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GP Australien 2011 - Ergebnis Rennen: Vettel gewinnt Auftakt in Melbourne

Sebastian Vettel

Sebastian Vettel macht da weiter, wo er 2010 aufgehört hat. Der Weltmeister triumphierte souverän beim Saisonauftakt in Melbourne. Zweiter wurde Lewis Hamilton im McLaren. Auf Rang drei lief sensationell Vitaly Petrov im Renault ein.

Sebastian Vettels Traum will einfach nicht enden. Nach seiner überragenden Leistung im Qualifying blieb der Champion auch im Rennen fehlerfrei. Der 11. Sieg seiner Karriere geriet dabei nie in Gefahr.

"Ich bin sehr zufrieden. Das war für uns ein Rennen ins Ungewisse. Wir wussten ja nicht, was wir erwarten konnten", freute sich Vettel. "Ich bin ja heute das erste Mal hier ins Ziel gekommen. Wir können wirklich mit dem Tag zufrieden sein."

Den Grundstein für seinen ersten Erfolg in Melbourne legte der Heppenheimer schon am Start. Obwohl er ohne KERS unterwegs war, beschleunigte er den McLaren von Lewis Hamilton auf dem Weg in die erste Kurve aus und verteidigte die Spitze. Danach ging es nur noch darum den Vorsprung zu verwalten.

Hamilton mit beschädigtem Unterboden

Hamilton kämpfte am Sonntag mit stumpfen Waffen. Bei einem Ausritt in die Wiese beschädigte sich der Engländer den Unterboden und konnte den Sieg Vettels nie ernsthaft gefährden. Nach dem schwachen Testwinter war Hamilton mit Rang zwei aber dennoch zufrieden. "Unsere Pace war sehr gut heute. Darauf können wir sehr stolz sein."

Auf dem dritten Podiumsplatz feierte am Ende überraschend Vitaly Petrov. Der Russe ging schon am Start am Ferrari von Fernando Alonso vorbei und hielt sich dank einer guten Zweistoppstrategie bis ins Ziel vor dem Ferrari, der drei Mal an die Box ging. Schon im vergangenen Saisonfinale in Abu Dhabi musste sich Alonso den Renault-Heckflügel des Russen lange von hinten anschauen."Petrov hatte einen guten Start und auch sein letzter Stint war sehr gut. Den Podestplatz hat er sich verdient," musste Alonso neidlos anerkennen.

Webber fällt hinter Alonso zurück

Hinter dem Spanier belegte Mark Webber Rang fünf. Zur Enttäuschung seiner vielen Fans auf den Tribünen konnte der Australier im Rennen nicht glänzen. Auch er fiel schnell hinter Petrov zurück. Nach seinem dritten Boxenstopp verlor Webber auch noch den Platz gegen Alonso, als er sich kurz verbremste und in die Wiese musste.

Auch Jenson Button blieb am Sonntag nicht fehlerfrei und viel von Startplatz vier auf Rang sechs zurück. Im Zweikampf mit Felipe Massa nutzte der Brite den Notausgang, um am Ferrari vorbeizukommen. "Felipe war so langsam unterwegs, ich weiß nicht, was da los war. Aber er hat gut geblockt und ich kam einfach nicht vorbei. Wenn ich in der Situation versucht hätte, auf der Strecke zu bleiben, wären wir gecrasht. Also bin ich ausgewichen." Da er den Brasilianer nicht wieder vorbei ließ, sprach die Rennleitung eine Durchfahrtsstrafe aus. Am Ende fiel Button auf Rang sechs zurück.

Beide Sauber disqualifiziert

Auf Rang sieben sorgte Rookie Sergio Perez für die größte Überraschung. Mit einer sensationellen Einstopp-Strategie schob sich der Sauber von Startplatz 13 weit nach vorne. Dass man mit nur zwei Sätzen der neuen Pirelli-Reifen über die Renndistanz kommt, hatte nach den Eindrücken beim Test wohl niemand erwartet. Kamui Kobayashi schien auf Rang acht die Sauber-Punkte-Party perfekt zu machen. Doch dreieinhalb Stunden nach dem Rennen wurden beide Sauber disqualifiziert, weil der Heckflügel nicht den Regeln entsprach.

