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GP Aserbaidschan 2016 (Qualifying)

Rosberg auf Pole, Hamilton crasht

Nico Rosberg - GP Aserbaidschan 2016 Foto: sutton-images.com 105 Bilder

Nico Rosberg hat sich die Pole Position für das erste Formel 1-Rennen in Aserbaidschan gesichert. Der Mercedes-Pilot startet neben Daniel Ricciardo aus der ersten Reihe. Lewis Hamilton strandete nach einem Crash in der dritten Quali-Runde und fährt nur von Platz 10 los.

18.06.2016 Tobias Grüner 1 Kommentar

Das erste Qualifying auf dem Baku City Circuit hat wie erwartet jede Menge Drama geboten. Verkehr, Ausrutscher und gelbe Flaggen sorgten für teilweise chaotische Bedingungen und einige Überraschungen. Dass Nico Rosberg dieses Jahr zum dritten Mal auf der Pole Position steht, konnte man noch erwarten. Doch in seiner letzten Runde hing der beste Startplatz für einen Moment am seidenen Faden.

Hamilton nach Crash nur auf Startplatz 10

Ausgangs Kurve 15 touchierte der Deutsche mit dem rechten Vorderrad leicht die Mauer. Doch der Mercedes überstand die Kollision und wurde mit einer Zeit von 1:42.758 Minuten auf dem Zielstrich gestoppt. Das konnte keiner mehr unterbieten. „Es ging drunter und drüber. Aber es ist am Ende dann doch gut gelaufen. Ich hatte nur eine Chance und die habe ich zum Glück genutzt“, strahlte der WM-Spitzenreiter.

Der einzige Kandidat, der sonst noch für den Platz an der Sonne in Frage kam, war Lewis Hamilton im zweiten Mercedes. Doch der Weltmeister leistete sich im Top Ten-Finale gleich zwei kostspielige Fehler. Den ersten Anlauf musste Hamilton nach einem Verbremser in Kurve 15 abbrechen. Im letzten Versuch nahm der Brite Kurve 11 zu eng und blieb mit dem rechten Vorderrad hängen. Die Aufhängung knickte ab und Hamilton strandete auf der Strecke.

Um das Auto zu bergen musste die Rennleitung die Sitzung unterbrechen. Das führte dazu, dass alle Piloten zwei Minuten vor dem Ende noch einen zusätzlichen Versuch geschenkt bekamen. Mit auslaufender Uhr schaffte es Daniel Ricciardo schließlich, sich noch den zweiten Platz in der Startaufstellung zu schnappen. „Das war richtig hektisch am Ende. Mein erster Run war leider nicht besonders gut. Nach dem Abbruch dachte ich schon, dass es vorbei ist. Ich wollte mit dem letzten Anlauf einfach nur ein paar Positionen gutmachen. Umso glücklicher bin ich mit Platz 2.“

Perez fährt zweitbeste Zeit

Von der Rundenzeit hätte eigentlich Sergio Perez die Position neben Rosberg verdient. Doch nach dem Crash im dritten Training musste am Auto des Mexikaners das Getriebe gewechselt werden. Das sorgte für eine Rückstufung von Platz 2 auf 7. „Für mich fühlt es sich trotzdem an wie eine Pole Position“, strahlte der Überraschungsmann.

Sebastian Vettel hätte beinahe für eine rein deutsche erste Startreihe gesorgt. Im letzten Anlauf fuhr der Heppenheimer exakt die gleiche Zeit wie Ricciardo. Doch weil der Australier die Runde wenige Sekunden vorher beendet hatte, bekommt er dem Reglement nach den Startplatz 8 Meter vor Vettel. Mit Kimi Räikkönen steht noch ein weiterer Ferrari in der zweiten Startreihe.

Williams wurde ebenfalls etwas unter Wert geschlagen. Felipe Massa und Valtteri Bottas fahren trotz guter Trainingsleistungen nur von den Plätzen 5 und 8 los. Dazwischen schob sich neben dem rückversetzten Perez noch Daniil Kvyat im Toro Rosso. Max Verstappen lieferte sich im Q3 einige Scharmützel mit Bottas, was den Holländer auf Platz 9 zurückwarf.

