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GP Bahrain 2012 (Rennen)

Sebastian Vettel feiert ersten Saisonsieg

GP Bahrain Podium 2012 Foto: xpb 46 Bilder

++ Update ++ Sebastian Vettel hat beim Grand Prix von Bahrain seinen ersten Saisonsieg gefeiert. Der Red Bull-Pilot setzte sich in einenm spannenden Rennen gegen das Lotus-Duo Kimi Räikkönen und Romain Grosjean durch.

22.04.2012 Bianca Leppert

Die Formel 1-Saison 2012 ist an Spannung nicht zu überbieten. Im vierten Saisonrennen in Bahrain sahen die Zuschauer am Sonntag (22.4.) den vierten verschiedenen Sieger im vierten unterschiedlichen Auto. Der glückliche Fahrer auf der obersten Stufe des Podims hieß dieses Mal Sebastian Vettel.

Mit der Pole-Position hatte der Doppelweltmeister am Vortag schon den Grundstein für den Sieg gelegt. Nach dem die Lichter der Startampel erloschen, dominierte der Heppenheimer dann auch das Rennen über die gesamte Distanz. Vettel übernimmt mit seinem ersten Sieg in der Saison auch erstmals in diesem Jahr die Führung in der Weltmeisterschaft.

"Ich bin natürlich sehr glücklich", sagte Vettel nach der Zieldurchfahrt. "Das hatten wir nicht erwartet, als wir ins Wochenende gestartet sind. Ich habe mich aber das ganze Wochenende besser mit dem Auto gefühlt. Ich konnte an die Grenzen gehen und das hat den Unterschied im Qualifying und Rennen gemacht. Mit Kimi war es einmal knapp, aber ich konnte mich verteidigen. Mit dem letzten Stopp konnten wir noch etwas Zeit herausholen. Dieser Sieg geht an mein Team, bei denen ich mich für die harte Arbeit bedanken möchte."

Lotus in starker Form

Die Lotus-Piloten konnten als einzige im Feld richtig Druck auf Vettel machen. Zunächst war Romain Grosjean dem Doppelweltmeister auf den Fersen. Nach einem teaminternen Platztauscht machte sich Kimi Räikkönen im Red Bull-Rückspiegel bemerkbar. Am Ende trennten den Deutschen und den Finnen gerade einmal 3,3 Sekunden. Grosjean beendete das Rennen als Dritter und machte damit das bislang beste Ergebnis der Lotus-Truppe perfekt. Für den Franzosen war es der erste Podiumsplatz überhaupt in der Formel 1.

Mark Webber, der vierte Pilot im Spitzenquartett, war dahinter ebenfalls mit Renault-Power unterwegs. Der Australier dürfte sich mittlerweile an diese Position gewöhnt haben. Zum vierten Mal ging der Red Bull-Pilot in dieser Saison in Folge als vierter über die Linie. Jedes Mal verpasste er das Podium nur knapp.

Nico Rosberg schnappte sich fünf Runden vor Schluss noch Paul di Resta und wurde Fünfter. Nach dem Rennen musste der Silberpfeil aber noch bei den Rennkommissaren zum Rapport antreten. Rosberg, der am Ende mit gebrochenem Auspuff unterwegs war, legte sich gleich mehrmals mit Fernando Alonso und Hamilton an. Der Spanier musste neben die Strecke ausweichen und beschwerte sich lautstark über Funk über die rüde Fahrweise von Rosberg. Die Stewards sprachen aber keine Strafe gegen den Deutschen aus. Die Begründung: Rosberg zog konstant auf die Seite. Weder Alonso noch Hamilton waren bei dem jeweiligen Manöver neben Rosberg, sondern dahinter.

"Insgesamt bin ich zufrieden", sagt Rosberg anschließend. "Das war Schadensbegrenzung. Ich habe immerhin die McLaren geschlagen. Und es waren einige gute Überholmanöver dabei. Also einige positive Aspekte. Es war bisher ein Durcheinander diese Saison. Man weiß nie, wer schnell ist. Bei uns war es okay. Von den Reifen her ist es ein ganz anderer Sport. Man darf niemals Vollgas fahren. Immer ganz vorsichtig. Wie auf Eis. Jetzt haben wir etwas Zeit. Von der Entwicklung sollte bei uns richtig was nach vorne gehen."

Di Resta mit zwei Zehntel Vorsprung auf Alonso

Force India-Pilot Paul di Resta setzte als einer der wenigen Piloten auf eine Zweistopp-Strategie und sicherte sich damit ganz knapp mit zwei Zehntelsekunden Vorsprung den sechsten Rang vor Alonso im Ferrari. Der Spanier machte von Startplatz neun immerhin zwei Positionen gut. Teamkollege Felipe Massa präsentierte sich ebenfalls stark und zeigte ein beherztes Rennen. Der Lohn war Platz neun und die ersten Punkte der Saison.

McLaren im Pech

Dazwischen schob sich noch McLaren-Pilot Lewis Hamilton auf Position acht. Seine WM-Führung ist der Brite auf jeden Fall los. Auch in der Team-Wertung wurde McLaren von Red Bull an der Spitze abgelöst.

Für McLaren lohnte sich die Reise in die Wüste nicht. Schon in der Anfangsphase schwächelten die chromfarbenen Autos mit überdurchschnittlichem Reifenverschleiß und verschafften Vettel damit freie Fahrt an der Spitze. Dann kam auch noch Pech dazu. Hamilton musste bei den ersten beiden Boxenstopps länger warten als üblich. Am hinteren linken Rad klemmte eine Mutter. Button musste drei Runden vor Schluss auf Platz sieben liegend mit einem Reifenschaden hinten links zum Service. Der Brite fuhr noch eine Runde, gab dann aber auf.

Ein WM-Punkt für Schumacher

Michael Schumacher betrieb vom 22. Startplatz aus mit dem zehnten Rang noch Schadensbegrenzung und holte einen Zähler. "Ich weiß nicht, ob ich darüber glücklich sein soll", meinte der Altmeister anschliend. "Ich bin immerhin durchgekommen. Ein Punkt ist besser als gar nichts."

Nach dem Rennen übte der Rekordchampion noch Kritik an den schnell abbauenden Pirelli-Gummis: "Man sollte sich fragen, ob die Reifen so eine große Rolle spielen sollten. Wir fahren teilweise mit 60-70 Prozent um die Kurven. Man muss immer aufpassen, dass man nicht zu schnell ist, sonst fliegen einem die Reifen um die Ohren. Das finde ich doch nicht ganz so passend."

Dahinter reihten sich Sergio Perez und Kamui Kobayashi im Sauber auf den Plätzen elf und 13 ein. Nico Hülkenberg wurde im Sauber-Sandwich Zwölfter. Das Toro Rosso-Duo konnte die hohen Erwartungen nach Daniel Ricciardos sechstem Startplatz ebenfalls nicht erfüllen und beendete das Rennen auf 14 und 15. Timo Glock wurde 19. Williams hatte gleich zwei Ausfälle zu beklagen. Pastor Maldonado gab nach einem Reifenplatzer auf, auch Bruno Senna steuerte vorzeitig kuez vor dem Ende vorzeitig die Box an.

Bis zum nächsten Rennen in Barcelona macht die Formel 1 drei Wochen Pause. Vom 1. bis. 3. Mai stehen in Mugello zwischendrin noch Testfahrten an. auto motor und sport wird live von der Rennstrecke in der Toskana per Live-Ticker berichten.

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