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GP Australien

Fruchtloser Freitag

Foto: dpa

Die ersten freien Trainings brachten wenig greifbare Resultate, um das Kräfteverhältnis vor dem Großen Preis von Australien (2.4.) richtig einzuschätzen. Unsicherheiten bei den Reifen, fehlende Fahrpraxis und Wetterkapriolen machten den Teams zu schaffen.

31.03.2006 Markus Stier

Es war kein besonders produktiver Tag in Melbourne. Aus Furcht vor Motorschäden drehten viele Fahrer nur wenige Runden. Nick Heidfeld konnte laut Technik-Chef Willi Rampf lediglich eine Basis-Abstimmung herausfahren. "Das Auto fühlt sich nicht so schlecht an", aber Genaueres kann der Rheydter auch nicht sagen. Platz 15 untermauert seinen Eindruck nicht gerade.

Nico Rosberg hatte in seinen wenigen Runden Probleme, die richtigen Bremspunkte zu finden. Wer nicht auf Anhieb klar kam, muss in langen Sitzungen mit den Ingenieuren das Setup für Samstag zusammenpuzzeln.

Raten von Spritmengen

Zusätzliche Verwirrung bringen die Reifen. Gerade die Bridgestone-Gummis bei Ferrari und Williams funktionieren in einem extrem schmalen Temperaturfenster. Ist dieses erreicht, sinken die Rundenzeiten nahezu unabhängig vom Benzingewicht rapide. So fällt es schwer, die Zeiten mit der möglichen Spritmenge in Verbindung zu bringen.

Ferrari, BMW und Williams haben Motorenprobleme und versuchen diese mit reduzierten Drehzahlen zu verhindern. Niemand im Fahrerlager kann abschätzen, wie stark sich diese Modifikationen auswirken.

Michael Schumacher meint: "Ich habe ein gutes Gefühl. Ich glaube, dass wir morgen vorn mitfahren können." Das Wort Pole Position mag der Ferrari-Star aber nicht in den Munde nehmen. Bruder Ralf sieht seinen Toyota irgendwo "zwischen Platz vier und acht". Woher der 18. des Trainings diese Erkenntnis gewinnt, bleibt ein Rätsel.

Der Herbst stört beim Setup

Alle litten unter der rutschigen Piste im Albert Park. Wegen der Commonwealth-Spiele verschob Bernie Ecclestone den sonstigen Saisonauftakt um drei Wochen nach hinten, und nun gerät der Formel 1-Zirkus in den australischen Herbst. Permanent drehender Wind verlegte am Freitag die Bremspunkte in fast jeder Runde.

Ständige Regenfälle haben die 5,3 Kilometer lange Piste stark verschmutzt, und Besserung ist nicht in Sicht. Nach den freien Trainings am Freitag war gerade einmal die Ideallinie gesäubert, prompt fing es kurz nach Trainingsende wieder an zu schütten. So fangen die Akteure am Samstag wieder auf schmutzigem Asphalt an. Das Wetter präsentierte sich mit 22 Grad Lufttemperatur eher kühl, am Sonntag soll der Himmel aufreißen und schöneres Wetter bringen - wieder andere Bedingungen.

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