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GP Australien

Alonso siegt, Schumi fliegt

Foto: dpa 70 Bilder

Update ++ Weltmeister Fernando Alonso war im Renault beim Großen Preis von Australien nicht zu schlagen. Ferrari ging leer aus. Michael Schumacher und Felipe Massa fielen durch Unfälle aus. Ralf Schumacher wurde im Toyota Dritter. Scott Speed verlor einen Punkt nach einer Zeitstrafe.

02.04.2006 Markus Stier

Als Fernando Alonso nach dem Start den Trainingsschnellsten Jenson Button hinter sich gelassen hatte, war der Weg frei. "Schon zwei Runden vor Rennende gestand der Spanier seinem Renningeniuer über Funk: "Ich bin total entspannt." Der Weltmeister eroberte seinen zehnten Grand Prix-Sieg und setzte sich in der Weltmeisterschaft mit 28 Punkten weiter ab.

In einem von zahlreichen Unfällen und vier Safety-Car-Phasen geprägten Rennen blieb Ferrari punktelos. Felipe Massas Rennen endete schon in der ersten Kurve, als ihn Christian Klien anschob. Ein Opfer des gleichen Vorfalls wurde Nico Rosberg, als der abfliegende Massa das Heck des Williams rasierte.

Michael Schumacher kämpfte sich zeitweilig bis auf Rang vier nach vorn, doch als er in der 34. Runde von der Strecke abkam, knallte der Ferrari in der Zielkurve in die Boxenmauer. "Ich bin in Jensons Windschatten gekommen, habe Untersteuern bekommen und bin aufs Gras geraten", sagte Schumacher.

An gleicher Stelle rodelte auch Juan Pablo Montoya von der Strecke. Der Kolumbianer konnte seinen McLaren abfangen, doch ein Folgedefekt an der Elektronik legte den McLaren wenige Meter später lahm. Montoya hatte zuvor für Aufsehen gesorgt, weil er sich schon in der Einführungsrunde drehte.

Ralf Schumacher: "Glück gehabt"

Teamkollege Kimi Räikkönen wurde Zweiter, konnte Alonso aber nicht gefährden, weil ein defekter Frontflügel und ein Bremsplatten im zweiten Renndrittel für Vibrationen und starkes Untersteuern sorgten. "Ich hätte um den Sieg mitfahren können, aber dann habe ich einen kleinen Fehler gemacht", gestand der Finne.

Die große Überraschung war Ralf Schumacher, der im Toyota auf Platz drei kam, obwohl er durch einen falsch gedrückten Schalter in der Boxengasse zu schnell war und eine Durchfahrtsstrafe kassierte. "Es war mein Fehler, aber die Safety-Car-Phasen haben uns geholfen", sagte Schumacher.

Hinter ihm landete mit Nick Heidfeld der zweibeste Deutsche. Heidfeld lag zwischenzeitlich auf Rang zwei, hatte aber Mühe, während der letzten Safety-Car-Phase seine Reifen auf Temperatur zu halten und fiel drei Plätze zurück. "Wir sollten zufrieden sein", sagte Heidfeld.

Motorexplosion auf der Zielgeraden

Dass doch noch Rang vier heraussprang, verdankte der BMW-Fahrer Jenson Button, der ebenfalls lange mit seinen Reifen kämpfte und in der letzten Runde auf der Zielgeraden mit einem explodierenden Motor ausfiel. Der Brite war zuvor lange von Giancarlo Fisichella im zweiten Renault gehetzt worden. Der Italiener hatte beim Start ein technisches Problem und musste dem Feld aus der Boxengasse hinterhereilen. Wegen dieses Vorfalls wurde das Rennen um eine Runde auf 57 Umläufe verkürzt. Dank seines fünften Ranges liegt Fisichella in der Fahrer-Wertung nun punktgleich mit Kimi Räikkönen (14 Zähler) auf dem zweiten Rang.

Die Red Bull-Box mahnte kurz vor Rennende David Coulthard, er müsse unbedingt Scott Speed Speed im Red Bull-B-Team Toro Rosso überholen. Doch der Amerikaner wehrte sich standhaft und holte dank Buttons Motorplatzer im dritten Grand Prix seiner Karriere seinen ersten WM-Punkt als Achter. Doch die Freude währte nur kurz. Nach dem Rennen erhielt Speed wegn unerlaubten Überholens während einer Gelbphase eine Zeitstrafe von 25 Sekunden, was ihn auf Rang neun zurückwarf. Weil Speed während der Anhörung fluchend über einen Fahrerkollegen herzog, verdonnerten ihn die Stewards gleich noch zu 5000 Dollat Geldstrafe.

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