi, di Resta startete mit weichen Reifen und ließ danach die Medium-Mischung aufziehen. Das Risiko wurde gesplittet. Mit dieser Strategie spielte man den großen Joker aus – den schonenden Umgang des Autos mit den Reifen. So konnte man die fehlende Schnelligkeit ausgleichen und auf seine Stärken setzen.

Schon in Indien sorgte Sutil für Aufsehen, weil er 19 Runden auf dem weichen Reifen ausharrte. In Abu Dhabi, wo die Belastung nicht so groß ist, waren es 27 Umläufe. Vor dem Rennen vermutete man, dass auch andere Teams wie Lotus diese Taktik in Erwägung ziehen. Sie hätten es aber vermutlich nicht geschafft. Das zeigte zum Beispiel Jean-Eric Vergne, der ursprünglich auch mit einem Halt auskommen wollte, in Runde 51 aber nochmal zum Last-Minute-Stopp vorbeikam.

Hat Ferrari mit der Strategie von Felipe Massa einen Fehler gemacht?

Fernando Alonso ließ bei seinem letzten Stopp in Runde 44 weiche Reifen montieren. Deshalb konnte er auch noch die schnellste Rennrunde erzielen. Hätte Ferrari bei Felipe Massa nicht dasselbe tun sollen? Der Brasilianer ist der Meinung, er hätte die verbleibenden 17 Runden auch mit der weichen Mischung gemeistert. "Die Medium-Reifen statt die weichen aufzuziehen, war nicht die beste Entscheidung. Die weiche Mischung war bis zu eine Sekunde schneller pro Runde. Ich habe im ersten Stint 19 Runden damit geschafft, und es wäre kein Problem gewesen, dass auch am Ende hinzubekommen. Wir hätten Fünfter werden können."

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