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GP Abu Dhabi 2012 (Rennanalyse)

Wie schaffte Vettel seine Aufholjagd?

Start GP Abu Dhabi 2012 Foto: Red Bull 43 Bilder

Wie kam Sebastian Vettel auf Rang drei? Wieso ließ Romain Grosjean freiwillig vorbei? Wer kollidierte mit wem? Und wieso qualmte Felipe Massa? Die Antworten geben wir in unserer Rennanalyse.

04.11.2012 Bianca Leppert

Wieso legte Felipe Massa so eine Rauchwolke aufs Parkett?

Es hatte etwas Komisches. Auch wenn Felipe Massa seinen Dreher selbst alles andere als lustig fand. Aber der plötzlich ausbrechende Ferrari war das Sahnehäubchen einer Serie von Drehern, rutschenden Autos und Feindberührungen innerhalb weniger Runden. Massa war auf der Innenseite der Kurve, Mark Webber wollte außen an dem Brasilianer vorbei gehen.

"Das Duell mit Webber war ein grundlegender Moment, denn dabei habe ich viele Plätze an einem entscheidenden Punkt im Rennen verloren", sagt Massa. "Er hat versucht außen an mir vorbeizugehen und wir haben uns berührt. Dann hat er die Schikane geschnitten und kam wieder auf die Strecke zurück. Um zu vermeiden, ihn zu treffen, hat es mich in einen Dreher gezwungen. Eine Schande, denn ich hätte das Rennen vor Kobayashi beenden können."

Wer kollidierte eigentlich mit wem?

Unfälle gab es in dem 55 Runden dauernden Grand Prix von Abu Dhabi sozusagen im Minutentakt. Keiner konnte sich über Langeweile beschweren. Stattdessen ging zwischenzeitlich der Überblick etwas verloren, kam man doch vor lauter Zwischenfällen nicht mehr hinterher. Schon am Start ging es hoch her. Hier waren Nico Hülkenberg, Bruno Senna und Paul di Resta in eine Kollison verwickelt. Hülkenberg wurde ins Sandwich zwischen die beiden genommen und beklagte sich anschließend, di Resta habe ihm wenig Platz gelassen. Der war sich hingegen keiner Schuld bewusst. Hülkenberg musste das Rennen aufgeben, di Resta trug einen Plattfuß davon.

In der ersten Runde kam Sebastian Vettel mit Senna aneinander und beschädigte sich dabei den Frontflügel. Auch Nico Rosberg und Romain Grosjean machten Bekanntschaft. Der Franzose schleppte sich mit einem kaputten rechten Vorderreifen an die Box. Kurze Zeit später krachte Nico Rosberg spektakulär in Narain Karthikeyan, weil dessen Lenkung gebrochen war. Mark Webber und Felipe Massa duellierten sich in Runde 27, woraufhin sich Massa drehte. Aber auch den Australier erwischte es noch, als sich Romain Grosjean und Sergio Perez berührten und Webber an Grosjean hängenblieb. Perez bekam eine Stop-and-Go-Strafe.

Wie hat Sebastian Vettel es von Platz 24 auf den dritten Rang geschafft?

"Das Rennen einmal von hinten aufzurollen reicht eigentlich, aber wir haben es zweimal gemacht", sagte Sebastian Vettel nach dem Rennen. Damit hatte er seine Geschichte auf den Punkt gebracht. Denn der Doppelweltmeister musste gleich zwei Mal ansetzen, um nach vorne zu kommen. Nach der ersten Runde trennten ihn auf Rang 21 15,132 Sekunden vom Führenden Lewis Hamilton. Als das Safety Car in Runde neun auf die Strecke kam, war Vettel bereits Zwölfter. Ihm halfen dabei einige Kollision, aber auch gute Überholmanöver.

Der Restart wäre eine weitere Chance für Vettel gewesen, nach vorne zu kommen. Stattdessen musste er den Frontflügel an der Box wechseln lassen und war beim Restart in Runde 14 wieder Letzter mit 12,872 Sekunden Rückstand. Stück für Stück ging es weiter nach oben im Klassement. Ab Runde 31 wurde er sogar auf dem zweiten Platz geführt, musste aber noch einen weiteren Stopp absolvieren. Dafür bot sich in Runde 37 die perfekte Gelegenheit, denn Paul di Resta, Romain Grosjean und Pastor Maldonado hielten den Verkehr auf und bereiteten Vettel damit die perfekte Lücke. Er verlor nur zwei Positionen und hatte rund 15 Sekunden Rückstand auf Button, als er wieder auf die Strecke kam. Da kam die zweite Safety Car-Phase in Runde 40 gerade recht und Vettel konnte aufschließen. Mit acht Runden älteren Medium-Reifen verteidigte sich der McLaren-Pilot noch mit aller Kraft, hatte aber keine Chance gegen Vettel auf neueren weichen Pneus.

Wieso ließ Sebastian Vettel Romain Grosjean freiwillig vorbei?

In Runde 16 überholte Sebastian Vettel bei seinem Beutezug auch Lotus-Pilot Romain Grosjean. Doch es dauerte nicht lange, bis an beiden Kommandoständen helle Aufregung herrschte. Bei Lotus funkte man Grosjean zu, dass man mit Rennleiter Charlie Whiting sprechen wolle. Auf den TV-Bildern war zu sehen, wie Vettel die weiße Linie überquerte und damit die Strecke verlassen hatte. Bevor es zu einer möglichen Strafe wie schon in Hockenheim kommen konnte, reagierte man am Red Bull-Kommandostand sofort und gab Vettel über Funk durch, Grosjean wieder vorbeizulassen. Wenige Kurven später schnappte er sich den Franzosen dann aber erneut.

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