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GP Australien 2015 (Ergebnis Rennen)

Hamilton siegt vor Rosberg und Vettel

Start - GP Australien 2015 Foto: xpb 71 Bilder

Lewis Hamilton hat den Formel 1-Saisonauftakt in Australien gewonnen. Der Weltmeister setzte sich im Mercedes-Duell souverän gegen Teamkollege Nico Rosberg durch. Mit Sebastian Vettel landete dahinter noch ein weiterer deutscher Pilot auf dem Podium.

15.03.2015 Tobias Grüner

Die Formel 1-Saison 2015 beginnt wie das letzte Jahr aufgehört hat - mit einem Sieg von Lewis Hamilton. Der von der Pole Position gestartete Brite diktierte am Sonntag (15.3.2015) in Melbourne von Beginn an das Tempo. Teamkollege Nico Rosberg konnte den Rückstand zwar immer wieder etwas reduzieren. Doch Hamilton hatte stets einen Konter parat, wenn der zweite Silberpfeil zu nah im Rückspiegel auftauchte. Im Ziel trennten die beiden WM-Konkurrenten 1,3 Sekunden.

Hamilton mit weltmeisterlicher Fahrt zum Australien-Sieg

"Das ist ein fantastisches Ergebnis für das Team. Nico ist sehr gut gefahren. Aber wenn er den Druck erhöht hat, konnte ich immer reagieren. Das war nicht so einfach, weil wir nicht wussten wie lange die Reifen halten", erklärte der Auftaktsieger anschließend. Auf dem Podium scherzte Hamilton mit Arnold Schwarzenegger, der das Siegerinterview führte. "I'll be back", so die frühe Kampfansage für Malaysia.

Rosberg gab sich weniger euphorisch: "Rang 2 ist für heute in Ordnung. Das war ein toller Start für das Team. Lewis hat das ganze Wochenende gute Arbeit abgeliefert. Er ist gefahren wie ein Weltmeister. Ich habe versucht Druck zu machen. Aber es hat leider nicht ganz gereicht. 1:0 für ihn - aber die Saison ist noch lang. Ich werde ihm das Leben schon noch schwer machen."

Vettel überholt Massa an der Box

Die Konkurrenz konnte nicht in den Kampf der beiden Mercedes eingreifen. Sebastian Vettel rollte mit 34,5 Sekunden Rückstand über den Strich. Mehr als Rang 3 war für den Heppenheimer beim Debüt für Ferrari nicht drin. Von Platz 4 gestartet schnappte sich Vettel den Williams von Felipe Massa bereits im Zuge der ersten - und bei vielen Piloten einzigen - Boxenstopps. Massa hatte 3 Runden vor dem Ferrari von Soft auf Medium-Reifen gewechselt, blieb im Fernduell anschließend aber im Verkehr stecken.

"Das ist ein riesen Erfolg für uns. Es fühlt sich an wie ein Sieg", strahlte Vettel. "Das hatten wir so nicht erwartet. Wir haben es geschafft, hier einen fast perfekten Job ab zuliefern. Aber wir haben noch viel Arbeit vor uns um die Mercedes herauszufordern. Es ist natürlich eine riesen Erleichterung auf dem Podium zu stehen."

Ein Schlüssel zum Ziel war für Vettel das gute Reifenmanagement: "Es war wie erwartet sehr knapp mit den Williams. Mein Start war nicht ganz so gut. Zum Glück hat es unter dem Strich nichts ausgemacht. Ich habe die Reifen auch gut in Schuss gehalten. Das ist ja auch schon eine Zeit lang her, dass ich das geschafft habe."

Massas Williams-Teamkollege Valtteri Bottas hatte schon vor dem Start passen müssen. Der Finne zog sich im Qualifying eine Bandscheibenverletzung zu und bekam von den FIA-Ärzten keine Rennfreigabe. Auch Vettels Ferrari-Teamkollege Kimi Räikkönen sah die Zielflagge nicht. Nachdem der Finne schon am Start mehrere Feindkontakte hatte, sorgte schließlich ein Fehler beim zweiten Boxenstopp für das Aus. Ein Mechaniker hatte das Rad hinten links nicht richtig festgezurrt.

