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GP Australien

Wieder Sparprogramm für Rosberg

Foto: Daniel Reinhard 52 Bilder

Formel 1-Neuling Nico Rosberg darf in den freien Trainings in Melbourne kaum fahren. Cosworth hat die Rundenzahl für die Williams-Fahrer stark limitiert, um die Motoren zu schonen.

29.03.2006 Markus Stier

Nur 1.100 Kilometer Laufleistung traut Cosworth dem eigenen Motor zu. Bei BMW sind es 1.200, bei Mercedes 1.300 und Ferrari riskiert 1.400 Kilometer - verteilt auf zwei Rennwochenenden. So ist der Cosworth-V8 nicht nur der leistungsstärkste, sondern auch der empfindlichste Motor im Starterfeld.

Der Motorschaden bei Nico Rosberg in Malaysia zeigte, dass selbst 1.100 Kilometer ein zu optimistischer Wert sein könnten. Umso mehr hält Williams gezwungenermaßen an der Runden-Spartaktik fest. Lediglich 90 Kilometer sind Rosberg und Lokalmatador Mark Webber in den drei einstündigen freien Trainings erlaubt. Dieses Pensum fuhr mancher Fahrer 2005 in einer einzigen Sitzung.

Nico Rosberg: Lästige Gewohnheiten

Rosberg lernte sich die 5,3 Kilometer lange Piste im Albert Park mit einem Motorroller kennen. Zudem übt er mit einem Computerspiel den Kurs ein. Vor Eingewöhnungsschwierigkeiten hat der Neuling dennoch keine Angst. Ganz im Gegenteil: "In Malaysia war es für mich aber etwas einfacher, denn in Bahrain hatte ich meine Gewohnheiten aus der GP2", sagt Rosberg. Dennoch ist der Rookie nicht happy mit der Kilometer-Geizerei von Cosworth: "Ein paar PS weniger und ein paar Runden mehr wären mir lieber."

Ebenso filigran wie der Motor ist die Strategie des Williams-Teams. Die Stammfahrer absolvieren nur die nötigsten Runden, größere Dauerläufe, Reifen- und Abstimmungstests erledigt Testfahrer Alexander Wurz, der ohne Limitierung seine Runden drehen kann. "Ohne Alex würde unsere Taktik nicht funktionieren", sagt Technik-Chef Sam Michael. Das hat auch die Konkurrenz erkannt. Einige Stimmen fordern bereits die Abschaffung der Freitagstestfahrer.

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