Felipe Massa im zweiten Ferrari kam nach einem schwachen Rennen mit vielen Verbremsern nur auf Rang neun über die Ziellinie, erbte nach der Sauber-Disqualifikation allerdings den siebten Platz von Perez. Auch Sebastien Buemi im Toro Rosso rutschte nach vorne. Statt Rang zehn feierte der Schweizer den achten Platz.

Auch Force India beendete das Rennen plötzlich doch noch in den Punkten. Adrian Sutil und Paul di Resta fanden sich am Ende auf Rang neun und zehn wieder. "Leider haben die Boxenstopps heute gar nicht geklappt, die haben viel zu lange gedauert. Da müssen wir uns noch unheimlich verbessern. So kann man am Ende nicht weiter nach vorne kommen," zeigte sich der Gräfelfinger mit seinem Team unzufrieden.

Nick Heidfelds Zähler stehen dagegen noch bei Null. Im Gegensatz zu Petrov kam der Mönchengladbacher nie auf Touren und landete auf einem enttäuschenden 12. Platz. Eine Startkollision riss dem Renault den Seitenkasten auf. "Das Auto war danach unfahrbar. Das einzig gute an meinem Rennen heute war der Start. Da habe ich einige Plätze gut gemacht."

Auftaktpleite für Mercedes

Auch das Mercedes-Duo reist ohne Punkte aus Melbourne ab. Michael Schumacher fiel schon am Start mit einem Reifenschaden zurück. In Runde 23 war dann ganz Schluss. "Gleich in Kurve drei ist mir jemand hinten ans Rad gefahren. Ich hatte eigentlich einen guten Start. Der Plattfuß hat dann den Unterboden beschädigt und auch die Radaufhängung war in Mitleidenschaft gezogen. Da hat das Team mir gesagt, dass es aus Sicherheitsgründen besser ist aufzuhören."

Auch für Teamkollege Nico Rosberg gab es ein vorzeitiges Aus. Er kam nur zwei Runden weiter als Schumacher. Schuld an seinem Ausfall war eine Kollision mit Rubens Barrichello, der ihm beim Überholversuch in den Seitenkühler fuhr. "Das war sicher kein super Manöver von Rubens", grollte Rosberg später. "Ich habe nicht erwartet, dass da ein Angriff kommt, weil er viel zu weit weg war. Dann kam plötzlich der Schlag von hinten."

Auch Timo Glock musste mitten im Rennen vorzeitig in die Garage. Allerdings konnten die Virgin-Mechaniker das Auto noch einmal reparieren. Mit sieben Runden Rückstand blieb der Deutsche allerdings außerhalb der Wertung.

GP Australien 2011: Ergebnis Rennen
Fahrer Team Zeit/ Rückstand
1. Sebastian Vettel Red Bull 1:29.30,259 Std.
2. Lewis Hamilton McLaren + 0:22.297 Min.
3. Vitaly Petrov Renault + 0:30.560
4. Fernando Alonso Ferrari + 0:31.772
5. Mark Webber Red Bull + 0:38.171
6. Jenson Button McLaren + 0:54.304
7. Felipe Massa Ferrari + 1:25.186
8. Sebastien Buemi Toro Rosso + 1 Runde
9. Adrian Sutil Force India + 1 Runde
10. Paul di Resta Force India + 1 Runde
11. Jaime Alguersuari Toro Rosso + 1 Runde
12. Nick Heidfeld Renault + 1 Runde
13. Jarno Trulli Lotus + 2 Runden
14. Jerome D'Ambrosio Virgin + 4 Runden
15. Timo Glock Virgin Ausfall
16. Rubens Barrichello Williams Ausfall
17. Nico Rosberg Mercedes Ausfall
18. Heikki Kovalainen Lotus Ausfall
19. Michael Schumacher Mercedes Ausfall
20. Pastor Maldonado Williams Ausfall
21. Sergio Perez Sauber disqualifiziert
22. Kamui Kobayashi Sauber disqualifiziert
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