Nur 11 Piloten sehen die Zielflagge

Die beiden Finnen waren nur ein Teil einer wahren Ausfall-Orgie beim Saisonauftakt. Kevin Magnussen musste seinen McLaren schon auf dem Weg in die Startaufstellung mit einem kapitalen Motorschaden abstellen. Auch Daniil Kvyat gab bei seinem ersten Einsatz für Red Bull schon vor dem Start auf. Ein Getriebeschaden sorgte für das frühe Ende. Somit fuhren nur 15 Autos los, als die Lichter der Ampel erloschen.

Nach der ersten Runde waren es nur noch 13 Teilnehmer. Beide Lotus-Autos verabschiedeten sich auf den ersten Metern. Romain Grosjean musste sein Auto mit einem Antriebsproblem nach einer Runde in der Garage abstellen. Teamkollege Pastor Maldonado wurde nach der ersten Kurve durch einen kleinen unabsichtlichen Schubser von Sauber-Pilot Felipe Nasr in die Mauer befördert.

Toro Rosso-Rookie Max Verstappen sah die Zielflagge ebenfalls nicht. In Runde 33 war das Debüt für den 17-Jährigen mit einem Antriebsproblem beendet. Den Rekord für den jüngsten GP-Starter aller Zeiten kann ihm allerdings niemand mehr nehmen. Insgesamt kamen nur 11 Autos ins Ziel. Jenson Button war der einzige Ankommer außerhalb der Punkte, obwohl er sich lange tapfer gegen Sergio Perez gewehrt hatte. Erst in der 42. Runde kam der Mexikaner vorbei und sammelte den letzten Zähler.

Sauber mit 14 Punkten beim Saisonstart

Die vielen Ausfälle sorgten für ungewöhnliche Namen in den Top Ten. Felipe Nasr, der schon mit einem kompromisslosen Start mehrere Plätze gutgemacht hatte, fuhr ein fehlerfreies Rennen und landete auf Rang 5. Der Rookie hielt den Red Bull von Lokalmatador Daniel Ricciardo clever in Schach und brachte 10 Punkte auf das Sauber-Teamkonto. Teamkollege Marcus Ericsson auf Rang 8 steuerte 4 weitere Zähler für das Schweizer Team bei, das zuletzt nicht gerade viele positive Schlagzeilen schrieb. Sauber ist damit auf Rang 3 hinter Mercedes und Ferrari in der Teamwertung.

Auch die beiden Force India landeten in den Punkten. Nico Hülkenberg reichte ein Rennen ohne große Zwischenfälle für Rang 7. Teamkollege Perez, der zwischendurch mit dem McLaren von Button kollidiert war, kam wie bereits erwähnt auf Rang 10. Davor landete noch Carlos Sainz im Toro Rosso auf Position 9. Das nächste Rennen findet in 14 Tagen in Malaysia statt.

FahrerTeamZeit / Rückstand
1. Lewis HamiltonMercedes1:31.54,067 Std.
2. Nico RosbergMercedes+ 0:01.360 Min.
3. Sebastian VettelFerrari+ 0:34.523
4. Felipe MassaWilliams+ 0:38.196
5. Felipe NasrSauber+ 1:35.149
6. Daniel RicciardoRed Bull+ 1 Runde
7. Nico HülkenbergForce India+ 1 Runde
8. Marcus EricssonSauber+ 1 Runde
9. Carlos SainzToro Rosso+ 1 Runde
10. Sergio PerezForce India+ 1 Runde
11. Jenson ButtonMcLaren+ 2 Runden
12. Kimi RäikkönenFerrariAusfall
13. Max VerstappenToro RossoAusfall
14. Romain GrosjeanLotusAusfall
15. Pastor MaldonadoLotusAusfall
16. Daniil KvyatRed BullAusfall
17. Kevin MagnussenMcLarenAusfall
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