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GP Aserbaidschan 2016 (Rennen)

Rosberg rollt locker zum Sieg

Nico Rosberg - GP Aserbaidschan 2016 Foto: sutton-images.com 59 Bilder

Nico Rosberg hat in Aserbaidschan den fünften Saisonsieg eingefahren und damit seine kleine Negativ-Serie beendet. In einem relativ ereignisarmen Rennen landeten Sebastian Vettel und Sergio Perez auf den Plätzen 2 und 3. Lewis Hamilton wurde nur Fünfter.

19.06.2016 Tobias Grüner

Das angekündigte Spektakel in Aserbaidschan ist ausgeblieben. Nico Rosberg fuhr von der Pole Position einen ungefährdeten Sieg nach Hause. Wider Erwarten störten keine Unfälle oder Safety-Car-Phasen den Triumphzug des Deutschen. Wegen der ungewöhnlich großen Überlegenheit des Mercedes war Lewis Hamilton an diesem Wochenende der einzige ernstzunehmende Gegner. Doch nach seinem verkorksten Qualifying hatte der Weltmeister im Rennen Schwierigkeiten, ein hartnäckiges Hybrid-Problem zu lösen. Die geplante Aufholjagd von Startplatz 10 war deshalb schon auf Rang 5 beendet.

Rosberg rast ungefährdet zum Sieg

Am Auto von Rosberg traten ähnliche Probleme auf wie bei Hamilton, doch nach Aussage von Teamchef Toto Wolff fand der Deutsche direkt die richtige Motor-Einstellung, um den Fehler zu beheben. So setzte sich der WM-Spitzenreiter nach dem gewonnen Start in den ersten Runden schnell vom Feld ab. Rosberg musste an der Front keine größeren Risiken gehen und konnte sich das Tempo über weite Strecken des Rennens einteilen. Am Ende rollte er locker mit 16,6 Sekunden Vorsprung über die Linie.

„Ich habe immer auf ein Safety-Car gewartet. Da gab es einige heiße Zweikämpfe auf der Strecke. Ich habe jeden Moment mit der Mitteilung gerechnet. Aber das Safety-Car kam zum Glück nicht. So konnte ich meinen Vorsprung immer behalten“, strahlte der Sieger anschließend. „Am Ende musste ich das Auto nur noch sicher ins Ziel bringen.“

Die größte Gegenwehr kam an diesem Tag von Ferrari. Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen legten auf dem schnellen Stadtkurs von Baku eine ordentliche Pace auf den rutschigen Asphalt. Räikkönen war durch einen frühen ersten Boxenstopp kurz an seinem deutschen Teamkollegen vorbeigegangen, musste die alte Reihenfolge aber später kampflos wieder herstellen.

„Ich weiß gar nicht, was Nico vorne gemacht hat. Den habe ich das ganze Rennen nicht gesehen. Die Lücke war heute etwas größer als letzte Woche. Das müssen wir noch verstehen“, analysierte Vettel nüchtern. „Wir hatten zwischendurch einige Diskussionen über die Strategie. Wir wollten erst früher reinkommen, doch die Taktik mit dem späten Stopp hat super funktioniert. Ich bin nur hinter Kimi rausgekommen. Damit war gesichert, dass wir am Ende auch auf Platz 2 landen.“

Perez überholt Räikkönen auf der Strecke

Weil Räikkönen mit einem technischen Problem kämpfte, musste er in der letzten Runde auch noch Sergio Perez im Force India vorbei lassen. Spannung war dabei aber nicht aufgekommen. Der Iceman war in der Anfangsphase mit allen 4 Rädern über die weiße Linie am Boxeneingang gerollt und mit einer 5-Sekunden-Strafe belegt worden. Perez hätte den Podiumsplatz also auch kampflos übernommen, wenn er (knapp) hinter dem Iceman ins Ziel gekommen wäre.

„Ich wusste am Ende, dass Kimi eine 5-Sekunden-Strafe bekommt. Das Podium war also sicher. Ich habe ihn erst angegriffen, als das Manöver ohne Risiko möglich war. Es war einfach schön auf Platz 3 über die Linie zu rollen“, fasste der Mexikaner die Schlussphase zusammen.

Lewis Hamilton konnte in den Kampf um das Podium nicht eingreifen. Nach langen Diskussionen am Funk fand er erst in Runde 42 die richtige Einstellung am Lenkrad, um sein Hybrid-Problem in den Griff zu bekommen. Zu spät um noch einen Angriff auf Perez und Räikkönen zu starten. Hinter dem Silberpfeil landete Valtteri Bottas im Williams auf Rang 6.

Die beiden Red Bull von Daniel Ricciardo und Max Verstappen kamen auf den enttäuschenden Plätzen 7 und 8 ins Ziel. Die Bullen-Autos hatten nach guter Pace im Qualifying im Rennen mit übermäßigem Reifenverschleiß zu kämpfen und mussten jeweils 2 Mal zum Boxenstopp abbiegen.

In der Schlussphase konnten sie immerhin noch Nico Hülkenberg überholen, der mit Soft-Reifen gestartet war und mit seiner alternativen Strategie von Startplatz 12 immerhin auf Rang 9 landete. Den letzten Punkt sammelte Felipe Massa im zweiten Williams ein.

Rosberg setzt sich in der WM-Wertung ab

Durch den Sieg konnte Nico Rosberg seine Führung in der WM-Wertung wieder von 9 auf 24 Punkte gegenüber Hamilton ausbauen. Sebastian Vettel ist auf Rang 3 schon 45 Zähler entfernt. Das nächste Rennen findet in 2 Wochen in Spielberg statt. Der Alpenkurs gilt ebenfalls als Power-Strecke. Mercedes reist also erneut als Favorit an.

FahrerTeamZeit / Rückstand
1. Nico RosbergMercedes1:32.52,366 Std.
2. Sebastian VettelFerrari+ 0:16.696 Min.
3. Sergio PerezForce India+ 0:25.241
4. Kimi RäikkönenFerrari+ 0:33.102
5. Lewis HamiltonMercedes+ 0:56.335
6. Valtteri BottasWilliams+ 1:00.886
7. Daniel RicciardoRed Bull+ 1:09.229
8. Max VerstappenRed Bull+ 1:10.696
9. Nico HülkenbergForce India+ 1:17.708
10. Felipe MassaWilliams+ 1:25.375
11. Jenson ButtonMcLaren+ 1:44.817
12. Felipe NasrSauber+ 1 Runde
13. Romain GrosjeanHaas+ 1 Runde
14. Kevin MagnussenRenault+ 1 Runde
15. Jolyon PalmerRenault+ 1 Runde
16. Esteban GutierrezHaas+ 1 Runde
17. Marcus EricssonSauber+ 1 Runde
18. Rio HaryantoManor+ 2 Runden
19. Fernando AlonsoMcLarenAusfall
20. Pascal WehrleinManorAusfall
21. Carlos Sainz Jr.Toro RossoAusfall
22. Daniil KvyatToro RossoAusfall
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