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GP Abu Dhabi 2013 (Ergebnis Rennen)

Vettel feiert siebten Sieg in Folge

Sebastian Vettel Formel 1 GP Abu Dhabi 2013 Foto: xpb 35 Bilder

Der Weltmeister ist nicht zu stoppen. Sebastian Vettel hat das Rennen in Abu Dhabi mal wieder nach Belieben dominiert. Gemeinsam mit Mark Webber machte er den Doppelsieg für Red Bull perfekt. Nico Rosberg wurde Dritter.

03.11.2013 Bianca Leppert

Sebastian Vettel ist weiter auf Mission Rekord-Jagd. In Abu Dhabi ließ er der Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance. Der frischgebackene viermalige Weltmeister gab die Führung zu keinem Zeitpunkt des Rennens ab und fuhr souverän seinen 7. Sieg in Folge ein. Insgesamt stand er zum 11. Mal in dieser Saison auf dem obersten Treppchen. Es ist der 37. Erfolg seiner Karriere.

"Es läuft wie geschmiert. Ich konnte gut mit den Reifen haushalten. Wichtig war, am Start wegzufahren. Wir konnten das Rennen von vorneweg gut einteilen. Gestern konnte ich nicht alles rausholen. Ich war etwas sauer auf mich selbst. Aber das ist ein schönes und tolles Ergebnis. Meine Eltern waren am Wochenende da, ihnen möchte ich den Sieg widmen."

Vettel fehlerfrei zum Sieg

Seine Überlegenheit demonstrierte Vettel von Beginn an. Mark Webber verwachste wieder einmal den Start und machte damit den Weg für seinen Teamkollegen frei. Von da an drehte der frischgebackene Champion eine schnelle Runde nach der anderen. Teilweise war der 26-Jährige 1,5 Sekunden schneller als die Konkurrenz unterwegs. Am Ende gewann er das Rennen nach 55 Runden mit 30,8 Sekunden Vorsprung.

Webber konnte sich nach seinem schlechten Start noch auf den zweiten Rang zurückkämpfen. Dem Australier gelang es aber zu keinem Zeitpunkt mit Vettel mitzuhalten. "Der Start war nicht so gut. Nico hatte einen grandiosen Start. Im ersten Stint war ich auf weichen Reifen nicht schnell genug." Nico Rosberg durfte wie in Indien wieder mit aufs Podium, dieses Mal auf den 3. Rang. Mercedes war nicht in der Lage - wie nach dem Qualifying noch erwartet - den Red Bull Paroli zu bieten.

"Ich bin zufrieden mit dem dritten Platz", sagte Rosberg. "Das war unser Ziel dieses Wochenende hinter Red Bull 'Best of the rest' zu sein. Aber auch ein bisschen schade, denn ich war teilweise vor Mark."

Force India mit Einstopp-Strategie

Romain Grosjean reihte sich dahinter auf dem vierten Rang ein. Der Franzose drehte am Ende des Rennens noch einmal richtig auf, konnte Rosberg aber nicht mehr angreifen. Bei Ferrari sah dahinter zunächst alles nach einer Einstopp-Taktik aus. Doch Fernando Alonso landete schließlich mit zwei Stopps auf dem 5. Platz. Er wechselte bei einem späten zweiten Service noch einmal auf die weichen Reifen, was ihm die schnellste Rennrunde einbrachte.

Die Rennkommissare untersuchten nach dem Rennen noch einen Vorfall, bei dem Alonso nach seinem Stopp mit Jean-Eric Vergne im Toro Rosso kämpfte und dabei die Strecke verließ. Der Spanier wurde frei gesprochen. Alonso ist sich keiner Schuld bewusst: "Ich kam aus der Box und wusste, dass es eng mit Vergne wird. Wir lagen nebeneinander, und er ist immer weiter nach außen gefahren. Da musste ich neben die Strecke. Ich konnte mich ja nicht in Luft auflösen. Er hat mir da keinen Platz gelassen. Eigentlich müsste er eine Strafe bekommen."

Eine sehr starke Vorstellung zeigte Force India mit einer Einstopp-Strategie. Die Inder gingen das Risiko als einziges Team im Feld ein und brachten den auf Rang 11 gestarteten Paul di Resta damit als Sechster über die Ziellinie. Dem Schotten saß in den Schlussrunden Lewis Hamilton im Nacken, der Siebter vor Felipe Massa wurde.

Vor dem Start musste noch bis zur letzten Minute am Hamilton-Mercedes gearbeitet werden, weil am Vortag die hintere Aufhängung gebrochen war. Hamilton verlor vor allem in der Anfangsphase Zeit, als er lange hinter Esteban Gutierrez festhing. "Das Auto ist besser als das, was ich damit erreiche", meinte Hamilton. "Das ist echt eine Schande, weil unsere Jungs momentan so hart arbeiten. Zum Glück hat Nico wertvolle Punkte für die Team-Wertung nach Hause gefahren. Ich muss jetzt hart daran arbeiten, um auch dahin zu kommen." Adrian Sutil verbesserte sich vom 17. Platz auf die 10. Position hinter Sergio Perez und holte wichtige Punkte für die Konstrukteurs-WM.

Sauber ohne Punkte

Der direkte Konkurrent Sauber ging in dieser Disziplin leer aus. Nico Hülkenberg hatte mit dem 5. Startplatz die besten Ausgangschancen, doch eine Durchfahrtstrafe wegen eines "Unsafe Release" beim Boxenstopp machte seine Hoffnungen zunichte. Er geriet beinahe mit Perez im McLaren aneinander. Die nüchterne Ausbeute: Platz 14. Esteban Gutierrez holte mit Rang 13 auch keinen Blumentopf.

Für Kimi Räikkönen war das Rennen bereits in der ersten Runde gelaufen. Er kam mit einem Caterham-Piloten aneinander und beschädigte sich dabei die Aufhängung vorne rechts. Es passte in das Katastrophen-Wochenende des Finnen. Nach dem Qualifying wurde er ans Ende des Feldes zurückversetzt, weil der Unterboden nicht regelkonform war.

In der Konstrukteurswertung konnte Mercedes seinen 2. Platz hinter Red Bull festigen. Mit 334 Zählern liegt das Silberpfeil-Team nun 11 Punkte vor Konkurrent Ferrari. Weil Kimi Räikkönen in Abu Dhabi nicht punkten konnte, fiel Lotus (297) im Kampf um Rang 2 deutlich zurück. Auch im Kampf um Rang 6 scheint zwei Rennen vor Saisonende eine Vorentscheidung gefallen zu sein. Force India (77) hat sich deutlich von Sauber (45) abgesetzt. Der nächste Grand Prix findet in 14 Tagen im texanischen Austin statt.

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