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Sauber beim GP Australien

Schwierige Aufgabe für das Sauber-Duo

Sauber C30 Kobayashi Test 2011 Foto: xpb 7 Bilder

Die beiden Sauber-Piloten kämpfen in Australien mit unterschiedlichen Schwierigkeiten. Kobayashi muss die Gedanken an seine japanische Heimat verdrängen. Für Perez ist es das erste Formel 1-Rennen überhaupt.

18.03.2011 Tobias Grüner

Das Schweizer Sauber-Team hat allen Grund, optimistisch nach Melbourne zu reisen. Die Eindrücke der letzten Tests von Barcelona waren durchweg positiv. Sergio Perez fuhr die drittschnellste Runde der gesamten Woche, geschlagen nur von Michael Schumacher und Fernando Alonso.

Doch gute Testergebnisse haben bei Sauber nicht viel zu sagen. In der vergangenen Saison ging das Team auch mit großen Erwartungen in das erste Rennen in Bahrain. Doch dort folgte schnell die Ernüchterung. Bis das Auto endlich zum Punktekandidaten wurde, verging eine halbe Saison. In diesem Jahr soll das anders werden. "Wir wollen beim Auftakt in die Punkte", gab Perez als Minimalziel für Melbourne aus.

Australien Neuland für Perez

Eine große Eingewöhnungszeit kann sich der Rookie bei seinem ersten Formel 1-Rennen nicht leisten. "Es wird ein Wochenende werden, an dem ich mich sehr schnell auf vielfältige Dinge einstellen muss - die Rennstrecke ist für mich Neuland, und ich erlebe all die Prozesse vom Training über das Qualifying bis zum Rennen zum ersten Mal", beschreibt der Mexikaner seine Mammutaufgabe.

Der 21-Jährige ist gespannt, was ihn "Down Under" erwarten wird: "Ich habe noch keine Vorstellung, wie es für mich sein wird, wenn am Sonntag die Lichter der Startampel erlöschen, aber ich kann es kaum noch abwarten, das zu erleben. Ich war noch nie zuvor in Australien." Von den Simulationen weiß "Checo", dass die Strecke im Albert Park zu den anspruchsvolleren im Kalender zählt. "Es wird nicht einfach sein, den Grenzbereich zu finden, es wird hart."

Kobayashi: Angst vor dem Untergang Japans

Hart wird die Aufgabe auch für Teamkollege Kamui Kobayashi, obwohl der Sauber-Pilot in seinem zweiten vollen Formel 1-Jahr die Strecke und den Ablauf eines Rennwochenendes kennt. Der Japaner ist mit seinen Gedanken vor allem in der Heimat. Nach dem Barcelona-Test ging es per Flieger direkt in das zuletzt von mehreren Katastrophen heimgesuchte Land.

"Ich muss sagen, die Situation ist wirklich sehr, sehr schlimm", berichtet der Mann aus Amagasaki. "So viele Menschen sind umgekommen, viele sind obdachlos, ohne Essen und Wasser im kalten Winter, viele haben geliebte Menschen verloren. Es ist schwer zu begreifen, dass ein Szenario, das schlimmer ist als jeder Katastrophenfilm, Realität geworden ist. Ich habe Angst, dass das ganze Land untergehen könnte, es ist einfach zu furchtbar. "

Kobayashi will für positive Nachrichten sorgen

Sauber wird in Melbourne mit einem japanischen Schriftzug auf dem Auto antreten, um Solidarität mit dem gebeutelten Land zu zeigen. Mehr kann Kobayashi momentan nicht tun. "Ich habe den Wunsch, etwas zu tun und zu helfen, aber tatsächlich kann ich alleine praktisch nichts ausrichten. Ich denke, das einzige, was ich zumindest in diesem Moment tun kann, ist mich auf den Saisonauftakt in Melbourne zu konzentrieren. Ursprünglich habe ich dem Rennen mit purer und großer Freude entgegengesehen. Jetzt will ich unbedingt alles geben, um ein gutes Ergebnis einzufahren, das den Menschen in Japan vielleicht wenigstens ein kleines bisschen Hoffnung und eine positive Nachricht bringt."

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