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GP Australien 2012 (Ergebnis Rennen)

Button triumphiert vor Vettel

Start GP Australien 2012 Foto: xpb 69 Bilder

Jenson Button heißt der erste Grand Prix-Sieger der Saison 2012. Der McLaren-Pilot kam 2,1 Sekunden vor Champion Sebastian Vettel ins Ziel. Für Mercedes gab es nach dem guten Qualifying eine Enttäuschung.

18.03.2012 Tobias Grüner

Die Entscheidung beim ersten Rennen des Jahres fiel bereits auf den ersten Metern. Jenson Button beschleunigte Teamkollege Lewis Hamilton auf dem Weg in die erste Kurve aus und ließ sich die Spitzenposition in den 58 Runden danach nicht mehr nehmen. Auch eine Safety-Car-Phase in der 37. Runde konnte den McLaren-Pilot nicht von seinem dritten Australien-Sieg abhalten. "Die Qualifikation hat schon gezeigt, dass wir einen guten Winter hatten. Der erste Sieg des Jahres ist besonders schön. Ein Dank an das ganze Team", freute sich der Vorjahreszweite.

Vettel holt das Maximum mit Rang zwei

Das Duell um Rang zwei zwischen Sebastian Vettel und Lewis Hamilton ging mit etwas Safety-Car-Glück an den Heppenheimer. Die beiden McLaren waren gerade mit dem letzten Reifenwechsel fertig, als der Caterham von Vitaly Petrov auf der Zielgeraden stehenblieb und das Rennen in der 37. Runde neutralisiert werden musste. Hamilton musste anschließend einen großen Teil der Runde im langsamen Tempo zurücklegen, während Vettel weiter vorne selbst zum Boxenstopp abbog. Genau vor der Nase seines Kontrahenten kam der Weltmeister zurück auf die Strecke.

"Ich hätte vielleicht auch ohne Safety-Car eine Chance gehabt", analysierte Vettel später. "Es wäre zumindest eng geworden. Mit dem Safety-Car war es sicher einfacher. Nach dem Restart hatte ich gehofft, Jenson vorne anzugreifen. Aber der war nach zwei Kurven schon wieder weg. Der war heute unschlagbar. Von Startplatz sechs können wir heute sicher gut mit Rang zwei leben."

Alonso betreibt Schadensbegrenzung für Ferrari

Teamkollege Mark Webber machte auf Rang vier das bunt gemischte McLaren-Red Bull-Quartett an der Spitze komplett. Nach einem schlechten Start war der Australier in der Anfangsphase schon wieder auf Rang neun zurückgefallen. Mit einem guten Speed, der perfekten Taktik und einigen beherzten Manövern kämpfte sich Webber wieder zurück in die Nähe des Podiums.

Dahinter konnte Fernando Alonso mit Rang fünf Schadensbegrenzung betreiben. Der Ferrari-Pilot kam schon in der ersten Runde von Startplatz zwölf auf Rang acht nach vorne. Mit einer überraschend guten Rennpace und etwas Glück durch Ausfälle der Konkurrenz kam am Ende ein fünfter Platz heraus. Für Teamkollege Felipe Massa lief es deutlich schlechter. Der Brasilianer konnte kein konkurrenzfähiges Tempo anschlagen. Im Zweikampf mit Landsmann Bruno Senna verbog er sich zwölf Runden vor Schluss die Aufhängung und musste aufgeben.

Spannender Krimi um die Plätze sechs bis elf

Ab Platz sechs begann der große Streit um die letzten WM-Punkte. Die Safety-Car-Phase hatte die Mittelfeldteams eng zusammengeschoben. In den letzten 17 Runden wurde den Fans ein heißer Kampf mit vielen Positionswechseln geboten. Mit Rang sechs kam Sauber-Pilot Kobayashi am Ende als Erster aus dem Pulk über die Ziellinie und sicherte sich Rang sechs.