Hülkenberg sauer nach Kommunikationspanne

Nico Hülkenberg hätte eigentlich auch die Pace für einen Startplatz im Vorderfeld gehabt, doch im zweiten Quali-Abschnitt ging schief, was schiefgehen konnte. Beim ersten Versuch legte der Rheinländer einen Highspeed-Dreher in Kurve 16 auf den Asphalt. „Im zweiten Run hatte ich dann irgendwie nicht mehr den richtigen Grip gefunden.“ So kam nur Startplatz 12 heraus.

Hülkenberg hätte am Ende des Q2 noch eine weitere schnelle Runde versuchen können, doch ein Fehler in der Kommunikation mit seinem Renningenieur sorgte dafür, dass er den dritten Anlauf nach wenigen Metern abbrach. Als er den Fehler bemerkte, war nicht mehr genug Zeit auf der Uhr und nicht mehr genug Sprit im Tank für eine weitere schnelle Runde.

Wehrlein hadert mit gelben Flaggen

Für Pascal Wehrlein war schon in der ersten K.O.-Runde Schluss. Auf Platz 18 konnte er immerhin die beiden Renault, den Sauber von Marcus Ericsson und McLaren-Pilot Jenson Button hinter sich lassen. Etwas ärgern dürfte sich der Manor-Pilot jedoch darüber, dass Teamkollege Rio Haryanto ein knappes Zehntel schneller war und deshalb auf dem vorderen Platz in der 9. Startreihe steht.

Wehrlein hatte anschließend eine gute Begründung für die Niederlage im Manor-Duell: „Irgendjemand ist in die Auslaufzone gerutscht, wodurch gelbe Flaggen geschwenkt wurden. Hier wird dann auf der gesamten Strecke das DRS ausgeschaltet und ich war zu diesem Zeitpunkt gerade auf der Start-Ziel-Gerade. Ich ärgere mich sehr, weil es heute auf jeden Fall für Q2 gereicht hätte.“

FahrerTeamQ1Q2Q3
1. Nico RosbergMercedes1:43.6851:42.5201:42.758
2. Sergio Perez*Force India1:44.4621:43.9391:43.515
3. Daniel RicciardoRed Bull1:44.5701:44.8261:43.966
4. Sebastian VettelFerrari1:45.0621:44.4611:43.966
5. Kimi RäikkönenFerrari1:44.9361:44.5331:44.269
6. Felipe MassaWilliams1:45.4941:44.6961:44.483
7. Daniil KvyatToro Rosso1:44.6941:44.6871:44.717
8. Valtteri BottasWilliams1:44.7061:44.4771:45.246
9. Max VerstappenRed Bull1:44.9391:44.3871:45.570
10. Lewis HamiltonMercedes1:44.2591:43.5262:01.954
11. Romain GrosjeanHaas1:45.5071:44.755
12. Nico HülkenbergForce India1:44.8601:44.824
13. Carlos Sainz Jr.Toro Rosso1:44.8271:45.000
14. Fernando AlonsoMcLaren1:45.5251:45.270
15. Esteban GutierrezHaas1:45.3001:45.349
16. Felipe NasrSauber1:45.5491:46.048
17. Rio HaryantoManor1:45:665
18. Pascal WehrleinManor1:45.750
19. Jenson ButtonMcLaren1:45.804
20. Marcus EricssonSauber1:46.231
21. Kevin MagnussenRenault1:46.348
22. Jolyon PalmerRenault1:46.394
* 5 Plätze Strafe
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Hülkenberg meinte nach der Quali, dass der Kommunikationsfehler mit seinem Ingenieur kein wirklicher gewesen wäre und es an dem Resultat nichts geändert hätte, da er bereits zu Beginn des Versuchs zu langsam war. Hauptproblem war, dass das Gripniveau bei seinem zweiten Versuch längst nicht mehr so hoch war wie bei seinem ersten Versuch, bei dem er sich leider gedreht hatte. Die Kommunikation war kein wirkliches Problem.

PeterSchlosser 18. Juni 2016, 17:02 Uhr
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