Kimi Räikkönen im Lotus fuhr nur 1,2 Sekunden hinter dem Japaner als Siebter über die Ziellinie. Der finnische Rückkehrer zeigte bei seinem Formel 1-Comeback eine grandiose Aufholjagd, die mit sechs Punkten belohnt wurde. Teamkollege Romain Grosjean hatte weniger Glück. Der auf Rang drei gestartete Franzose beschädigte sich im Zweikampf mit Williams-Pilot Pastor Maldonado in Runde elf die Aufhängung und musste aufgeben.

Maldonado fuhr seinerseits lange Zeit ein beeindruckendes Rennen. Doch in der letzten Runde verlor der Venezolaner auf Rang sechs liegend plötzlich die Kontrolle über seinen Williams und krachte frontal in die Mauer.

Rosberg mit Plattfuß in der letzten Runde

Neben dem Crash von Maldonado riss auch der Kampf um Rang sechs die Fans von den Sitzen. Lange hatten Sergio Perez und Nico Rosberg die besten Karten. Durch eine Kollision der beiden in der letzten Runde wurde aber alles neu gemischt. Rosberg rutschte durch einen Plattfuß komplett aus den Punkten. Perez verteidigte mit Hängen und Würgen gerade noch Rang acht.

"Meiner Meinung nach ist Perez am Ende etwas zu aggressiv gefahren", klagte Rosberg anschließend. "Er hat mit seinem Frontflügel meinen Hinterreifen erwischt und dann hatte ich einen Platten. Es war kein guter Tag für uns. Wir hatten einen größeren Reifenverschleiß als die anderen und konnten nicht so lange fahren. Das müssen wir jetzt analysieren."

Durch die Kollision und die beiden langsameren Autos entwickelte sich in den letzten Kurven ein spannender Spurt in Richtung Ziellinie. Lokalmatador Daniel Ricciardo sicherte sich bei seinem Debüt im Toro Rosso Rang neun. Zwei Zehntel dahinter kam der Force India von Paul di Resta ins Ziel. Jean-Eric Vergne auf Rang elf verpasste bei seinem Debüt um nur eine Zehntel die Punkte.

Getriebeschaden bei Schumacher

Timo Glock sah auf Rang 14 immerhin die Ziellinie im neuen Virgin. Für Landsmann Michael Schumacher war das Rennen dagegen schon nach elf Runden beendet. Im Zweikampf mit Vettel um Rang drei bog der Rekordchampion plötzlich in die Wiese ab. Was zunächst wie ein Fehler des Mercedes-Piloten aussah, entpuppte sich schnell als Getriebeschaden. "Beim Reinfahren in Kurve eins blieb plötzlich die Zugkraft des Getriebes weg. Daher bin ich auch geradeaus in die Wiese gefahren, um keinen Dreher zu riskieren."

Schumi rollte noch einmal um den Kurs, musste seinen Silberpfeil dann in der Box abstellen. Vorher sah alles danach aus, als könnte er endlich den ersten Podiumsplatz seit seinem Comeback einfahren. "Der Start war ganz gut, ich hätte eventuell noch Lewis attackieren können, wollte aber kein unnötiges Risiko eingehen und auf eine Chance im Rennen warten."

Hülk crasht erneut in Runde eins

Das gleiche Schicksal ereilte auch Nico Hülkenberg. Der Force India-Pilot musste sein Auto sogar schon in der ersten Runde abstellen.-Wie bei seinem Melbourne-Debüt vor zwei Jahren wurde der Rheinländer in einen Startcrash verwickelt. "Irgendwie scheint der Albert Park was dagegen zu haben, mich hier eine komplette Renndistanz fahren zu lassen", übte sich "Hülk" in Galgenhumor. "Es ist sehr enttäuschend. Ich hatte einen super Start, war schon hinter Mark Webber, habe eingelenkt und dann hat es mir den Reifen weggeschlagen. Sehr sehr schade."

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